Motor dreht hoch nach Einspritzpumpenabdichtung

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      Motor dreht hoch nach Einspritzpumpenabdichtung

      Da meine Einspritzpumpe (in eine T4 2,4l Diesel AAB Motor) geleckt hat, habe ich sie ausgebaut und nach der Anleitung von Uwe Reiman gedichtet - d.h. am Pumpenkopf die Dichtung gewechselt, die Verstellwelle und deren Buchse gewechselt, die Dichtungen der Klatstartvorrichtung und des Hochdruckteils gewechselt. Nachdem ich die Pumpe wieder eingebaut habe, springt der Motor zwar an (allerdings mehr schlecht als recht) dreht dann aber sofort hoch, sodass ich die Zündung ausmachen muss. Einen Fehler beim Wiederaufsetzen des Gashebels schließe ich aus (hatte die Orginalstellung abfotografiert und inzwischen auch mehrere Stellungen ausprobiert - der Motor dreht immer hoch!)
      Meine Frage ist nun: Deutet das Hochdrehen des Motors zwangsläufig auf einen Fehler hin, den ich beim Abdichten der Pumpe gemacht habe, oder ist es auch möglich, dass eine falsche Synchronisierung der Pumpe mit der Nochenwelle das Hochdrehen verursacht. Eigentlich war ich beim Aufsetzen des Zahnriemens sehr sorgfältig. Wenn sich das Problem auf einen Fehler innerhalb der Pumpe eingrenzen leiße, würde ich sie ausbauen und (falls niemand einen besseren Tipp hat) zum Boschdienst bringen. Wenns auch die Synchronisation mit der Nockenwelle als Fehlerquelle in frage käme, müsste ich doch wohl den ganzen Wagen zur Werkstatt schleppen lassen?
      Bin über jeden Hinweis dankbar und spendiere eine detaillierte Fotostory zum Thema Einspritzpumpe falls ich das hier hinbekomme.



      Hallo,

      letzte Woche habe ich auch meine Pumpe abgedichtet. Schon ein komisches Gefühl das Ding zu öffnen, oder?

      Einen falschen Förderbeginn (was Du mit Synchronisation meintest) kann nicht schuld an das hochdrehen sein. Ein falscher FB kann aber durchaus einen schlechten startverhalten zur Folge haben. Hast Du den FB mit einer Messuhr eingestellt? Oder hast Du einfach "die selbe Stellung" wie vorher gesetzt? Nach Gefühl oder Fotos einzustellen ist so gut wie nicht möglich, da die Einstellung sehr empfindlich ist... Man sollte auch nicht vergessen, dass die Schwungscheibe mit doppelter Frequenz läuft als die Nockenwelle. Es kann sein, daß man den UT trifft und nicht den OT, dann springt der Wagen sehr schlecht an und hört sich wie ein Panzen an (ein Wunder daß er noch überhaupt anspringt ;))

      Nun zu dem Hochdrehen. Wie weit bist Du beim Abdichten vorgengagen. Hast Du nur das gemacht was Uwe in seiner Anleitung gemacht hat? Oder hast Du auch die Hubscheibe rausgenommen (die kann nämlich auch um 180 grad falsch gelegt werden)? Das Hochdrehen spricht für einen Fehler beim Zusammenbau des Deckels. Vielleicht hat sich die Feder des Leerlaufes gelöst oder der Gasversteller wurde nicht richtig eingehängt. Bevor Du zum BOSCH dienst Gehst, solltest Du das Ding vorsichtig auseinander nehmen und wieder zusammenbauen. Hättest Du einen Richtig üblen Fehler gemacht haben, hätte sich der Pumpkolben schon verabschiedet (was nicht passiert ist).


      Viele Grüße,

      Andrés



      Vielen Dank Andre, Kurt und allen anderen, die geholfen haben. Ich habs letztendlich wirklich hinbekommen. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich die versprochene Anleitung fertig hatte, aber hier ist sie:
      abstract-media.de/T4/index.html
      So ähnlich wie die von Uwe Reiman aber mit den kleinen Unterschieden beim T4. Ich hoffe, es hilft jemanden.
      Gruß,
      Florian


      >Moin
      >Schau dir das mal an.
      ><A href="http://f8.parsimony.net/forum11736/messages/333257.htm" target="_top[/url]http://f8.parsimony.net/forum11736/messages/333257.htm</A>
      >Gruß Kurt



      Hallo Tony
      beim abdichten sind mir die ganzen Innenteile rausgefallen. Ich hab die alle sorgfältige gereinigt und wieder nach ein paar Bildern im Internen wieder montiert. Das erste mal beim anlassen des Motors, hat er von alleine Anfang an hochgedreht. Wieder auseinander genommen zusammen gebaut. Das zweite mal ist der Motor angeschprungen und lief im Leerlauf. Nahm aber kein Gas an und nun wieder nach dem dritten Mal demontieren dreht er wieder von alleine hoch.
      Hallo Vita!

      Vita schrieb:

      Das erste mal beim anlassen des Motors, hat er von alleine Anfang an hochgedreht. Wieder auseinander genommen zusammen gebaut. Das zweite mal ist der Motor angeschprungen und lief im Leerlauf. Nahm aber kein Gas an und nun wieder nach dem dritten Mal demontieren dreht er wieder von alleine hoch.


      Ich vermute, der Fehler hat die ganz Zeit bestanden, aber beim zweiten Mal hat die Nockenwelle nicht auf OT gestanden beim Einstellen des Förderbeginns, sondern um 180° verdreht.
      Wenn wirklich oben am Gashebel nichts verdreht worden ist, dann ist wohl in der Pumpe irgendwas nicht richtig eingehängt, oder bei der Montage verbogen worden, zB. Das Hebelwerk, wenn die Mengenschraube vor der Demontage nicht zurück gedreht wurde.

      Das Hochdrehen kann definitiv nichts mit dem Förderbeginn zu tun haben und hat seine Ursache im Drehzahlregler in der Pumpe.

      Gruß,
      Tiemo
      Hallo Vita!

      An deiner Stelle würde ich den Deckel auch nochmal losschrauben (natürlich vorher Mengenschraube 7 U zurück drehen), aber nicht ganz abnehmen, sondern nur alles zurechtruckeln und ihn spannungsfrei wieder aufsetzen. Vielleicht ist nur etwas vom Regler verspannt eingebaut.
      Wenn die ESP dann immer noch nicht auf das Gasreagiert, würde ich noch den Gaswellenhebel eine Raste RIchtung weniger Gas einbauen. Das sollte alles in eingebautem Zustand möglich sein.

      Gruß,
      Tiemo
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