T4 2.5 TDI AHY austauschen

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      T4 2.5 TDI AHY austauschen

      Moin Moin,

      da mein geliebter ja leider einen Motorschaden hat, steh ich vor der schwierigen Entscheidung ob ich einen AT-Motor selber einbauen kann.

      Was meint Ihr dazu? Was gibt es zu beachten?

      Vorhanden ist:
      - Ölgrube
      - erweitertes Standardwerkzeug
      - Motorkran bzw Winde an der Decke werde ich einbauen

      brauch ich Spezielwerkzeuge?

      Vielen Dank im Voraus
      Gruß Schany
      Hallo Schany!

      Das geht auf jeden Fall, wenn man einfach sorgfältig arbeitet. So richtig Spezialwerkzeuge braucht man nicht, ein ordentlicher Knarrenkasten mit Drehmomentknarre 1/2" sollte da sein, ein Motorkran, Nussen für Spezialschrauben und eine gut gefüllte Standard-Werkzeugkiste, ein ebener Arbeitsplatz. Handwerkliches Können sollte schon vorhanden sein, blöd ist es, wenn man schon an einfachen Sachen wie dem lösen von Schrauben scheitert.
      Ich habe das mal auf ebener Erde durchexerziert, habe allerdings den Motor samt Getriebe rausgehoben und dann erst zerteilt, vorher vorne alles weggebaut und das war kein großes Problem, nur halt Zeitaufwand. Es ist gut, wenn man für bestimmte Dinge eine zweite Person rufen kann.
      Wenn das Neuland für dich ist, plane genug Zeit ein, mach Pausen, wenn es nicht weitergeht, lies im Wiki und schau dir die Bilder dazu an. Bei VW kann man mit Hilfe von ERWIN den entsprechenden Reparaturleitfaden kostenpflichtig auch als Privatperson herunterladen, darin stehen alle genauen Angaben wie Messwerte, Drehmomente etc., meiner Meinung nach unverzichtbar und besser als jedes Buch. Und immer fragen, fragen, fragen.

      Gruß,
      Tiemo
      RESPEKT !
      Ich würde mich nicht trauen, weil ich alles alleine mache (in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es alles vom Lehrer bis zum Steuerberater, aber keinen, der am Auto schraubt). Zu zweit würde ich schon drangehen. Alternativ gibt es bei uns in der nächsten Stadt eine Mietwerkstatt, dort sind auch gelernete Mechaniker, die einem weiterhelfen, wenn man nicht weiterweiss. Habe ich aber selbst noch nicht ausprobiert. Kostet 15,-- € / Std.
      Moin tiemo,
      die Größte Sorge machen mir Schrauben die ich nicht abbekomme bestes beispiel: Um den jetzigen Motorschaden zu begutachten musste ich die Ölwanne abbauen, ich hab nicht einmal die Ölablassschraube abbekommen. Und die ist ja eigentlich harmlos. Mir grautes es bei den Schrauben am Krümmer/ Turbo etc. Wie macht man sowas?

      Das mit Erwin ist ein guter Tipp. Danke. Das kostet irgendwie 30€/Tag mit Drucklizenz. Das bedeutet auf deutsch ich zahle 30€ und druck alles 2x aus (1x für die Unterlagen und eine fürs Arbeiten) .... was für eine Papierverschwendung. Anstatt eine PDF zu verkaufen die man sich dann aufm pc ansehen kann.

      Ich versuche mir gerade eine Liste zu machen was ich so alles brauche damit ich mal rechnen kann ob es sich für mich wirklich lohnt das selber zu machen.

      Werkzeug:
      -Schlagschrauber
      -Drehmomentschlüssel
      -Knarrenkasten
      -Motorkran
      -Auffangbehälter für Flüssigkeiten

      Material:
      - Bosch Zahnriemensatz
      - neue Servopumpe (da die alte schon leckt und 1-2 Aussetzer hatte)
      - Ölfilter + ÖL
      - Luftfilter
      - Kühlwasser
      - Bremsflüssigkeit
      - Getriebeöl
      - kleinteile (Alle Dichtungen der Anbauteile erneuern)

      Was kommt noch dazu?

      Und wie sieht es mit der Einspritzanlage (Düsen etc. aus brauch ich dafür kein Spezialwerkzeug um das umzubauen?)
      Und noch eine Frage ist es auch möglich die Front zu zerlegen und den kompletten Motor nach vorne raus zu ziehen? (Palette/Hubwaagen)
      Und was wiegt der komplette Motor?

      Vielen Dank im Voraus
      Gruß
      Schany

      VR6Cookie schrieb:

      RESPEKT !
      Ich würde mich nicht trauen, weil ich alles alleine mache (in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es alles vom Lehrer bis zum Steuerberater, aber keinen, der am Auto schraubt). Zu zweit würde ich schon drangehen. Alternativ gibt es bei uns in der nächsten Stadt eine Mietwerkstatt, dort sind auch gelernete Mechaniker, die einem weiterhelfen, wenn man nicht weiterweiss. Habe ich aber selbst noch nicht ausprobiert. Kostet 15,-- € / Std.


      Moin VR6Cookie, sowas gibts bei uns auch. Nur wie Tiemo ja schon gesagt hat ist es mit sehr viel Zeit verbunden. Unterandem auch Standzeit da man ja auch irgendwie das Geld für den AT-Motor etc. anschaffen muss. ;). Daher fällt das leider aus. Aufgrund der Tatsache das ich eine Ölgrube habe bin ich glaube ich ganz gut dran. (Als der Makler bei der Besichtung des hauses die Garage geöffnet hat und ich die Ölgrube gesehen hab hatte er mich im sack :D )

      Wie schon gesagt ich versuche gerade einen Überblick zubekommen was es eigentlich beutet "den Motor zu tauschen". Und wie lang der Rattenschwanz ist und was mich das kostet.

      Gruß Schany
      Anfang der 80er Jahre habe ich zusammen mit einem Kumpel bei einem T2 den Motor getauscht. Wir hatten kaum Werkzeug, noch weniger Ahnung, aber viel Mut.
      Wir haben 2 Tage gebraucht, und der Motor lief danach noch lange gut. Aber damals waren wir gerade mal gute 20 Jahre alt und uns trieb eher finanzielle Verzweiflung zur Tat. Aber es ging alles gut - deshalb alles Gute für das Projekt!
      Hallo Schany!

      Schany schrieb:


      die Größte Sorge machen mir Schrauben die ich nicht abbekomme bestes beispiel: Um den jetzigen Motorschaden zu begutachten musste ich die Ölwanne abbauen, ich hab nicht einmal die Ölablassschraube abbekommen. Und die ist ja eigentlich harmlos. Mir grautes es bei den Schrauben am Krümmer/ Turbo etc. Wie macht man sowas?


      Geschickt...
      Man sollte mal ein Buch darüber schreiben, denn es gibt da einen ganzen Sack voll Tricks.
      Es fängt damit an, dass man genügend großes und passendes Werkzeug verwendet. Schwierige Gewinde Tage vorher mit Schraubenlöser, und da meine ich jetzt kein "Männerparfüm" (WD40 und andere), sondern spezielle Sprays für diesen Zweck, wiederholt einsprüht. Mit Wärme arbeitet, Schlüssel verlängert, ggf. Hilfsmittel anschweißt usw. usf..
      Manche Schrauben, die sowieso nicht zu retten sind (etwa am Auspuff / Abgasrohr), lohnt es nicht, zu bearbeiten, also einfach gleich wegflexen und neu machen, statt sich zu ärgern.

      Schany schrieb:

      Das mit Erwin ist ein guter Tipp. Danke. Das kostet irgendwie 30€/Tag mit Drucklizenz. Das bedeutet auf deutsch ich zahle 30€ und druck alles 2x aus (1x für die Unterlagen und eine fürs Arbeiten) .... was für eine Papierverschwendung. Anstatt eine PDF zu verkaufen die man sich dann aufm pc ansehen kann.


      Das kostet ca. 6EUR für eine Stunde, und die Sachen SIND als PDF ladbar. Indem man vor dem Anmelden schon alles in Tabs öffnet, reicht diese Stunde auch völlig.
      Für eine genaue Beschreibung schau mal ins LT-Wiki, da steht es Schrit für Schritt unter http://www.lt-forum.de/dokuwiki/doku.php?id=start:links:repanleitungen

      Werkzeug:
      -Schlagschrauber - braucht man nicht, aufgrund der Enge nur bei den Radmuttern einsetzbar, und die können ja dranbleiben.
      -Drehmomentschlüssel - unbedingt! - wenn möglich, noch eine starre Ausführung ("Knebel"), da der Drehmo dafür zu schade ist und beschädigt (dejustiert) werden kann.
      -Knarrenkasten - unbedingt!
      -Motorkran - unbedingt, wenn kein Gabelstapler zur Verfügung steht ;)
      -Auffangbehälter für Flüssigkeiten - passend abgelängter Baueimer mit nicht zu kleinem Durchmesser, wenn man Fahrzeug nicht anhebt - und viel Pappe zum unterlegen gegen Sauerei
      Ein ordentlicher Satz Gabel/Ringschlüssel sollte auch vorhanden sein.

      Material:
      - Bosch Zahnriemensatz - mit neuer WAPU, Umlenkrolle und Spannrollen
      - neue Servopumpe (da die alte schon leckt und 1-2 Aussetzer hatte)
      - Ölfilter + ÖL
      - Luftfilter
      - Kühlwasser
      - Bremsflüssigkeit
      - Getriebeöl
      - kleinteile (Alle Dichtungen der Anbauteile erneuern)

      Was kommt noch dazu?

      Und wie sieht es mit der Einspritzanlage (Düsen etc. aus brauch ich dafür kein Spezialwerkzeug um das umzubauen?) - Für meinen Wirbelkammer AAB brauche ich eine Spezialnuss, schau im T4-Wiki nach. Für den Förderbeginn (statische Einstellung) ist sicher auch Spezialkram nötig.

      Schany schrieb:

      Und noch eine Frage ist es auch möglich die Front zu zerlegen und den kompletten Motor nach vorne raus zu ziehen? (Palette/Hubwaagen)
      Und was wiegt der komplette Motor?


      So habe ich es gemacht. Kühler elektrisch + wassermäßig + Servokühlermäßig trennen, Scheinwerfer und alles raus, dann komplette Frontmaske entnehmen. Allerdings habe ich dennoch einen Kran benutzt. Mit Hubwagen sollte es auch gehen.
      Der komplette Motor dürfte so 180kg wieden, Getriebe noch mal ca. 40kg (gefühlte Werte).

      Gruß,
      Tiemo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „tiemo“ ()

      Moin VR6Cookie,
      "finanzielle Verzweiflung" das ist das Stichwort ;)
      AT-Motor + Austausch3100,00
      Servopumpe200,00
      Zahriemensatz250,00

      3550,00 ;(

      Und das ist nur das.... die finden bestimmt noch was und bitten dann noch mal richtig zur Kasse. Und das ist der Grund warum ich überhaupt darüber nachdenke es selber zu machen. Ich werde diese 3550€ mit Sicherheit ausgeben aber dann hab ich was dafür (neues Werkzeug etc.) und für Bauteile die ich dann einfach aus Prinzip tauschen würde wie z.B. Öldruckschalter etc. TÜV ist unter anderem auch fällig.

      Dazu kommt das der freundliche gesagt hat gleich Vollgas ist nicht. Der ist aber 400km von mir entfernt wie lange soll ich dann unterwegs sein? Zum einen morgens erst mal 5std. mit der bahn hin und dann mit 120 zurück ???? Das sind so die Dinge die mich stören....

      Axo und er ist mind. 4 Wochen weg. (Ich sag ja nicht das ich schneller bin.....)

      Gruß Schany
      also ich habe mal zu Studentinnenzeiten den Motor bei meinem damaligen Saab 99 gewechselt.

      Beim Saab ist es normal den gesamten Block (Motor und Getriebe) komplett auszubauen.
      Dazu muss auch vorne alles weg und wir hatten keinen Motorkran sondern einen mit Öldruckpumpe.
      Zuerst die HAube ab dann den Kühler die gesamte Front ab und danach den Kühler raus.
      Dann kann man den ganzen Block nach vorne herausfahren.
      Ich habe ein Original Werkstatthandbuch gehabt. War zwar für ein anderes Baujahr mit anderem Motor, aber das wesentlich war drin.
      Das ging gut.

      Ich habe für den Wechsel acht Stunden gebraucht und hätte ich vorher gesehen, dass unten die Ölablssschraube fehlt ... wäre es sicher eine halbe weniger gewesen.
      Das Aufputzen des durchgelaufenen Öls .... war eklig und völlig unnötig.

      Ach ja keine Grube. Und es hat mir jemand der damals noch keine Ahnung von Autos hatte geholfen.
      So als die beiden zusätzlichen Hände.
      alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 333 333 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :)
      Ich denke von der Schrauberrei sollte es machbar sei ob es nun 8,12,24 oder XX Std. werden, bis auf Schrauben die man nicht los bekommt. Wie geht Ihr bzw. eine Werkstatt an solche ran? Gerade im Krümmer bereich.

      Und dann meine größte Sorge: Zahnriemensatz montieren (Motor komplett einstellen, wie man ja weiß 1 Fehler und hin ist der Motor.) Ebenso das einstellen der Einspritzanlage.

      Das verunsichert mich....
      Hi,
      du hast also einen nackten Motor und willst die Aggregate daran schrauben?
      Da können die abgerissenen Stehbolzen ja ruhig im alten Block drinbleiben :D .
      Problematisch ist das ja nur,wenn z.B.der alte Zylkopf drinbleibt.
      Steuerzeiten und Förderbeginn sind beim tdi mal nicht gerade so einzustellen.Da brauch man Einstellwerkzeuge Meßgeräte und so OBD kram.
      Mietwerkstatt ist halt so eine Sache,wenns irgendwo hapert wird das gleich teuer,oder man muß unfertig zusammenbauen und von vorne anfangen.
      Welche Arbeiten hast du denn schon gemacht?
      Ich glaube nicht,daß du den Motor ohne Getriebe rauskriegst,evtl ist es am sinnvollsten Motor und Getriebe nach vorne rauszuholen.
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