Versorgerbatterie im California: wie laden in Stillstandzeiten?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Versorgerbatterie im California: wie laden in Stillstandzeiten?

      Hallo Transarena und alle anderen Kenner der Batterietechnik!
      Gesundheitlich bedingt habe ich nun auch im lfd. Sommer leider längere Stillstandzeiten meines T4 California 2001.
      Die vor 2 Jahren (nach 15 Jahren!!!) erstmals ersetzte Original Versorgerbatterie von Exide schwächelt leider jetzt schon und zeigt nach jeweils 4 Wochen Stillstandzeit nur noch um die 12,5 V an im Display an, obwohl kein Verbraucher angeschlossen ist.
      Wie sollte man im Winter oder anderen Stillstandzeiten die 140 Ah Versorger-Gelbatterie optimal pflegen?
      Da ich nicht regelmäßig beim Fahrzeug sein kann:
      1. Ist das eingebaute Ladegerät dazu geeignet, permanent am Netz zu bleiben und dennoch optimalen Erhaltungladestrom zu liefern oder dürfte es alle 4 Wochen etwa nur für 24 Stunden am Netz sein?
      2. Imitiert das eingebaute Ladegerät auch Entladungen oder lädt es nur permanent mit 13,8 V?
      3. Welche Alternative bietet sich ggfs. an um die Batterie mit einem Gerät zu laden/entladen, das ständig am Netz bleiben kann?
      4. sollte man die Starterbatterie zusätzlich separat mit einem intelligenten Ladegerät am Netz laden?
      Heiner Cali-C-AD-ACV-7DW-75KW (2001)
      Hi,

      das eingebaute Ladegerät hat die Aufgabe, die Batterie zu laden und Verbraucher zu versorgen. Es macht keine Batteriepflege, da es ja auch nicht sinnvolle wäre, wenn beim Camping mal für ein paar Stunden die Zentralelektrik 'Batteriepflege' anzeigen würde und während dieser Zeit das Licht und der Kühlschrank nicht mehr funktionieren würden.

      Zur Optimalen Pflege müsste man die Batterie ausbauen und an ein entsprechendes Ladegerät / Pflegegerät anschließen. Alternativ kann man z.B. mit einer Wochenschaltuhr oder einer 'smartphone steuerbaren' Steckdose eine 'Auffrischungsladung' bastelen. Man sollte darauf achten, dass die externen Geräte den Umgebungsbedingungen (Scheune o.ä.) angepasst sind, nicht das sie noch kurzzeitig als Wärmequelle arbeiten.

      Im übrigen lädt das Ladegeät nicht stur mit 13.8V, sondern passt diese Spannung an die Temperatur im 'Batteriefach' an.
      Danke TomyN für deine Infos!
      1. Ist eine zyklische Ladung von 20 Stunden alle 4-6 Wochen übers eingebaute Ladegerät ok?
      2. Und wenn ich ein externes Ladegerät (OptiMate 4 Dual) zur Pflege anschließe:
      muss die Batterie dazu "ausgebaut" werden oder reicht es dieses direkt an die angeklemmten Batteriepole anzuschließen - oder sollten zumindest die Polkabel abgeklemmt werden?
      Heiner Cali-C-AD-ACV-7DW-75KW (2001)
      Hi,
      1. Über die optimale 'Überwinterung' von Batterien findet man sehr viele Meinungen. Ich persönlich finde alle 4-6 Wochen 20 Stunden völlig ausreichend, wichtig ist, dass die Batterie beim abstellen möglichst voll geladen ist und auch beim 'ausmotten' sollte man nochmal richtig voll laden.
      2. Ich würde zumindest die Polklemmen abklemmen. Denn je intelligenter ein Ladegerät ist (oder sein möchte), umso mehr ist es auf exakte Informationen über den Zustand der Batterie angewiesen. Diese kann es nur über die Spannung an den Batteriepolen und den Ladestrom gewinnen. Wenn jetzt irgendein Verbraucher im Bus anläuft etc, dann wird diese Information verfälscht. Auch weiss man nicht, wie z.B. die Campinganzeige auf die teilweise verwendeten Spannungs oder Stromimpulse dauerhaft reagiert.

      Tomy
      Wenn die Batterie schwächelt und noch nicht alt ist, versuch es doch mal mit ner Schnarchladung (Bezeichnung aus dem Photovoltaikforum such mal im Netz danach) lange Laden mit wenig A, um Sulfatierungen zu entfernen. Aber Achtung, falls Du Gel oder Blei-Vlies hast. Hier musst du auf die Spannung achten, damit die nicht austrocknen. Sonst klinisch tot. Die meisten Schnarchladungsthreads beziehen sich auf flüssige Bleiakkus....

      Kräftige Ent- und dann Beladung hat auch schon schwächelnden Akkus auf die Sprünge geholfen...

      Flüssiger Akku? Dann Säurestand kontrollieren...

      Batterietrennschalter (z.B. Natoknochen) macht ggf auch Sinn. Kriechströme oder Autoradios können die Batterie auch leerlutschen. Damit hat damals mein Hanomag Standzeiten bis zu einem 3/4 Jahr hinter sich gebracht. Sicherlich auch nicht gut wg Selbstentladung, aber besser als komplett leergelutscht.

      Kannst Du keine Solarpanel mit Laderegler anschliessen? Dann hältst Du den Akku immer schön voll.

      Grüße
      Jan
      AAB 2,4l D ca 180tkm mit Nachrüstturbo seit 08/2013 und nur noch ne halbe Rostlaube .... Rechtschreibfehler sind natürlich nur zur Belustigung der Leser eingefügt worden und nicht dem mal eben auf dem Smartphone posten geschuldet.
      vielen Dank für eure Hinweise!
      Habe jetzt die Starterbatterie an ein intelligentes Ladegerät angeschlossen und die 140 Ah Gel-Versorgerbatterie für 20 Stunden über eine schaltbare Smart-Steckdose ans eingebaute Ladegerät.
      Die Versorgerbatterie bedient in Stillstandzeiten - soweit ich weiß - keine Verbraucher, es sei denn, dass das Multidisplay im California 2001 nicht über die Starter- sondern die Versorgerbatterie versorgt wird!? Das kann ich mir allerdings nicht vorstellen.
      Oder ist es sinnvoll, während der Ladezeiten einen Verbraucher (zB Kühlschrank) laufen zu lassen?
      Heiner Cali-C-AD-ACV-7DW-75KW (2001)
      Nach 2 Jahren sollte eine Versorgerbatterie aber noch nicht schwächeln ...
      12,5 V nach 4 Wochen Stillstand ist eindeutig zu wenig.
      Bei mir ist nach 17,5 Jahren auch noch die originale drin und die hält, z.B. im Winter (in einer Halle), nach 24 Std. Ladezeit über 1 Monat konstant 12,8 V.
      Während des Ladens brauch kein Verbraucher eingeschaltet zu sein.
      Achte doch jetzt mal drauf, wie sich die Voltanzeige verändert, wenn du den Strom von außen abstellst. Wo pendelt sie sich direkt ein, wie schaut es nach 2 Wochen aus, wie jede weitere Woche ?
      Gruß, Stefan. VW T4 California Exclusive 2,5 TDI, Bj. 2000, 135.000 km
      Bist du sicher, dass im strengeren Winter letzte Saison die Batterie nicht mal ganz entladen war? GEL-Batterien können dann kaputt frieren. Hatte ich auch schon mal, als ich nach dem Supermarkteinkauf den Kühlschrank nicht ausgeschaltet hatte und die relative Entladung (mit Tiefentladeschutz) für die restlichen Kältewochen nicht mehr genügte.
    VWBuswelt.de - T4-Forum.de
    Helfen macht Freu(n)de