Kupplungshydraulik kaputt - 1300€?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Kupplungshydraulik kaputt - 1300€?

      Mojn,

      gestern in die Garage gekommen und bei meinem 91'iger AAB hängt das Kupplungspedal nur noch an der Rückholfeder, geht federleicht durchzutreten und trennt nicht mehr.

      Weder im Fußraum noch am Getriebe ist Flüssigkeit zu sehen, obwohl der Bremsflüssigkeitsstand von von max auf min gefallen ist.

      Diagnose meiner freien Werkstatt:

      Sie tippt darauf, dass die kleine Gabel vor dem Nehmerzylinder bzw. in der Kupplungsglocke gebrochen ist, dort weitere Schäden entstanden und die Flüssigkeit dort rein gelaufen ist.
      Daher gehen sie davon aus, dass sie die Motor-Getriebekombi komplett rausnehmen und anschauen sowie Kupplung, Nehmerzylinder und Gestänge erneuern müssen.
      das soll wegen der umfangreichen Arbeit 8 Zeiteinheiten in Anspruch nehmen, sie gehen von Kosten von 1300€ aus.

      Was sagt ihr dazu? Passt das?

      Mit Dank im Voraus,
      Flo
      Moin Flo!

      Fehlt denn Bremsflüssigkeit? Die wird auch für die Kupplung verwendet, aber etwas höher "abgezwackt", damit eine defekte Kupplungshydraulik nicht zum Ausfall der Bremse führt. Sollte die Theorie deiner Werkstatt stimmen, dann müsste der Stand ja bis zum Abgang für die Kupplungshydraulik abgefallen sein.
      Ich hatte so einen Fehler auch schon mal vor Jahren, da war einfach der Geberzylinder intern undicht. Nach außen ist nichts gelaufen und es fehlte auch keine Bremsflüssigkeit, er hat einfach keinen Druck aufgebaut (und demzufolge auch nicht an das Pedal zurückgegeben). Da musste ich nicht das ganz große Fass aufmachen...

      EDIT: Sorry, das mit dem abgefallen Stand hatte ich überlesen. Es könnte tatsächlich Bremsflüssigkeit in der Kupplung sein.

      Gruß,
      Tiemo
      Hatte letzten Sommer auch eine Kupplung ohne Funktion. Bremsfluessigkeitsstand auf Minimum und so.
      Meine Werkstatt hat dann den Kupplungsnehmerzylinder getauscht (366 Euro hier in Oesterreich). Seitdem ist wieder alles in Butter.

      Die Werkstatt hatte auch "empfohlen" die Kupplungsbelaege zu tauschen und die Kupplungsglocke zu reinigen, wegen der Bremsfluessigkeit, die da evtl drinnen rumschwappt.
      Ich habe es gelassen, und funktioniert bislang alles einwandfrei. Konnte mir auch keiner sagen, ob irgendwelche Folgeschaeden zu befuerchten waeren, weil Bremsfluessigkeit ja so korrosiv ist.

      Ich glaub nicht mal, dass da wirklich was gebrochen sein wird bei deinem. So eine Dichtung im Nehmerzylinder darf nach 26 Jahren schon mal etwas undicht werden, oder?
      Bei dem 02B Getriebe ist der Nehmerzyliner nicht in der Glocke . Wenn Flüssigkeit fehlt, sollte eine Undichtigkeit zu sehen sein .

      Ist die Kupplung denn fällig ? Bei 230tkm kann durchaus noch was gehen . (meine war allerdings bei 200tkm gar)

      Und man kann nur das Getriebe ausbauen ! da muss nicht alles raus . geht mit der VW Stütze wunderbar. 4h 2 Leute entspanntes arbeiten für die Kupplung.
      255.000 eigene Km im ACU :) 205.000 mit LPG Gesammt 385.000 km :) Fahrzeuge ab Bj 96 sind Neuwagen.
      Meine war bei 240.000km fällig.
      Es ist die Frage, ob man so ein altes Teil angesichts des Montageaufwands wieder einbaut, falls das Getriebe vom Motor getrennt wird. Teilekosten belaufen sich mal geschätzt auf 150 ... 200EUR (Luk-Repset) bei über 1000EUR Arbeitskosten.
      Bremsflüssigkeit greift Lack und Kunststoffe an, davon gibt es in der Kupplungsglocke nicht allzuviel. Zudem ist sie wasserlöslich, man könnte die Kupplungsglocke also durchaus durch eine der Öffnungen mit dem Gartenschlauch bearbeiten, um Bremsflüssigkeit wieder loszuwerden.
      Und in der Tat, nur bei den neueren Getrieben sitzt der "Ausrücker" zentral in der Glocke, allerdings könnte entlang einer defekten Kolbenstangendichtung schon Bremsflüssigkeit in die Kupplung gelangen. Da außen nichts erkennbar ist, wird es wohl auch so "gelaufen" sein. Allerdings steckt der Kolben nochmals in einer Art Balg, die austretende Flüssigkeit bis zu einem gewissen Volumen zurückhalten wird. Außerdem wird austretende Flüssigkeit eher brav innen an der Glocke runterlaufen und dann doch irgendwann zum Vorschein kommen, als den Weg in die eigentliche Kupplung zu finden, aus der sie durch Fliehkräfte auch sofort wieder herausgeschleudert würde. Insofern hätte ich da erst mal keine Panik.

      Gruß,
      Tiemo
      Vielen Dank für Eure Beiträge, die hilfreich waren. Die Hamburger Werkstatt, die gleichzeitig eine Selbsthilfe ist, hat mir für den Kupplungstausch und den defekten Nehmerzylinder samt Gestänge letztlich 1200€ berechnet. Ärgerlich war, was danach kam: Vermerkt war auf der Rechnung eine mangelhafte Bremswirkung sowie defekte Synchronringe des Getriebes, was vorher nicht vorhanden war, während der Wunsch, noch den Getriebewellensimmerring zu tauschen, aufgrund dessen, dass er "knochentrocken" sei, nicht gemacht wurde.

      Als ich dann den T4 abgeholt habe, stellte ich fest, dass zwar die Kupplung wieder lief, aber überhaupt keine Bremsunterstützung mehr vorhanden war - bei der Montage war der Schlauch von der Vakuumpumpe zum BKV abgezogen worden, bei der Nachbesserung wurde angegeben, der Schlauch sei zu kurz. Ebenso kratzte das Getriebe in allen Gängen, was sich allerdings nach angeschlossenem BKV gab. Der Anlasser war schief eingebaut worden (die Werkstatt hatte eine Schlauchschelle dazwischengebaut), was dazu führte, dass der Anlasser nicht sauber ausspurte. Und als letztes lief der Tacho nicht mehr, das Ritzel war wohl nicht sauber eingesetzt. Ein Teil der Mängel habe ich selbst behoben, ein Teil hat die Werkstatt nachgebessert und sich entschuldigt. Und der angeblich trockene Getriebewellensimmering leckt mehr als vorher... Für 1,2t€ keine gute Arbeit.

      Was ich gerne von Euch noch wissen wurde, da die Werkstatt darauf keine Antwort hatte: Der Schleifpunkt/Einkuppelpunkt der Kupplung war vorher auf den letzten Zentimetern. Das ist auch nach dem Tausch so. Nun kenne ich von Kupplungen, die nicht hydraulisch betätigt werden, dass (bei nicht nachstellbaren Kupplungszug) der Schleifpunkt nach dem Tausch nach vorne rutscht. Mir wurde gesagt, dass sich der Punkt nicht verschoben hätte, läge an der hydraulischen Betätigung. Ist das richtig? Und wenn ja, wie stellt man i.V. mit der Kupplungshydraulik den Punkt vor?

      Mit Dank im Voraus,
      Gruß,
      Flo

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Jack GT“ ()

      Um es mal so zu sagen:
      Eine neue mechanische Kupplung sollte schon bei wenig Pedalweg trennen.
      Ob das allerdings bei hydraulischer Betätigung anders ist weiss ich nicht so genau.

      alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 333 333 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :)
    VWBuswelt.de - T4-Forum.de
    Helfen macht Freu(n)de