Einspritzdüsen AAB komplett oder nur Stock

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      Einspritzdüsen AAB komplett oder nur Stock

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      Moin,
      wollte mir die Tage Düsen für meinen AAB bei Dieselsend besorgen.

      Leider habe ich sehr wenig Infos gefunden.
      - Kann ich mir einfach die Düsenstöcke für ca. 60 EUR besorgen und in meine Halter einschrauben?
      - Ist der Öffnungsdruck bei den Düsenstöcken schon eingestellt?
      - Gibt es etwas zu beachten?

      In den meisten Freds zu diesem Thema habe ich immer nur gelesen, "mach das doch selber, brauchst nur einen Schraubstock"

      Verstehe dann aber nicht, warum man überhaupt eine Düsen/Halter Kombi für ca. 180 EUR kauft, wenn man kein Spezialwerkzeug oder vertiefte Kenntnisse braucht.

      Wäre für eine kleine Einweisung, Anleitung, Zurechtweisung dankbar.

      Gruss Morty

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      Wenn Du dir die Abbildung der Stockdüse (oben im Wiki-Artikel) genauer ansiehst, wirst Du unter Ziffer 8 eine Einstellscheibe entdecken.
      Mit der Scheibe wird der Federdruck und damit auch der Abspritzdruck individuell je Düsenstock nach einem Düsenwechsel eingestellt und das geht nur mit einem speziellen Prüfstand.
      My Kombi is my best friend ;)

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      Hallo Morty

      morty schrieb:

      Moin,
      wollte mir die Tage Düsen für meinen AAB bei Dieselsend besorgen.

      Leider habe ich sehr wenig Infos gefunden.
      - Kann ich mir einfach die Düsenstöcke für ca. 60 EUR besorgen und in meine Halter einschrauben?
      - Ist der Öffnungsdruck bei den Düsenstöcken schon eingestellt?
      - Gibt es etwas zu beachten?


      Also, bei Dieselsend habe ich, allerdings für meinen LT, auch schön Düsenkombinationen im Austausch bestellt. Ich war damit zufrieden. Dieselsend ist zwar, da eher Hobby, telefonisch schlecht erreichbar und auch immer wieder mal verreist, aber kooperativ. Ich wollte damals wegen Pöl-Betrieb einen höheren Öffnungsdruck eingestellt haben, kein Problem, kein Aufpreis. Ich bekam auch gleich den Tipp, dann auch etwas längere Glühkerzen zu verwenden, welche für Mercedes. Da habe ich zwar später bemerkt, dass es dann mit dem Einschraubgewinde ziemlich knapp wird und man sie nur ja nicht zu fest ziehen darf, aber war so erst mal ok.
      Also, du bekommst dort fertig montagebereite Düsenkombinationen und hast eine gewisse Zeit, die Altteile zurückzusenden, um deinen Pfand wieder zu bekommen.
      Zu beachten ist natürlich, dass man bei der Montage immer neue Flammschutzscheiben verwenden soll und am besten auch neue Leckölschläuche + Endkappe, und natürlich die Anzugsmomente nicht überschreitet. Es soll schon Leuten gelungen sein, beim Anziehen oder Lösen der Düsen Teile aus dem Guss des Zylinderkopfs gerissen zu haben...

      morty schrieb:

      In den meisten Freds zu diesem Thema habe ich immer nur gelesen, "mach das doch selber, brauchst nur einen Schraubstock"

      Verstehe dann aber nicht, warum man überhaupt eine Düsen/Halter Kombi für ca. 180 EUR kauft, wenn man kein Spezialwerkzeug oder vertiefte Kenntnisse braucht.


      Tja, weil ich mehrere "Wirbeltiere" fahre und mich für die Materie interessiere, habe ich mir tatsächlich bei Dieselsend irgendwann einen Düsentester und eine Grundausstattung an Einstellscheibchen geleistet. Außer noch einer extra hohen 27-er Nuss mit viel Platz im Innern braucht man tatsächlich keine weiteren Spezialwerkzeuge. Kenntnisse sind dagegen von Vorteil. Ja, und der Schraubstock sollte von der brachialen Sorte sein, die Düsen werden zwar nur mit 70Nm verschraubt, "wachsen" aber im Lauf der Zeit ziemlich fest, sodass man zum Öffnen meist ein Vielfaches der 70Nm und oft einen langen Hebel braucht.
      Also, Düseneinsätze und Plättchen braucht man in jedem Fall, und es ist schon etwas Arbeit zu erledigen, außerdem braucht man einen sehr sauberen Arbeitsplatz. Da ist das nicht verwunderlich, wenn so ein 5-er Satz 180EUR im Austausch kostet. Wenn man die Stunden der Düsenerneuerung stattdessen an seinem gut qualifizierten bzw. bezahlten Arbeitsplatz verbringt, macht man womöglich sogar noch Plus.

      morty schrieb:

      Wäre für eine kleine Einweisung, Anleitung, Zurechtweisung dankbar.


      Hinweise findet man relativ leicht im Internet, etwa dieses Youtube-Filmchen: . Dort ist der Vorgang ab Minute 10 beschrieben.

      Gruß,
      Tiemo

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      Einfach aufs Geratewohl tauschen würde ich nur, wenn ich keine Möglichkeit zum Überprüfen der Düsen hätte und sie mehr als 200.000km "aufm Buckel" hätten. Oder, wenn es konkrete Probleme gäbe, Schwarzqualm, Nageln, abgebrannte Glühkerzen etc.. Sonst nehme ich meine Düsen halt alle paar Jahre mal raus, überprüfe Strahlbild, Öffnungsdruck, Tropffreiheit und das Schnarren, und wenn alles gut ist, kommen sie mit neuen Flammschutzscheiben wieder rein. Vorher nutze ich die Gelegenheit und prüfe noch die Kompression, wenn alle Düsen schon mal raus sind.

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      Ja, weiß ich nicht! ;)

      Das ist mit Plättchen und einem stabilen Schraubstock zusammen ja über 400EUR "Zeugs", dafür kann man auch 2...3Mal fertige Teile im Austausch nehmen. Entsprechend ca. 600.000km Fahrleistung.
      Ich hab drei solcher Motoren im Betrieb und will die noch so lange fahren, bis es keinen Diesel mehr gibt, außerdem betrachte ich das auch als Hobby, daher war das für mich ok.
      Ich hatte aber auch schon viel Ärger mit dem Tester: Ich habe ihn nicht mit dem speziell dafür empfohlenen Prüföl (unbrennbar, verharzt nicht) betrieben, sondern mit normalem Diesel. Da dieser Kraftstoff seit einigen Jahren Bio-Zusätze enthält, die nicht langzeitstabil sind, hatte ich nach längeren Pausen (also IMMER, wenn ich das Ding brauchte...) jedes Mal Ärger mit festgegangenen Förderkolben, es war jedesmal eine komplette Zerlegung und Reinigung fällig, bevor das Teil wieder einsatzfähig war. Das war oft peinlich, wenn Freunde mit Düsen zum Testen "mal eben" kamen und dann erst mal stundenlanges Gebastel angesagt war. Der Zusammenhang mit dem Kraftstoff war mir leider nicht gleich klar, ich dachte zuerst an Korrosion durch Feuchtigkeit. Seit ich das Teil nach einem Tipp aus einem Forum nun mit biofreiem "Premium"-Diesel betreibe, ist das nicht mehr aufgetreten. Ich hätte natürlich auch von Anfang an das extra dafür vorgesehene Prüföl verwenden können, aber das wäre ja zu einfach gewesen.

      Gruß,
      Tiemo
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