T4 AJA Leistungsverlust

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    • T4 AJA Leistungsverlust

      Moin zusammen,
      da ich neu im Forum bin, will ich mich kurz vorstellen:
      Andy, wohnhaft in der Nähe von Bremen, 47Jahre alt, durchschnittlich handwerklich begabt,
      VW-Bus-Fahrer seit sehr langer Zeit ;) ,
      mein aktueller fahrbarer Untersatz - T4, EZ.10/99, AJA, 55kW, als WoMo ausgebaut

      zur Zeit habe ich folgendes Problem:
      von der ohnehin mäßig vorhanden Leistung ist im Moment nur wenig zu spüren, beim Gasgeben hat man manchmal das Gefühl, es passiert gar nichts. Der Luftfilter und Dieselfilter wurden getauscht, ohne dass sich etwas verändert hat. Zurzeit ist der Bus bei VW zum Einstellen der Förderzeiten (am Riemen wurden in letzter Zeit kein Arbeiten durchgeführt). Verstellen sich die Förderzeiten selbstständig? Sollte das auch nicht zum Erfolg führen, wird mir die Werkstatt wohl einen Tausch der Einspritzpumpe empfehlen (klang heute im Gespräch schon an). Was sollte Eurer Meinung nach vorher noch gecheckt werden, um die Einspritzpumpe (und die hohen Ausgaben) vielleicht auszuschließen.
      Noch zu erwähnen wäre vielleicht, dass ich bisher nie Startprobleme hatte, bis er gestern überhaupt nicht mehr anspringen wollte (ein Tag vorher sprang er noch problemlos an), obwohl mit wenig Leistung lief der Motor bisher immer rund.

      Vielleicht kann mir ja jemand einen nützlichen Tipp für die Fehlersuche geben.

      Grüße Andy
    • Hallo Andy!

      Da ist dann wohl ein Kraftstoffproblem zu vermuten. Das kann am Dieselfilter liegen, aber der ist ja gerade ausgewechselt worden. Evt. ist dabei der alte "Knackfrosch", das Vorwärmventil, wieder eingesetzt worden und seine Dichtung ist defekt oder das Teil selbst hat einen Riss. Oder es ist spontan eine Leckölleitung rissig geworden und Luft dringt in die Anlage.
      Wenn das Problem nicht nach einer längeren Stillstandszeit auftrat (Größenordnung Wochen) und die Einspritzpumpe nicht nass ist, würde ich sie erst mal aussschließen.
      Die Zuleitung ist normalerweise aus durchscheinendem Kunststoffrohr, sodass man Blasen bzw. Luft darin mit einer Taschenlampe erkennen kann, das würde ich mal prüfen. Wenn die Leckölleitungen schon älter sind, würde ich sie auch austauschen, ebenso wie den Gummistopfen auf der ersten Düse.

      Der Förderbeginn verstellt sich normalerweise nicht spontan. Wenn das plötzlich passiert, muss geprüft werden, ob am Zahnriementrieb alles in Ordnung ist. Falls der Riemen übergesprungen ist, besteht für den Motor absolute Gefahr.
      Allerdings lässt der Förderbeginn im Verlauf einer Zahnriemenlebensdauer ganz allmählich etwas nach, bedingt durch Verschleißerscheinungen.

      Gruß,
      Tiemo
    • Moin Tiemo,
      der Kollege von VW sagte mir, dass nach dem Filtertausch keine Luftblasen im durchsichtigen Schlauch nach dem Dieselfilter zu sehen waren. Damit scheidet das Vorwärmventil wohl auch aus, wenn ich dich richtig verstanden habe.
      Wenn die Leckölleitungen porös werden - müsste ich da eventuell schon häufiger mal Startprobleme gehabt haben?
      Ich werde die Infos aber auf jeden Fall mal mitnehmen für die weitere Fehlersuche. Ich hoffe immer noch, die Einspritzpumpe nicht tauschen zu müssen.

      Grüße
      Andy
    • der Hinweis auf die koprrekte Funktion des GArzuges erscheint mir wichtig.

      Eventuell ist die Tefloninnenbeschichtung kaputt und verhindert das freie Bewegen des Innenmetallzuges .

      Prüf das unbedint nach bevor du ne neue Einspritzpumpe in Auftrag gibst.
      alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 333 333 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :)
    • <p>Hallo,</p>

      <p>vielen Dank f&uuml;r die Antworten und Hinweise! Nach Einstellung der Einspritzpumpe l&auml;uft der Bus jetzt wieder mit normaler Leistung.&nbsp;</p>

      <p>Den Gaszug werde ich demn&auml;chst noch mal checken bzw. tauschen.</p>

      <p>Die Abgase sehen f&uuml;r mein Empfinden normal aus (keine blaue oder wei&szlig;e Wolke)</p>

      <p>Sch&ouml;ne Feiertage allerseits!</p>

      <p>Andy</p>
    • T2_T3_T4 schrieb:

      Hallo,

      schön, daß die Leistung wieder da ist.

      Leider fällt mir zu einer starken Verstellung des Förderbeginns in kurzer Zeit das Stichwort „Killerschraube“ ein.

      Wenn es meiner wäre, würde ich mit Gegenhalter und Drehmomentschlüssel (ca. 450Nm, siehe Doku) prüfen ob die Schraube fest ist.
      Das würde ich nicht tun.
      Es handelt sich um eine Dehnschraube. Die kann man nicht durch "nachziehen" nachprüfen.
      Da hilft dann nur der direkte Austausch gegen eine Neue. Eine Dehnschraube kann nur einmal angezogen werden, da sich die MAterialeigenschaften durchdas einmalige Dehnen verändern. Die Metallmoleküle werden gedehnt, das ist nicht mehr rückgängig zu machen. Gedehnte Metallstrukturen werden spröder und härter als vor dem Dehnen.
      Es heisst nicht umsonst
      : Nach fest kommt ab.

      Ach ja und eine neue Diamantscheibe drunter setzen. Und drauf achten, dass die neue Dehnschraube die richtige Festigkeit hat und nicht nur grössenmässig und gewindesteigungsmässig passt.
      Die Festigkeit ist auf der Stirnseite des Sechskants angegeben.

      alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 333 333 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :)
    • Aber @T2_T3_T4 will doch gar nicht nachziehen! Er schlägt vor, mit dem Drehmo zu prüfen, ob die 450 Nm noch anliegen. Wenn sich hierbei die Schraube dreht bevor es knackt, dann hat sie sich gelockert und muss sowieso ersetzt werden (Killerschraube). Wenn es knackt, ohne dass sich was an der Schraube tut, dann ist doch alles tutti. Dadurch wird die Schraube ja auch nicht noch mehr beansprucht über die Spannung hinaus, unter der sie jetzt schon steht, also passiert überhaupt nichts.
      Meinem Verständnis nach eine gute Prüf-Möglichkeit.
      Gruß Rainer
      Du weißt nicht, was du gesagt hast, bevor du nicht gehört hast, was der Andere verstanden hat!
    • Hi!

      Neben einer gelockerten Kurbelwellenzentralschraube, wie hier zur Prüfung vorgeschlagen, könnte auch das ESP-Rad an der Nockenwelle sich plötzlich verstellt haben, weil entweder die Schraube nicht mit den erforderlichen 100Nm angezogen war oder die Stelle total verölt ist. Das ist hoffentlich überprüft worden. Dabei hätte sich dann nur der Förderbeginn, nicht aber die Steuerzeiten der Ventile verstellt und es wäre zwar ärgerlich, aber harmlos. Mit dem Neueinstellen des Förderbeginns müsste das Problem beseitigt sein, wenn nicht einfach an der ESP gedreht wurde, sondern das ESP-Antriebsrad an der Nockenwelle verdreht wurde. Nur dabei kommt auch die Markierung für die weit wichtigere Nockenwellenstellung und die Steuerzeiten zum Vorschein, der Schlitz in der Stirnseite der Nockenwelle.
      Ich würde auch das Moment an der Kurbelwellenzentralschraube auf 460Nm prüfen (hat der AJA auch 460Nm? Mein weitgehend baugleicher AAB hat sie und es ist auch keine Dehnschraube verbaut, sondern die "kurze", die man wiederverwenden kann.).

      Gruß,
      Tiemo
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