Ich habe mir einen abgebrochen - Radbolzen saufest !!

      Ich habe mir einen abgebrochen - Radbolzen saufest !!

      Nun lacht hier heute die Sonne- der April kommt näher - also dachte ich wäre es Zeit die neu erworbenen Gummis auf den T4 zu ziehen. Kurz vorher noch alle 4 Räder eines BMW wieder auf Sommer umgerüstet ( 30 min. Arbeit )- also kein Problem - so dachte ich.

      Ich muss gestehen das ich die Räder noch nie ab hatte- aber die 160 Nm schaffen meine Oberarme- dachte ich. Also das Radkreuz her- der Bolzen kam raus bei mir...und es tat sich nix am T4 - kein Problem - 19er Ring ... gekröpft- das ist er nun in 2 Richtungen - glatt verbogen ! Also den 2. 19er Ring - natürlich auch zur Sau gemacht - die Radbolzen rühren sich nicht. Kein Problem - den Schlagschrauber geborgt - dicken Schlauch ran - den Kompi auf 10 bar hoch und ab gehts....dachte ich...NIX !!! Naja - den Dorn raus und den Radbolzen einen auf den Kopf versetzt ...NIX !! Langsam kam Verzweiflung auf - erstmal WD-40 auf die Flanken- eine rauchen ( ohne Russpartikelfilter ! ) ein Kaffee - den Schlagschrauber wieder ran...und siehe da es tat sich was - nach einem verplemperten Vormittag habe ich es dann endlich geschafft die Radbolzen abzubekommen.

      Ist das normal das sie sich selber so festfressen- was wäre bei einer Reifenpanne gewesen - ich meine der arme ADAC Onkel...

      Ich habe sie nun mit Kupferpaste belegt und sie peinlich genau 160 Nm mit Oberarmkraft, in Ermangelung eines Drehmomentschlüssel, mit dem Radkreuz festgezogen. Reicht das ? Sofern er in 2 Wochen wieder Zulassungsplaketten hat kommt er auf die Bühne - Achsmanschette vorne rechts ist durch - Sch...e !

      Da wird dann mit DMS 160 Nm nachgezogen !

      LG
      Spencer


      Modellflug in Salzwedel
      Joa hab ich schon - es war gut - es ist gut - es bleibt gut - und die Dinger gehen auch mal wieder raus...bislang habe ich keine schlechten Erfahrungen damit. Die Kupferpaste ist temperaturstabil bis 1200° C. Und was die Festigkeit der Bolzen angeht mag da einiges richtig sein- aber die Vorspannung einer Stahfelge wird durch den Druck auf den Konus und damit der Spannung auf die Felge erzeugt. Somit sollte das auch technisch einwandfrei gehen. So verziehen sich viele ihre Bremsscheiben durch ungleichmässiges Anziehen. Ich werde ja sehen ob und wann ich sie verliere- die Probefahrt heute haben sie schonmal gut überstanden. Kupferpaste ist imho kein Schmiermittel sondern ein Trennmittel. Und wenn man einen dünnen Film auflegt wird das - so denke ich - nicht schaden.

      LG
      Spencer


      Modellflug in Salzwedel
      So ist das mit den Sachen die man 'mal schnell' erledigen will, irgendwie ist das doch immer so. Da kriegt man die Ablaßschraube beim Ölwechsel nicht raus. Oder man bricht was kaputt, oder oder... .

      Letzte Wochenende habe ich mir dafür richtig viel Zeit genommen nen Motor auszubauen - das hat dann 3 Stunden gedauert, da war der frei.

      Montag dann rausnehmen mit Stapler - lockere 600 Kilo, das wollte ich dem 350 Kilo Motorkran nicht antun - (MAL SCHNELL) war dann wieder eine RIESEN Aktion mit blutigen Fingern, dreckigen Klamotten und allem was dazugehört.

      Aber deswegen schraube ich trotzdem weiter! ;o)

      Gruß

      Mat.


      Robur - lärmgekühlt und leistungsarm.
      Kupferpaste ist imho kein Schmiermittel sondern ein Trennmittel. Und wenn man einen dünnen Film auflegt wird das - so denke ich - nicht schaden.
      >LG
      >Spencer


      Hallo Spencer,
      warum werden dann die Anlageflächen der Bremsbeläge am Bremssattel damit bedacht ?
      Zum Trennen ? Wohl eher zum Schmieren und das bei Hochtemperaturbedigungen.
      Pass auf Deine Räder auf.
      Vorschlag:
      Nachziehen nach 50 km - wie immer.
      Und dann prüfe nochmals nach ca. 200-300km.
      Vielleicht änderst Du ja dann Deine Meinung.

      Grüße
      Klaus-TDI





      Grüße Klaus-TDI
      Keine Sorge, Du verlierst die Räder nicht.

      Früher wurden die Räder immer mit leicht geölten Bolzen montiert und da hat auch niemand was von serienmäßig abfallenden Rädern gehört! Laß Dir keine Panik machen.

      Gruß

      Mat.

      PS: An meinem ROBUR steht mir die Demontage der Radmuttern noch bevor, da sind noch die ersten Räder von 1989 drauf, habe aber schon ein paar mal mit Rostlöser behandelt. Bin mal gespannt.


      Robur - lärmgekühlt und leistungsarm.
      Moin,

      [...]
      >Ich habe sie nun mit Kupferpaste belegt und sie peinlich genau 160 Nm mit Oberarmkraft, in Ermangelung eines Drehmomentschlüssel, mit dem Radkreuz festgezogen. Reicht das ? Sofern er in 2 Wochen wieder Zulassungsplaketten hat kommt er auf die Bühne - Achsmanschette vorne rechts ist durch - Sch...e !
      >Da wird dann mit DMS 160 Nm nachgezogen !

      Warum gerade mit 160 Nm?
      Du wirst nach der Behandlung mit Kupferpaste nur mir sehr viel Glück überhaupt das richtige Drehmoment treffen. es wird sehr wahrscheinlich geringer sein.

      Wurden die Radschrauben beim letzten Wechsel mit dem korrektem Drehmoment angezogen bzw. vor dem Einschrauben vernünftig gesäubert? Schon seltsam, dass die so schwer loszudrehen waren.



      >LG
      >Spencer

      zaydo


      Beim LKW isses doch einfach, langes Rohr und dann langsam hochgehen, nur doof ist wenn es dann doch klappt, dann liegt man so schnell auf der Schn... . ;o)
      Ural ist aber ein besonderer Härtefall. Im Allrad-LKW Forum gabs schon Leute die haben die Bolzen abbrennen müssen.

      Gruß

      Mat.


      Robur - lärmgekühlt und leistungsarm.
      war letztes WE kein problem runter mit radkreuz bolzen mit drahtbürste wieder schön sauber machen, und trocken ohne irgendwelche öle oder kupferpasten(obwohl dünn wahrscheinlich kein problem) und sommerräder nit 180 NM wiedre drauf( 111KW Multi mit original 16'')das einzige was nervt is das es keie kappen für die diebstalhemmenden gibt!!!(oder loht es sich gutes werkzeug(HAZET) zu besitzen???


      nachwuchs2000.de
      >Warum gerade mit 160 Nm?

      Offizielles Anzugsdrehmoment für T4 Originalbereifung ? (160-180 Nm - 180 ab Werk VW Werksschrauber war mit dabei !)

      >Du wirst nach der Behandlung mit Kupferpaste nur mir sehr viel Glück überhaupt das richtige Drehmoment treffen. es wird sehr wahrscheinlich geringer sein.

      Ja aber wieviel ? Ich habe bislang bei PKW immer nur ein Radkreuz benutzt - wir haben es dann mal nachgezogen mit DMS und es hat gut gepasst mit 120 Nm ! Heute habe ich sie einen " Tuck " fester angezogen...mal sehen wie es nach 50 km aussieht.

      >Wurden die Radschrauben beim letzten Wechsel mit dem korrektem Drehmoment angezogen bzw. vor dem Einschrauben vernünftig gesäubert?

      Sie waren recht sauber - kaum angerostet - wer sie wann angezogen hat weiss ich nicht ( Vorbesitzer ) aber ich gehe mal davon aus das sie alle mit einem Schlagschrauber angeballert wurden - so wird es leider bei meinem Schrauber auch öfter gemacht...

      >Schon seltsam, dass die so schwer loszudrehen waren.

      Leider war es so - ich dachte auch ich faule ab.


      LG
      Spencer



      Modellflug in Salzwedel
      >Keine Sorge, Du verlierst die Räder nicht.

      Das würde ich so nicht sagen.
      Mein Vorgänger hat die Radbolzen mit Kupferpaste behandelt - 3 mal haben sich an den verschiedenen Rädern jeweils 3-4 Radbolzen gelockert, trotz der Reinigung. Deswegen ist der Drehmomentschlüssel ja auch Bordwerkzeug Nr. 1.
      Vorbei war der Zirkus erst mit den neuen Scheiben.

      Vielleicht fährt auch mal seine Frau / Freundin / Bruder ...., die/der auf die Problematik nicht unbedingt so achtet - und dann ?

      Beim meinem "ersten Mal" - Urlaubsfahrt, Autobahn, Kiste voll beladen, mit Frau und zwei Kindern im Auto:
      Da brauchst Du nichts mehr, da ist der Tag gelaufen.

      Grüße
      Klaus-TDI


      Grüße Klaus-TDI
      Moin,


      >Keine Sorge, Du verlierst die Räder nicht.

      >Früher wurden die Räder immer mit leicht geölten Bolzen montiert und da hat auch niemand was von serienmäßig abfallenden Rädern gehört! Laß Dir keine Panik machen.

      Es ist unfassbar, dass jemand, dem diese Sache schon mindestens 1x erklärt wurde und der selbst schon geschrieben hat, dass es Unterschiede zwischen dem Festdrehen von geölten und dem nicht geölter Schrauben gibt, immer noch solche gefährlichen 'Tipps' gibt.

      Noch ein mal zum Mitschrei/auben:
      werden eingeölte Schrauben mit dem Drehmoment angezogen, das für unbehandelte Schrauben angegeben ist (hier: 160 Nm), werden sie mit einem zu hohen Drehmoment festgezogen. Das kann genauso gefährlich sein, wie ein zu geringes Drehmoment. Und das nicht nur, weil die Radschrauben brechen könnten.


      zaydo


      Moin,

      [...]
      >>Du wirst nach der Behandlung mit Kupferpaste nur mir sehr viel Glück überhaupt das richtige Drehmoment treffen. es wird sehr wahrscheinlich geringer sein.
      >Ja aber wieviel ?

      Kann ich nicht sagen. Ich schätze einfach mal, dass es mindestens 10% niedriger liegt.
      Mit Glück findet man im Internet technische Daten des Hersteller der Paste, die Korrekturfaktoren für Drehmomente enthalten. Aber wahrscheinlich kaum für Kupferpaste, weil das Behandeln von Gewinden nicht wirklich ein Einsatzbereich der Kupferpaste ist.

      Es ist ja nicht so, dass man das Anzugsmoment der Radschrauben auf das Zehntel genau treffen muss. Auch bei etwas größeren Abweichung werden Dir die Räder nicht gleich abfallen. Aber je mehr man vom vorgeschriebenen Anzugsmoment abweicht, je höher wird das Risiko, dass etwas passiert. Und weil es lebensgefährlich werden kann, wenn etwas passiert, sollte man diese Sache auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und/oder leichtfertig gefährliche Tipps geben.

      zaydo


      >Mach mir mal nicht soviel Angst - nun bin ich schon am Grübeln ob noch genug Bremsenreiniger da ist...aber ich warte es erstmal ab- erste längere Tour Ende April nach Meck-Pomm - da passe ich mal genau auf und berichte ob was auffälliges passiert ist.
      >LG
      >Spencer

      So nervös brauchst Du nicht sein, das Rad fällt nicht sofort ab.
      Das hörst Du schon vorher.
      Rauscht wie ein kaputtes Radlager, rumpelt etwas, da das Rad auf der Nabe ganz leicht eiert.
      Dann aber aufbocken und nicht die Bolzen in der Panik im belasteten Zustand anziehen.
      Du bist ja sensibilisert für die Problematik - da sollte nicht wirklich was passieren.

      Der Überraschungseffekt für "Ahnungslose" bringt den Adrenalinspiegel nach oben.

      Sogar meine Frau konnte zum Schluß an Hand des Geräusches und des eingeschränkten Fahrverhaltens die lockeren Radbolzen identifizieren. Tja, die Übung machts .....

      Grüße
      Klaus-TDI




      Grüße Klaus-TDI

      Hier dazu mal noch was zum schmökern....

      http://www.justiz-augsburg.de/lg/Radmuttern.htm

      oldtimer.de/cgi-bin/postings.c…iermittel|QUS|&replyto=16

      ZITAT ( ohje )

      5.2 Anzugsdrehmoment der Radschrauben oder -Muttern:

      Beim Anziehen einer Radmutter oder eines Radbolzens wird die Radscheibe elastisch verformt: Dadurch entsteht im Zapfenende oder im Bolzenstiel eine Vorspannung, die dafür sorgt, dass das Rad auf den Nabenflansch gedrückt wird. Die Sicherung der Radbolzen oder Radmutter wird durch diese Vorspannung gebildet und durch die selbstbremsende Wirkung des Gewindes. Das Anzugsmoment, das mit Hilfe eines Drehmomentenschlüssels gemessen wird, ist die Summe des Momentes, das für die Überwindung der Reibungskraft zwischen der Radscheibe und der Druckfläche von Bolzen und Mutter, der Reibungskraft des Gewindes und der Vorspannung des Zapfenendes oder Radbolzens, benötigt wird.

      Sind die Reibungskräfte zu gross, wird die Vorspannung bei einem gegebenen Anzugsmoment niedrig bleiben, wodurch das Rad zu lose befestigt wird.

      In der Praxis stellt sich heraus, dass ungefähr die Hälfte des Anzugsmoments zur Überwindung der Reibungskräfte benötigt wird, und mit dieser Angabe werden die Anzugsmomente durch den Hersteller festgelegt. Bei einer übermässigen Schmierung oder bei Beschädigung oder Korrosion wird die Vorspannung im Zapfenende oder im Bolzenstiel jeweils zu niedrig oder zu hoch sein.

      Quelle: dco-idstein.de/wiwefzgr.htm

      Man achte auf ÜBERMAESSIGE SCHMIERUNG !

      LG
      Spencer


      Modellflug in Salzwedel
      Hallo Spencer,
      an meinem ersten T4, einem Cali, waren die Radbolzen auch mal so fest. Mit einem LKW-Radkreuz und eines 1,5m Rohres gingen sie dann ab. Wurden durch Schlagschrauber aber wohl zu fest angezogen und dann noch angegammelt.
      Ein Monteur gab mir den Tip, die Bolzen zu säubern und dünn mit Graphit(MOS)-Fett zu fetten. Die tat ich auch und hatte seit dem Ruhe. Bin damit ohne Lockere Schrauben 250000Km. gefahren, Stecke zweimal im Jahr um, SR & WR.
      Das gleiche habe ich auch bei meinem Multivan ( Knut ) gemacht und habe bisher keine Brechstange mehr benutzt und auch keine Schraube locker gehabt. Die Bolzen werden bei mir mit 160Nm angezogen, mit Drehmomentschlüssel.
      Ich habe die anderen Postings gelesen, jeder soll selber entscheiden. Nur Vorsicht bei den neuen Radbolzen mit dem losen Ring, da würd ich erstmal beim Freundlichen fragen.

      Gruß von Knut



      Darum habe ich ja auch ein wenig Schulterschluss gesucht - ich habe vorher die alten Beiträge gelesen...sind aber auch ohne richtiges Resultat. Es ist so das hier schon oft bei verschiedenen Fahrzeugen Kupferpaste ( Trennmittel nicht Schmiermittel ) an den Radbolzen Verwendung fand. Ohne sich da wirklich jemals Gedanken darüber zu machen. Mein KFZ Meister hat es heute morgen sogar empfohlen- wir ziehen die Räder nach 6 km nach ( Weg zur Hebebühne ) und dann nach 50 lt. Tacho - und nach den 150 ersten Ausflug km. Dann sehe ich ja ob sich da was dummes ankündigt. Was mir nun zu denken gibt ist das beide linken Räder noch wesentlich fester waren als die rechten ( links mit Rechtsgewinde- früher oft Linksgewinde... wegen Drehmoment ) - sollten die sich mal gelöst haben ?? Könnte sein...ich passe da auf jeden Fall auf !

      LG
      Spencer



      Modellflug in Salzwedel
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