Einspritzpumpe 1z im T4 abdichten in eingebautem Zustand?

  • N'abend zusamen,
    also ich habe jetzt einige Anleitungen zur Abdichtung der ESP gelesen, iregndwo hat das einer auch mit eingebauter ESP (im Golf) gemacht.
    Wie seht ihr die Erfolgschance? geht das? Weil zum Ausbau muss ja alles Gerödel weg und v.a. auch das Antriebsrad und der Zahnriemen ab :thumbdown: . Das will ich eigentl vermeiden.


    Sie ist auf jedenfall zw. Haupteil und Hochdruckteil undicht. Sonst ist sie glaube ich dicht aber sicher bin ich da noch nicht. Bild war 20km nach Motorwäsche und unten tropft es schon in nicht unerheblicher Menge wenn der Motor läuft. Ob das oben an der Kante zw. Hauptblock und dem kleinen Block undicht ist oder von der Motorwäsche nicht wegging muss ich noch schauen.[IMG:http://www.vw-bus-t4.de/images/forum/esp2.kpg.jpg][IMG:http://www.vw-bus-t4.de/images/forum/esp1.jpg]

  • Hallo Seppo!


    Eine Abdichtung in eingebautem Zustand geht in deinem Fall, wenn es zwischen HD-Teil und Alugehäuse undicht ist, definitiv nicht. Liegt daran, dass man zum Abnehmen des HD-Teils die Pumpe hochkant halten muss, damit die Innereien nicht auseinanderfallen.


    Du hättest nur eine Chance, wenn die Undichtigkeit zwischen dem oberen Deckel und dem Gehäuse oder am ELAB wäre.


    Aber auch dann empfiehlt sich eine Abdichtung aller Elemente, weil die übrigen Dichtelemente genauso gealtert und versprödet sind wie der O-Ring am HD-Teil und voraussichtlich auch nicht mehr lange halten werden. ZB. am elektrischen Anschluss sieht man auch bereits den Diesel schwitzen.
    An den WEDI am Antriebsrad kommt man ja definitiv nur nach Abbau desselben heran, ebenso wie an den Hebel für den KSB, an den man nur von hinten kommt.


    Gruß,
    Tiemo

  • Hallo zusammen,

    ich habe scheinbar das gleiche Problem: Aus der ESP bieselt ein kleiner Diesel-Strahl unterhalb der Kraftstoffdosiermechanik, also da, wo das Gaspedal montiert ist.

    Einen Dichtungssatz hab ich besorgt. Aber nirgendwo finde ich Fotos oder Zeichnungen von der ESP von vorne. Ich möchte den Ausbau vermeiden, weil ich mir den ganzen Einstellkram nicht zutrau.

    Wo muss und kann ich also Dichtungen wechseln im eingebauten Zustand??? Welche Schrauben lass ich drin und was muss raus?

    Umbau und Tunig sind ja klasse, aber ordentlich funktionieren wäre schon mal ein guter Anfang.

  • Hi,

    du musst den Deckel abnehmen, da gabs im Netz eine Anleitung dazu. Dafür muss die Mengeneinstellschraube (die 'große' Schraube links) raus, bzw. ziemliche weit zurückgedreht werden (Wichtig: Genau die Position markieren und die Anzahl der Umdrehungen merken). Dann vor dem Abnehmen der Befestigung des Gaszuges die Stellung markieren . Und es gibt da noch ein kleines Federchen, dass am Deckel hängt.

    Alles kein Hexenwerk, lässt sich im eingebauten Zustand machen.
    Beim Deckel dann die Buchse + Dichtungen tauschen und schauen ob die Gashebelwelle nicht schon eingelaufen ist. Ansonsten auch die Gashebelwelle tauschen.
    'Kritisch' sind die folgenden Punkte:
    - Position der Mengenschraube
    - Position der Gashebelwelle zum 'Gasgriff'.
    - Die kleine Feder sollte nicht in die ESP fallen :-)

    Nach der Reparatur würde ich zumindest die Restmenge einstellen...

    Tomy

  • Hallo Tomy,

    danke insbesondere für den Tipp, Buchse und Gashebelwelle zu tauschen. Ich hatte mir vorher nur einen Satz Dichtungen besorgt und die Dinger gar nicht auf dem Schirm.

    Die ESP hab ich nicht ausgebaut. Auch nicht den Kühler und musste also auch kein Kühlwasser ablassen / einfüllen. Man hat ohne das auch einigermaßen Platz fürs Arbeiten. Nur Deckel entfernt, neue Welle und Buchse rein, (Bosch Dienst, zusammen 110 €) sorgfältig die alten Einstellungen wieder hergestellt und was soll ich sagen? Auf Anhieb sofort beim ersten Versuch angesprungen. Läuft jetzt besser als vorher. Daher hab ich auch nichts weiter sonst verstellt.


    Vor der ESP hatte ich noch Kraftstofffilter ausgetauscht und die Leckölleitungen neu angestöpselt. Also kam auch keine Luft mehr ins System. Kann es sein, dass dadurch in der ESP ein höherer Druck erzeugt wurde, der dann wiederum Diesel an der Gashebelwelle rausfließen ließ?


    Kleine Notiz für andere Schrauber: In einschlägigen Ausbauanleitungen wird auf die kleine Leerlauffeder verwiesen, die man zuerst aushängen soll. Wenn man die Schrauben vom ESP-Deckel gelöst hat und die Mengenschraube zurückgedreht ist, kann man den Deckel leicht anheben, spürt aber einen Widerstand, ohne zu sehen, woher der kommt. Wenn man jetzt zuerst die Gashebelwelle in den Deckel hineindrückt, evtl mit einem Bolzen nachhelfen, bekommt man den Deckel frei und er hängt nur noch an der Feder. Den Deckel leicht nach unten verschieben, dann kann man mit zwei Fingern die Feder leicht fassen und sieht auch, wo sie eingehängt ist. Unteren Teil nach links aushängen, sie bleibt dann einigermaßen sicher mit dem anderen Ende im Deckel eingehakt, den man dann frei komplett abnehmen kann.

    Um die Position der Gashebelwelle vor dem Ausbau zu markieren empfehle ich ein stabile Blech, dass aber dünn sein muss, um in die Schraubendrehernut zu passen. Da man im eingebauten Zustand nicht aus 90° auf das Dings schauen kann, verpeilt man sich sonst ganz leicht.

    Umbau und Tunig sind ja klasse, aber ordentlich funktionieren wäre schon mal ein guter Anfang.