Bus starten nur bei 2x mal Vorglühen. Auch wenns warm ist.

  • Hallo,


    ich war nun bei sehr vielen Freundlichen und keiner kann so wirklich helfen. Mein MV mit AXG Motor hat 270.000 km runter. Zahnriemen wurde bei 180.000 km zuletzt gewechselt. Ich hab ihn mit 260.000 km gekauft und er ist immer solide gestartet. Im Sommer kam es dann auf einmal dazu, dass nach längerer Standzeit (über Nacht) der Bus nicht mehr gestartet ist. Sondern beim 2. mal Starten. Das Spiel zieht sich nun auch im Winter durch. 2x Vorglühen und dann gehts. Auch im Sommer. 2x mal Vorglühen und er startet. Obwohl er ja im Sommer gar nicht Vorglüht. Macht der Bus sonst noch irgendwelche Dinge wenn er "vorglüht"?


    Ich habe bereits:

    • Krafstofffilter gewechselt
    • Glühkerzen überprüft und eine ersetzt
    • Batterie überprüft
    • Leckölleitungen getauscht
    • Tankdeckel weggelassen --> Entlüftung

    Nun habe ich viel gelesen über den Förderbeginn. Den habe ich mal auslesen lassen. Steht bei 0. Kann es daran liegen? Wenn ja, warum verstellt sich das von einem auf den anderen Tag?


    Für mich ist es langsam eine Blackbox. Vor allem da er sich im Winter gleich verhält wie im Sommer.


    Hat jemand eine Idee hier? Danke im voraus.

  • hmm also dein Zahnriemen hat bereits 90 000 km runter.

    Dann ist es Zeit diesen zu tauschen.

    Bei mir bleibt kein Nockenwellenzahnriemen länger als 90 000 km drin.

    Die Rissgefahr ist einfach zu hoch.

    Ein neuer Motor zu teuer im Vergleich zum etwas gegenüber dem damals vorgeschriebenen Wechselinterval vorgezogenen Tausch.


    NAtürlich verändert sich die Längung nicht plötzlich.

    Aber irgendwann ist es eben über den Wert hinaus, an dem er problemlos anging.

    Und ab da gehts nicht mehr weg.

    Logisch, oder?

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 466 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :-)

  • Bei mir war mal der Riemen der Einspritzpumpe verschlissen und wohl gelängt.

    Dadurch hatte ich ein stärkeres Kaltstartproblem.


    Eine VW Werkstatt, wo er wegen einer defekten Kupplung gelandet war, wollte mir deswegen einen neuen Motor verkaufen und hatte noch dreist eine falsch ausgeführte Kompressionmessung abgerechnet, die belegte der Motor sei hin.


    Also Vorsicht vor Deppen!


    Wie Fridi sagte, würde ich dir auch raten in einer sehr kompetenten Werkstatt die beiden Riemen machen zu lassen. Das ist im besten Fall eine Werkstatt, die heute noch gut T4 repariert. Also wie Marc in Duisburg oder mein Schrauber in Dortmund.

    Bei VW würde ich allenfalls in ein Nutzfahrzeugzentrum gehen und fragen, ob sie das noch können bzw wer genau dort?


    Vielleicht ist es das auch nicht, aber es wäre kein Fehler das jetzt machen zu lassen.

  • Hallo,


    mir ist nicht ganz klar, ob Du a) auch zweimal den Anlasser betätigen musst, oder ob b) alleine das zweimalige Vorglühen und einmalige Starten ausreicht.

    Falls a):

    Hast Du mal probiert, das erste Vorglühen zu "überspringen"? Also zunächst gleich bis zum Anlassen durchschalten und Anlasser 3 Sekunden laufen lassen, dann zurück auf Vorglühen und danach anlassen?

    Hintergrund meines Vorschlages:

    Vielleicht ist eine der Kraftstoffleitungen durch Aushärtung etc. minimal undicht geworden und über Nacht zieht die ESP irgendwo Luft. Die ersten Anlassumdrehungen müssen dann erstmal zum Entlüften genutzt werden.

    Falls die Rücklaufleitung bei Dir transparent ist, kann eine zweite Person schauen, ob beim ersten Anlassen Luftblasen bewegt werden.


    Ansonsten:

    Mit dem elektronischen Mengenstellwerk der ESP kenne ich mich nicht aus, aber evtl. ist da etwas schwergängig, was nach der Standzeit mehrmals betätigt werden muss? Dazu könnten vielleicht die TDI Spezis was sagen.


    Gruss

    bussibär

  • Hallo zusammen,


    danke für die Antworten. Ich habe mit meiner Hauswerkstatt gesprochen und die haben mir auch empfohlen den Zahnriemen zu wechseln... Ich muss meine Aussage revidieren die ich oben hatte... Der jetztige Zahnriemen ist er 70.000 km drauf.


    bussibär : Bei mir funktioniert Variante b). Ich glühe einfach zwei mal Vor und starte dann. Wenn ich nur einmal vorglühe orgelt er ohne zu starten.


    Das ist auch das was bei mir Unverständnis auslöst. Was passiert beim Vorglühen denn noch? Weil im Sommer "glüht" er ja gar nicht vor und dort verhält es sich eben auch so.

  • Hmm, mir fällt dazu nur das Stichwort "Wegfahrsperre" ein. Also inklusive der Antennenspule am Zündschloss, Kabelbaum und Steuergerät. Und der RFID im Zündschlüssel. Und der berüchtigte Zündanlassschalter. Das T4-Wiki ist da eine gute Hilfe.


    Gruss

    bussibär

  • Was ist denn mit den Streifensicherungen?

    Hast du die mal ausgebaut und überprüft ?


    Der ZAS wäre auch ein Kandidat !

    Gruss...Dieter 2CB T82 2011 CAYD - LZY

    VW hat mich betrogen.

    Ich bin lernfähig und meide den Konzern auf immer.

  • Da der Fehler nur bei längerer Standzeit Auftritt glaube ich nicht an den ZAS und auch nicht an die Wegfahrsperre.


    Der Förderbeginn ist ein Thema. Kann man aber einfach mal einstellen ohne gleich den teuren Riemen zu wechseln. (Ich welchsel ihn auch bei jedem vollen 100000er)

    Aber rein für die Fehlersuche würde ich erst mal einstellen.


    Was passiert wenn du länger startetest? Also rein, vorglühen und dann so richtig lange Orgeln.



    Gruß.

  • Hallo Rs!


    Plötzlich verstellen kann sich der Förderbeginn, wenn die Zentralschraube an der Kurbelwelle nicht richtig angezogen ist und das Zahnriemenrad sich verdrehen kann. Dann besteht für den Motor auch absolute Lebensgefahr, denn mit jedem "Rutschen" (bei plötzlichen Drehzahlstößen, wie anrollen, hart einkuppeln, durchdrehende Räder etc.) verschleißt die Verbindung Kurbelwelle/Schwingungsdämpfer mehr, bis sie plötzlich durchdreht. Dann ist der Motor hin, Ventilaufschlag.

    Eine weitere Möglichkeit ist ein gelängter Riemen, der übergesprungen ist, oder ein gebrochener Riemenspanner. Wenn das am kleinen Riemen ist, besteht keine Gefahr, am großen schon, siehe oben.

    Oft hat man aber dennoch durch irgendwas ein Luftproblem. Normalerweise ist in der Vorlaufleitung zur ESP deswegen ein klares Stück Schlauch verbaut. Wenn hier Luft (= kein Kraftstoff) oder Blasen zu sehen sind, ist der Fall klar. Die ESP kann aber auch hinten an der Welle undicht sein, dann saugt sie dort Luft ein, die man nicht unbedingt im Schlauch sieht. Normalerweise fällt aber dann beim Abstellen des Motors der Kraftstoff im Schlauch zurück und es bleibt eine Blase stehen oder wird immer größer.

    Es wird übrigens meistens vorgeglüht, auch im Sommer. Nur darf man da sofort starten, die gelbe Lampe wird nicht eingeschaltet beim Glühen. TDI-Glühkerzen glühen normalerweise schon nach ca. 2s.


    Gruß,

    Tiemo

  • An die Zentralschtaube hab ich nicht gedacht. (Den Fall hatte ich noch nie)


    Da gebe ich Tiemo mit allem recht. Aber für die reine Fehlersuche würde ich den Förderbegin dynamisch einstellen. Dauert 30 min. Wenn er dann läuft musst du nur noch rausfinden was passiert ist damit er sich verstellen konnte

  • wenn die Streifensicherung kaputt ist, glüht er überhaupt nicht vor.

    Weder beim ersten Mal noch beim Zweiten.


    Ich habe noch nicht gesehen, dass die mal halb durch war und so eventuell nur weniger Strom durchging.....

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 466 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :-)

  • Hallo zusammen, danke für die vielen Antworten.


    Also die Streifensicherung ist ok.


    Wenn ich ihn ganz lang orgeln lasse beim 1. Versuch passiert nichts. Er orgelt einfach. Beim 2. "vorglühen" startet er dann direkt. Das ZAS habe ich bisher noch gar nicht im Blick gehabt. Meine Werkstatt hat ab 08.01. wieder für mich Zeit. Dann werde ich den Förderbeginn einstellen lassen. Dann weiß ich auch mehr. Falls es dann behoben ist, muss ich schauen warum dies geschehen ist. Wenn sich einfach der Riemen gelängt hat, muss halt ein neuer rein. Wenn es die Zentralschraube war, wie Tiemo beschrieben hat, ist dieses Rätsel auch gelöst.


    Falls das nichts bringt werde ich das ZAS tauschen. Wobei ich auch nicht glaube, dass dies das Problem ist, da es wirklich nur bei längerer Standzeit auftritt. Ich halte euch auf dem laufenden sobald es was neues gibt.

  • ich glaube nicht an den ZAS in diesem Zusammenhang.

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 466 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :-)

  • Falls es weder der Förderbeginn, noch der ZAS ist:

    Gibt es die Möglichkeit, die Wegfahrsperre per Diagnose auszulesen? Also abfragen, ob ein unerlaubter Startversuch (nämlich der jeweils erste) erfolgte?

    Ich denke nämlich noch immer, dass die WFS wegen abgesunkener Batteriespannung und bzw. oder Kontaktproblemen eine zweite Einladung braucht.


    Ein interessanter Versuch wäre es, die Batterie 1..2 Stunden vor dem Kaltstart richtig vollzuladen und damit einen Teilaspekt der langen Standzeit auszuschliessen.

  • Hallo!


    Ob es am ZAS liegt, sieht man ja ganz einfach: Beim Weiterdrehen von der Stellung "Vorglühen" auf "Anlassen" dürfen die ganzen roten Kontrolllämpchen (Öldruck, Handbremse, Batterie) NICHT verlöschen, höchstens etwas dunkler werden. Wenn der Fehler beim ZAS liegt, gehen sie aus, und auch Motorsteuergerät und Abstellventil usw. werden nicht mehr bestromt, weswegen der Motor dann eben nicht anspringen kann und nur der Anlasser orgelt.


    Gruß,

    Tiemo

  • Moin moin,

    vielleicht hat ja das Magnetventil einen Schlag weg und braucht eine Extraeinladung.

    Bullifahrer hat Recht mit der Wegfahrsperre, tiemo mit dem ZAS. wobei ein kaputter ZAS meistens den Anlasser nicht bedient.

    Alles deutet auf Kraftstoffproblem hin, ich würd` nach dem Magnetventil an der Einspritzpumpe sehen, scheinbar hängt dieses. Vielleicht ist es auch nur ein Kabelproblem dorthin, die Steckverbindungen dafür sitzen vor dem Motorblock und können von oben Öl abbekommen und von vorne Spritzwasser, wenn ohne Wanne gefahren wurde.

    Für den Riemen würd ich erstmal Entwarnung als Ursache geben, wenn die Steuerzeiten nicht stimmen, startet er auch beim zweiten Versuch nicht auf Anhieb.

    Die Riemen sind eh ein Kapitel für sich. Habe am Anfang nach 120000 km Riemen weggeworfen, die neuwertig waren. Habe dann auf 150000 km Intervall verlängert, ohne Probleme. Der vorletzte ist mit dafür schon nach 60000 km um die Ohren geflogen, vermutlich wegen defekter Spannrolle.



  • "Alles deutet auf Kraftstoffproblem hin, ich würd` nach dem Magnetventil an der Einspritzpumpe sehen, scheinbar hängt dieses. Vielleicht ist es auch nur ein Kabelproblem dorthin, die Steckverbindungen dafür sitzen vor dem Motorblock und können von oben Öl abbekommen und von vorne Spritzwasser, wenn ohne Wanne gefahren wurde."


    Im Prinzip halte ich ein Kabelproblem für möglich.
    Ich denke aber nicht, dass es sich so regelmässig reproduzieren liesse.

    Nachsehen lohnt sicher trotzdem.


    "Habe dann auf 150000 km Intervall verlängert, ohne Probleme."

    Dazu fehlt mir der Mut.

    Ich halte das für sehr gewagt und würde es NIEMANDEM empfehlen.

    Klar, hast du auch nicht gemacht.......

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 466 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :-)

  • Die 150000 km als Zahnriemenintervall ist auch auf keinen Fall als Empfehlung gedacht. Habe meinen Bus anfangs sehr intensiv genutzt, da gab es alle Jahre einen Neuen. Somit war Verschleiß durch Alter kein Thema.

    Die Riemen selbst halte ich auch nicht für problematisch, die Rollen dagegen schon.