KI Anzeigen spinnen, Kühlwassermangelanzeige blinkt [91' 2,5L AAF]

  • Moin moin,


    und schon mein erster (von anfang an da gewesener) Fehler bei dem ich Hilfe oder zumindest Rat brauche:

    Meine Kühlwasseranzeige steht einfach auf null. Tankanzeige hat die ganze zeit geschwankt. Dachte mir typisches BJ vor 96 Problem: Kaltlötstellen. Heut Tacho ausgebaut, die scheisse (von jemand im Nachhinein) gemachten Lötstellen entfernt und selbst nachgelötet. Nachdem das Ergebnis für mich echt zufriedenstellend aussah alles wieder zusammengebaut, den schon vom vorpfuscher eingebauten 7810 drinnen gelassen und test: auf meiner 5km kurzen Teststrecke hat sich der Temperaturzeiger wieder kein stück bewegt. Nun ja, Geber wurde wenn ich mich recht entsinne vom Vorbesitzer mal gemacht. Jetzt meine Frage: Geber ersetzen oder Spannungsregler? Oder vielleicht doch eine ganz andere Baustelle? Tankanzeige schwankt nun garnicht mehr, absolut geil. Die nachgelöteten Stellen waren so scheisse gemacht dass ein kurzer nicht ausgeschlossen werden kann, aber dann wär doch der Spannungsregler ganz futsch oder? Oder ist es möglich, dass nur die Kühlwassertemp. nicht geht?


    LG Jakob

  • Hi Jakob!


    Wenn eine der Anzeigen funktioniert, kannst du davon ausgehen, dass der Konstanter heile ist. Bei einem Kurzschluss würde sich der 7810 so erhitzen, dass er das Plastik des Instruments anschmelzen würde, das könnte man leicht sehen.

    Wahrscheinlich ist der Stromkreis für die Temperaturmessung irgendwo unterbrochen. Entweder am Stecker, wo der Kontakt korrodiert sein könnte, oder am Stecker des Fühlers (G62 am kleinen Wasserflansch, siehe auch WIKI), im Fühler selbst (defekt) oder in der Masseleitung des Fühlers, selten vielleicht sogar im Instrument selbst.

    Solange das Instrument nichts anzeigt, liegen die 10V aus dem Konstanter auf der Leitung bis zur Unterbrechungsstelle. Du kannst also zB. direkt beim Fühler mit der Messung beginnen, immer gegen Masse messen:

    Der Fühler ist meist ein Kombifühler mit Schaltkontakt und hat daher mehr als 2 Leitungen. Das gelb/rote Kabel kommt vom KI, eines der beiden braunen Kabel leitet das Signal dann gegen Masse. Wenn dort nichts zu messen ist, musst du dich im Kabelbaum Richtung KI vorarbeiten. Wenn auch am KI nichts zu messen ist, dann liegt der Fehler im KI, evt. Steckverbindung Zeigerinstrument oder das Instrument selbst (Hitzdrahinstrument) ist durch.

    Meist liegt es bei so alten Fahrzeugen aber einfach an Steckverbindungen, die nach Aus- und Wiedereinstecken keinen Kontakt geben, da sie partiell korrodiert/verstaubt sind. Oft hilft da mehrmaliges, energisches Ein- und Ausstecken, wobei die Oxidschicht abgekratzt und der Kontakt wiederhergestelllt wird. Beziehe dabei auch die Stecker an der ZE mit ein, dort läuft das Signal über G2/3 und U2/9 (bedeutet Stecker U2, Kontakt 9).

    Zum Testen Kannst du auch den Stecker vom Fühler abziehen und die beiden Pole für die Temperaturmessung mit Hilfe eines 150-Ohm-Widerstands oder einer Prüflampe (meist um 100 Ohm) und Krokoklemmen überbrücken, damit sollte das Zeigerinstrument irgendwo im heißen Bereich stehen. Falls das funktioniert, ist wohl der Fühler "im Dutt".


    Gruß,

    Tiemo

  • Hi Tiemo und danke für deine ausführliche Antwort. Hab direkt am Fühler (Bild) die Ohm gemessen, kamen relativ plausible Werte raus (einmal um den Block gefahren ca 370 Ohm könnte realistisch sein). Bin Elektrotechnisch leider nicht soo affin, aber kann ich also am Stecker für die KI das Signal vom Geber messen? Wenn ja, welche zwei Pins müsste ich testen? Würde ja die Fehlersuche vereinfachen, wenn ich wüsste ob bzw dass Signal im KI ankommt...


    im vorraus danke,


    Jakob

  • Bild 2 war aber vor dem Löten ?

    leider nicht😂 die 2 pins die freiliegen halten ja nur, sprich kein kontakt nötig oder?

    Normal müssen alle 3 Kontakt Haben.

    Schau Wiki

    https://t4-wiki.de/wiki/Spannungsregler_J6

    https://t4-wiki.de/wiki/Spannungsregler_J6#Ersatztyp


    Richtig eingebaut ist er, wenn das Bech unten auf dem anderen Blech aufliegt.

    https://www.luedeke-elektronic…bilisator-5v-1a-to220.jpg

    Gruss...Dieter 2CB T82 2011 CAYD - LZY

    VW hat mich betrogen.

    Ich bin lernfähig und meide den Konzern auf immer.

  • Die drei relevanten Stellen sind verbunden, oder irr ich mich?

  • Moin, daran hats nicht gelegen :(

    Habe zwei „Geber“ einen Blauen und einen Gelben unten. Der Gelbe unten hat mit eben bei der Ohm-messung nichts ausgespuckt. Alle vier Pole miteinander versucht - kein Widerstand bzw garkeine Messung. Bei dem Blauen spuckt er mir aber ja wie gesagt werte welche sinn ergeben aus. Ist der Gelbe „geber“ für das KI von Relevanz? Funktioniert das Teil auch mit Widerstand oder muss ich da was anderes Messen?


    Gruß

    Jakob

  • Hallo Jakob,


    Die Regler "78xx" (zwei letzte Ziffern geben die geregelte Spannung an) werden auch gerne als "Dreipunkt-Regler" bezeichnet (eigentlich ist ein Dreipunktregler regelungstechnisch aber etwas ganz anderes), weil sie tatsächlich alle 3 Anschlüsse benötigen, um zu funktionieren:

    Pin 1 - Eingangsspannung ungeregelt (14V),

    Pin 2 - Masse für Ein- und Ausgangsspannung (Bezugspunkt),

    Pin 3 - Ausgangsspannung geregelt (10V +/-5% Toleranz).

    Pin 2 ist auch mit der Blechfahne verbunden, von daher könnte der Regler auch Masse über das Blech beziehen, falls es angeschlossen ist. Warum die Tankanzeige trotz des nicht verlöteten Pin 1 funktioniert, ist so nicht erklärlich. Mit einer Messung wie von mir vorgeschlagen hättest du aber gemerkt, dass keine 10V vorhanden sind. Vielleicht ist da auch noch irgendwo ein Kurzschluss von den gewollt 10V auf die von der Batterie kommenden 14V. In dem Fall zeigt die Tankanzeige dann aber immer ziemlich viel an.


    Die Geber können unterschiedliche Farben haben, sind leider nicht genormt. Die Kabelfarben dagegen sind immer gleich, daher schrieb ich schon, dass der richtige Geber der mit einem gelb/roten Kabel ist. Das zweite Kabel sollte braun sein. Schau dir das Diagramm zu "Geber 62" im Wiki an. Das Kabel hat auch am Stecker des KI und an der ZE die gleiche Farbe, daher einfach zu finden. Der Geber ist auf jeden Fall ein veränderliches Widerstandselement, daher wird es wohl der gelbe sein, bei dem du einen Widerstand messen konntest.


    Der Stromkreis funktioniert so, dass von Zündung Plus Spannung an den Konstanter (Pin 1) kommt, die dort auf 10V reguliert wird (Pin 3). An dieser Spannung sind dann beide Instrumente, für Temperatur und Tank, angeschlossen. An deren jeweils zweiten Anschluss kommt der Strom (respektive die Spannung) dann wieder raus und fließt zu Tankgeber und Temperaturgeber. Die Instrumente reagieren auf die Stromstärke, und diese wird bestimmt durch den Innenwiderstand der Geber, der sich mit Temperatur bzw. Tankinhalt ändert. Am anderen Anschluss der Geber kommt der Strom dann auch wieder raus und fließt über braune Kabel gegen Masse ab.

    Das bedeutet, wenn du direkt am Geber die Spannung misst, sind das die 10V aus dem Konstanter, aber minus dem Spannungsabfall am Instrument, also weniger, und zwar um so weniger, je heißer der Motor bzw. je voller der Tank ist. In der Praxis werden das so 5V sein, wenn die Anzeige funktioniert. Weniger, wenn irgendwo vor dem Geber eine Kontaktschwierigkeit ist. Und mehr, wenn das Problem im Massekabel liegt, dann liegen möglicherweise die vollen 10V an beiden Geberanlüssen an, weil der Strom nicht abfließen kann.


    Gruß,

    Tiemo

  • Hey Tiemo,


    nochmal: die anderen Stellen sind nur zur Stabilisierung des Steckers für den Spannungsregler. Wie hier nochmal gezeigt sind nur 3 der 6 Pins von Relevanz. Auf der anderen Seite ist auch nichts ausser dem Stecker. Problem muss wo anders liegen. Bin jetzt ein Frustbierchen trinken, melde mich morgen früh nochmal mit ggfs neuen Erkenntnissen. Am Stecker zum KI kann ich leider die Farben nicht nachvollziehen, die Kabel bündeln sich bevor es in den Stecker geht. Wenn du Zeit hast wär es cool wenn du deine Messmethode nochmal für „Dummies“ erklären könntest :)


    Mit freundlichen Grüßen

    Jakob

  • Hi Jakob!


    Ahso, du hast einen gesteckten Konstanter!

    Aber wie schon ganz oben geschrieben, wenn die Tankanzeige geht, wird es sowieso nicht am Konstanter liegen.

    Ich habe jetzt noch mal unter https://t4-wiki.de/wiki/Spannungsregler_J6 geschaut: Falls Original ein TCA700Y verbaut war, dann muss man einen LM2940-10 oder 7810 mit der Kühlfahne vom Blech weg einstecken. Damit man die Kühlfahne dennoch mechanisch spannungsfrei am Blech verschrauben kann, benötigt man eine passende Zwischenlage, zB. eine dazwischen gelegte Standard-6-Kant-Mutter M4. Man braucht natürlich eine etwas längere Schraube, um den Abstand wieder auszugleichen.

    Dein falsch herum eingebauter Konstanter wird auch irgendwie leiten, aber vermutlich eine zu geringe Spannung liefern, da er rückwärts nicht richtig regelt.


    Bei mir bündeln sich die Kabel auch vor dem Stecker, behalten aber dennoch ihre Farbe bei.

    Aber die Steckerbelegung ist ja auch im WIKI unter https://t4-wiki.de/wiki/Kombiinstrument#T4_bis_12.2F1995 angegeben, dort ist ersichtlich, dass es Kontakt 23 ist.

    Dort sollten bei abgezogenem Fühler und eingeschalteter Zündung 10V auftauchen.

    Ebenso an den o.g. Kontakten der ZE (Zentralelektrik, G2/3 und U2/9) und ebenso am gelb/roten Kabel des Fühlers selbst. Immer gegen Fahrzeugmasse gemessen. Ab der Unterbrechungsstelle ist die Spannung dann weg.


    Gruß,

    Tiemo

  • Du meinst er müsste ihn so anschließen wie bei dem Thema "Ersatztyp" im Wiki ?

    https://t4-wiki.de/w/images/El…r_Ersatztyp_eingebaut.jpg

    Gruss...Dieter 2CB T82 2011 CAYD - LZY

    VW hat mich betrogen.

    Ich bin lernfähig und meide den Konzern auf immer.

  • Entweder so, mit durchtrennten Leiterbahnen und dann gekreuzten Kabeln, einfacher und eleganter finde ich die andere Lösung, ihn ohne Änderung der Leiterplatte "mit dem Gesicht nach unten" einzubauen, dann stimmt schon mal die Pinbelegung, und dann die Kühlfahne, die sich nun einige mm vom Kühlblech entfernt befindet, per M4-Mutter als Abstandshalter zu befestigen. Die Wärmeableitung über die Mutter ist ausreichend. In der Praxis immer zuerst festschrauben, dann löten wegen mechanischer Spannungen, bei gesteckten Teilen ist die Reihenfolge ja vorgegeben und sie können sich im Stecker ja noch bewegen.


    Gruß,

    Tiemo

  • Entweder so, mit durchtrennten Leiterbahnen und dann gekreuzten Kabeln, einfacher und eleganter finde ich die andere Lösung, ihn ohne Änderung der Leiterplatte "mit dem Gesicht nach unten" einzubauen, dann stimmt schon mal die Pinbelegung, und dann die Kühlfahne, die sich nun einige mm vom Kühlblech entfernt befindet, per M4-Mutter als Abstandshalter zu befestigen. Die Wärmeableitung über die Mutter ist ausreichend. In der Praxis immer zuerst festschrauben, dann löten wegen mechanischer Spannungen, bei gesteckten Teilen ist die Reihenfolge ja vorgegeben und sie können sich im Stecker ja noch bewegen.


    Gruß,

    Tiemo

    Servus Tiemo,


    so oder?
    Mach mich gleich wieder an den Kühlmittelspaß, werde berichten :)


    Gruß

    Jakob

  • Abgezogener Fühler = ich trenne den Gelben und den Blauen „geber“ vom Stecker oder? Sorry für die dämliche Frage ;)

  • Ja, genau!


    Der gelbe wird es sein, falls dort ein Kabel gelb/rot ist. Dort hast du ja auch schon den Widerstand gemessen.

    Das blaue ist ein Schalter, da gibt es keinen Widerstand, der kann auch aufgesteckt bleiben.


    Der Konstanter ist jetzt richtig herum. Merkt man da schon was an der Tankanzeige?


    Gruß,

    Tiemo

  • Kam leider gestern zu nichts, Tacho eben mal wieder eingebaut, Tanknadel steigt sehr Langsam... Der Gelbe hat ein Gelb/Rotes Kabel, dort hab ich aber keinen Widerstand messen können. Nur am Blauen. Komisch