Temperaturprobleme 98er ACV - Verstellung Kühlerlamellen

  • Moin Nespuk,

    bin auch vor einer Woche aus Schweden zurück gekommen. Super Wetter! Die Lamellen an den Ventilatoren hatte ich ja vor der Fahrt auf AUF gestellt und den Versteller entfernt. In Schweden war´s schön warm, aber ich hatte null Temperaturprobleme. Zwei mal ging nach dem Abstellen des Motors die Lüftung an, war aber nach 30 Sek. wieder aus. Ich denke, das Temperaturproblem hake ich als erledigt ab.

    Vielen Dank an Alle und stets eine angenehme Fahrt!!!

  • Moin,

    ich greife das Thema nochmal auf mit einer eigenen/anderen Problematik, die aber ggf. mit dem Lamellenverstellmechanismus zusammenhängt?


    Momentan wird mein Innenraum nicht so richtig warm, im Fehlerspeicher der Wasserstandheizung gab es die Fehlercodes, die auf einen Defekt der Umwälzpumpe schließen lassen (01415 - Umwälzpumpe (V55) Unterbrechung).

    Habe dabei dann noch festgestellt, dass das Relais 403 auch defekt war, also auch das mit getauscht.

    Hatte irgendwo gelesen, dass bei niedrigeren Drehzahlen die Wasserpumpe keinen ausreichenden Volumenstrom bis zum vorderen Wärmetauscher erzeugen kann und daher die Umwälzpumpe von der Climatronic angesteuert wird, wenn man die Heizung aufdreht, um das zu kompensieren.

    Nach dem Tausch der beiden o.g. Teile hat sich die Situation leider nur bedingt verbessert: es gibt jetzt zwar warme Luft aus den Ausströmern auch im Leerlauf, aber so richtig warm wird's nur bedingt, auch wenn man die Heizung auf high stellt.

    Also weiter recherchiert und festgestellt, dass (relativ oft) von Luft im Kühlkreislauf bzw. im Wärmetauscher gesprochen wird im Zusammenhang mit nicht hinreichend funktionierender Heizung.

    Und da ich letzten Sommer den Luftverteilerkasten gefixt hatte (neuer Schaumstoff für die Klappen), hatte ich die Schläuche an dem Wärmetauscher weg.

    Klingt plausibel, dachte ich mir.

    Muss Luft im Wärmetauscher haben, also heute eine halbe Stunde Autobahn im 4. Gang mit über 3.000 U/min investiert, um das Kühlsystem zu entlüften.


    Danach mal den Ausgleichsbehälter kontrolliert, um nach einem Absenken des Füllstands zu schauen, was die These der Luft im System gestützt hätte. War nicht der Fall, aber ich wunderte mich, dass auch nach dieser längeren Fahrt (in Summe ca. 50 min unterwegs) der Ausgleichsbehälter etwas mehr als lauwarm war.

    Es scheint, als würde der Kühlkreislauf "zu gut" arbeiten im Sinne der Kühlung.


    Das Thermostat wurde vor 60 tkm gewechselt.

    Als ich mir die beiden Bimetall-Versteller angeschaut habe, dachte ich schnell, die Ursache gefunden zu haben: die Stellung war trotz abgekühltem Motor noch offen. Also schnell ausgebaut, abkühlen lassen -> sie schließen, also funktionieren sie grundsätzlich.

    Der Lamellenmechanismus ist sehr leichtgängig, kann man locker mit 1 Finger zwischen den beiden Positionen bewegen.

    Habe dann die Versteller in einen Kochtopf mit Wasser gelegt und erhitzt: laut meinem (nicht geeichten) Thermometer und der Fingerprobe öffnen sie bereits bei ca. 32 Grad, das ist doch zu früh.

    Bei ca. 40 Grad waren sie beide komplett offen.

    in der T4-Wiki steht was von 50 Grad öffnen, bei 70 Grad komplett offen.

    Damit dachte ich die Ursache gefunden zu haben und wollte die Teile erneuern - man bekommt sie nur leider nicht neu.

    Und dann bin ich auf der Suche nach den Teilen auf diesen Thread gestoßen, allerdings war mir nicht klar, dass dieser Lamellenverstellmechanismus so zweitrangig ist.

    Klar, erst nach Öffnen vom Thermostat (ab 87 Grad) fließt Kühlmittel durch den Kühler und erst dann haben die Lamellen in unterschiedlicher Stellung unterschiedliche Einflüsse auf die Kühlwirkung.

    Muss ich mich doch noch intensiver mit der Entlüftungsthematik beschäftigen?

    Bin sehr gespannt auf Eure Meinung, ich habe nämlich gerade keine einleuchtende Idee...

  • Ich würde nicht auf die Lamellen tippen, gerade da ja der Kühler (wenn der Thermostat korrekt funktioniert) eben erst bei höheren Temperaturen durchströmt wird.
    Möglich wäre Luft im System, ein Problem mit der Ansteuerung/Betätigung der Klappe(n) für die Warmluft. Was sagt den die Kühlwassertemperaturanzeige? Bleibt die auch unten oder geht die normal hoch?
    Im Normfall heizt ja die Wasserstandheizung als Zuheizer mit, evtl. funktioniert der wegen des Fehlereintrags auch nicht. Dann würde die Kühlwassertemperatur niedrig bleiben.

  • Danke Tony für deine Antwort. Die Anzeige geht auf 90 Grad und das nach ca. 10 min.

    Ich könnte noch den tatsächlichen Wert in vcds auslesen während der Fahrt…die Anzeige ist wohl nicht so wirklich genau.

    Klappen sollten funktionieren, es kommt ja warme Luft aus den Ausströmern, nur nicht so stark wie früher.

    Beim Umschalten von warm auf kalt (oder umgekehrt) hört man die Klappen auch. Die Wasserstandheizung funktioniert auch.

    Fehler im Speicher sind gelöscht worden und tauchen seither nicht mehr auf.

    Und je mehr ich darüber nachdenke, desto unwahrscheinlicher halte ich die Versteller für ursächlich, das Bimetall funktioniert in der Regel oder nicht.

    Bleibt wohl noch Luft im System?

    Aber ich habe schon mehrfach den Kühlkreislauf geöffnet und noch nie so ein Thema gehabt…wobei ich den Wärmetauscher erst letztes Jahr aus- und wieder eingebaut hatte.

    Außerdem hätte ich auch mal die Schläuche zum Kühler anfassen können, um zu schauen, ob nur der Ausgleichsbehälter lauwarm ist…fällt mir aber natürlich erst jetzt ein🤨

    Und ich weiß gerade gar nicht, wie warm der 2. Wärmetauscher im Innenraum wird, den hatte ich ausgeschaltet. Sollte hier deutlich wärmere Luft ausströmen, wäre es ein klarer Hinweis Richtung Luft im vorderen Wärmetauscher, oder?

  • Ja, das wäre ein deutliches Anzeichn für Luft im Heizungskreislauf.
    Die Temperaturanzeige im Kombiinstrument 'lügt' zwar etwas, allerdings eher nach unten. So wie Du es beschreibst, sollte eigentlich genug Wärme im Kühlsystem sein, sie kommt halt nur nicht bei Dir an :)

  • Hallo ihr beiden,

    Ich habe mich nach dem Lesen des T4-Wiki Artikels zur Entlüftung des Kühlkreislaufs gegen die Entlüftungsschraube (kann leicht abreißen, musste dann ersetzen, etc. ) und stattdessen für die Variante Fahren mit Drehzahl für einigermaßen hohe Zirkulation des Kühlmittels entschieden.

    War u.a. ein Tipp eines befreundeten T4 Fahrers.

    Hatte nur eigentlich erwartet, mit über 30 min Fahrt bei konstant über 3.000 U/min eventuelle Luftblasen beseitigt zu bekommen.

    Hatte wie in der Wiki beschrieben die Heizung für den Innenraum ausgeschaltet und vorne auf high gestellt.

    Vor- und Rücklauf sind auch richtig angeschlossen, das habe ich gerade anhand von dem Foto in der Wiki kontrolliert.

    Eine Frage hierzu: warum ist die Entlüftungsschraube im Vorlauf, wenn an bedenkt, dass der WT die höchste Position im Fahrzeug ist?

    Dort kann ich doch nur Luftblasen in der Leitung davor entlüften, oder?

    Für eine Entlüftung des WT eignet sich die Schraube nicht, dazu müsste sie im Rücklauf sein.

  • Vielleicht weil man davon ausgegangen ist, dass im Normfall die Luft aus Richtung Motor kommt, weil da ja die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass am Kühlsystem gearbeitet wird. Wenn man dabei das Heizungsventil zumacht, kann man verhindern, dass Luft in den Wärmetauscher eindringt und man kann an der, dann höchsten, Stelle entlüften. Nach dem Tausch des Wärmetauscher wird es wahrscheinlich ein spezielles (Druck-?)Entlüftungsverfahren geben, das die VW Werkstatt mit einem VAG Kühlerentlüftungsgerät durchführen kann.

  • Ich habe tatsächlich etwas von einem Gerät in Werkstätten gelesen, mit Unterdruck betrieben, aber ich bin in der Regel sehr Werkstattfaul😉

    Wobei…frieren ist bei den aktuellen Temperaturen auch nicht so der Hit. 🤷‍♂️

    Ich werde mal am Sonntag die lange Fahrt machen und dann mal weitersehen.

  • Und funktioniert doch bei einigen nicht und am Ende reißt man sie auch noch ab, deshalb habe ich mich dagegen entschieden, vlt überdenke ich das aber nochmal.

    Aber wenn ich Luft im WT haben sollte, nützt mir die Entlüftungsschraube im Vorlauf nichts, oder verstehe ich da etwa falsch?

  • Eine unzureichende Heizleistung kann, wenn der Thermostat funktioniert, der Kreislauf entlüftet ist, die Wasserzirkulation aktiv ist und der Heizkörper im Innenraum effizient ist, auf die Zerstörung des Isoliermaterials (Effekt: Schaumstoff tritt aus den Lüftungsdüsen aus) an der Luftmischungs-Regelwand im Inneren der Innenraumheizung zurückgeführt werden. Höchstwahrscheinlich müssen das Armaturenbrett und die Heizungsanlage ausgebaut und neues Isoliermaterial auf die Mischklappe aufgebracht werden.


    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

  • Eine unzureichende Heizleistung kann, wenn der Thermostat funktioniert, der Kreislauf entlüftet ist, die Wasserzirkulation aktiv ist und der Heizkörper im Innenraum effizient ist, auf die Zerstörung des Isoliermaterials (Effekt: Schaumstoff tritt aus den Lüftungsdüsen aus) an der Luftmischungs-Regelwand im Inneren der Innenraumheizung zurückgeführt werden. Höchstwahrscheinlich müssen das Armaturenbrett und die Heizungsanlage ausgebaut und neues Isoliermaterial auf die Mischklappe aufgebracht werden.


    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

    Für Gebläsekasten Lüfterklappen Reperatur ist die T4 Busbude das richtige, Jo Pechti ist der beste für diese Reperatur.

    Ich war dort und habe den Gebläsekasten, gleich mit neuem Wärmetauscher Instant setzen lassen, schön warm wieder alles vorne

    Grüße Horst


    T4 Busbude

    T4 Multivan TDI 2,5er 111KW ,,,,mein VW Bus hat sogar einen Blinker,,,,

  • Mach doch die beiden Schläuche an der Spritzwand ab, dann an den Zulauf einen Schlauch drauf den du hoch hälst und dann Kühlmittel rein bis es zum anderen Anschluss raus kommt...evtl Trichter benutzen um Sauerrei zu vermeiden....

    So sparst du dir das Risiko mit der Entlüfterschraube...

  • ich hab die Entlüftungsschraube nach über 25 Jahren und mehr als 700000 km ganz leicht geöffnet bekommen.

    Allerdings habe ich auch einen passenden riesigen Kreuzschlitzschraubenzieher genutzt, so dass sich die Kraft schön gleichmässig auf die Schraube verteilt.


    Und nicht zu fest wieder anziehen. Zu reicht.

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 655 000 Verbrauch zur Zeit: 7,6 l / 100 km :) insgesamt 1 103 000 km auf T4 8)

  • Hallo, ich war jetzt deutlich länger abwesend als geplant. Habe mir gestern die Schraube angeschaut und sie ließ sich mit einem großen Kreutschlitzschraubendreher absolut problemlos herausdrehen. Ich war vorher unterwegs, dass Kühlwasser war warm und deshalb habe ich zuerst den Deckel vom Ausgleichsbehälter geöffnet, bevor ich die Schraube entfernt habe.

    Dabei sackte dass Kühlwasser in dem Schlauch ab (auf das Niveau vom Ausgleichsbehälter).

    Also war da jetzt erstmal eine größere Menge Luft im Schlauch, wenn ich die Schraube hineingedreht hätte.

    Habe aber die Zündung eingeschaltet, wodurch die Umwälzpumpe ansprang und sofort kam Kühlwasser aus der Bohrung. Schraube drauf und angezogen. Fertig.

    Klar ist dann noch immer etwas Luft im Bereich über der Bohrung gewesen, denn das ist nicht der höchste Punkt, aber: seither funktioniert die Heizung deutlich besser.

    Man muss nur schnell sein mit der Schraube, sonst hat man eine Sauerei im Motorraum. 😉

    Ich glaube, man muss sie gar nicht komplett herausdrehen, sondern nur soweit, dass Luft entweicht und wenn Kühlwasser austritt, zudrehen.