Posts by tiemo

    Hallo Felix!


    Normalerweise versucht der Regler in der LIMA, die Spannung auf 14V zu regeln.

    Nun hat aber der AAB-Diesel eine Vorglühanlage mit Nachglühfunktion. Das heißt, nach dem erfolgreichen Motorstart bleiben die Glühkerzen noch für 3 Minuten an und verbrauchen dabei so viel Strom, wie eine 90A-LIMA im Leerlauf gerade erzeugen kann. Es kann also in den 3 Minuten nach dem Start nicht die Batterie und auch nicht die Versorgungsbatterien geladen werden, weil die Spannung dafür nicht hoch genug steigt. Das ist normal.

    Nach den 3 Minuten hört man es klicken und kann merken, wie die Lampen alle etwas heller werden, die Heizung schneller läuft, der Motor sogar auch etwas höher im Standgas dreht, weil diese Last dann abgeschaltet wird.

    Nun wird bei einem "gesunden" System die Bordspannung langsam auf die 14V steigen, es sei denn, man hat weiterhin große Verbraucher in Betrieb.

    Was bei dir jetzt nicht normal ist, ist der Spannungsunterschied von 0.9V zwischen Starter- und Versorgungsbatterien.

    Da muss irgendwo ein Spannungsabfall sein.


    Das kann am Relais sein, zwischen den beiden roten dicken Kabeln, also Plus Starterbatterie und Plus Versorgungsbatterien, nicht gegen Masse!

    Da kannst du einfach mal mit einem Multimeter im Spannungsbereich messen, Polarität ist egal, im Zweifel wird einfach ein entsprechender negativer Wert angezeigt. Falls es dort ist, musst du noch untersuchen, ob im Relais selbst oder an evt. korrodierten Steckern oder Kabelverpressungen.


    Es kann aber auch am Masseanschluss sein, dazu müsstest du mit dem Multimeter zwischen den Batterieminuspolen von Versorgungsbatterien und Starterbatterie messen, evt. mit Hilfskabel als Verlängerung. Direkt am Pol, also auch nicht an den Klemmen, sondern an dem Blei-"Knubbel", der oben rausguckt.

    Wenn dort die 0.9V (oder ein Teil davon) auftauchen, muss die Massestrecke genauer untersucht werden: Korrodierte Batteriepole, durchgeschmurgelter Shunt-Widerstand (neben dem Trennrelais am Radkasten verschraubt) oder rostige Verschraubung desselben, wo das Massekabel der Versorgungsbatterien mit dem Chassis verschraubt ist (Bilder im WIKI).


    Gruß,

    Tiemo

    Kann das beim T4 auch passieren?

    ....das mit dem Zündanlassschalter?

    Hallo Christian!


    Beim T4 kann das auch passieren. Der Strom für die Scheinwerfer läuft direkt über den X-Kontakt des ZAS (Zündanlassschalter). Das Entlastungsrelais ist nur für weitere Funktionen, die beim Starten kurz rausgeschaltet werden. Auch der Lichtschalter und derAbblendhebel sind gefährdet, da hier überall der volle Strom drüber läuft.

    Auch die Kabel zu den Glühlampen sind nicht üppig bemessen. Es fließen bei den Standard-Birnen ca. 5A pro Glühfaden, also in der Masseleitung auch mal 10A, wenn es so geschaltet ist, dass das Abblendlicht zusätzlich zum Fernlicht an bleibt. Mit den 100W-Lampen verdoppelt man die Belastung nochmals, und das läuft alles über den "gakeligen" 1mm-Draht.

    Wenn man eine höhere Leistung bei den Scheinwerfern anstrebt, sollte man gleichzeitig eine Lösung à la "H4-Booster" einbauen.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Jakob!


    Mitte Instrument steht normalerweise für ca. 90°C. In vielen KIs sind die Skalen auch entsprechend beschriftet (siehe auch WIKI). Normal ist, dass bei geringer Last der Motor etwas kühler ist, bei hoher etwas heißer.

    Die Ventilatoren springen normalerweise bei ca. 85°C an und gehen bei ca. 70°C wieder aus. Ab 90°C gibt es noch die zweite Stufe.

    Mit 75°C wäre ich zufrieden. Du musst halt mal schauen, ob damit im Winter die Heizung warm genug wird, sonst halt eben doch einen "heißeren" Thermostaten einsetzen.

    Was auch eine Rolle spielt, sind die verstellbaren Lamellen, sie sollten beweglich sein (Außenring muss sich etwas verschieben lassen) und je nach Temperatur mehr oder weniger weit offen sein, im Winter auch ganz zu. Zwischen den Lüftern sitzt der Thermoaktuator dafür, er rostet gerne mal fest, und unter den Außenringen der Lamellenhalter sammelt sich gerneDreck, der die Bewegung behindert.


    Gruß,

    Tiemo

    Hi Fabrizio!


    What happens with the red indikators in the dashboard, if you turn the key from "off" to "on" without starting? Do they light up as they should?

    What happens, if you release the key after starting the engine, when the engine turns off again? Any red lights?

    If not, check the ignition switch "Kl. 15" (black wire) and see the pictures and diagrams in our T4-Wiki under https://t4-wiki.de/wiki/Schalter_D_(Z%C3%BCndanlassschalter). "Kl. 15" must have 12V except in "off" position.


    It would be extremly helpful, if you´d tell us the type of engine of your T4.


    Good luck!

    Tiemo

    Klar kann man die Pumpe selbst überholen.

    Es ist kein Hexenwerk, aufgrund der Vielzahl von Einzelteilen muss man aber sehr planvoll vorgehen, sonst bekommt man sei hinterher nicht mehr zusammen oder sie funktioniert nicht.

    Außerdem muss man recht sauber arbeiten, sonst hat man hinterher auch wieder Ärger mit irgendwelchen Krümeln, die die Funktion beeinträchtigen.

    Am besten hat man also einen großen "Operationstisch" mit einem frischen "OP-Tuch" aus nicht fusselndem Material und die nötige Ruhe.

    Eine Explosionszeichnung hat sicher Bosch.

    Es kann auch gut sein, dass es von VW einen RLF (Reparaturleitfaden) für die Einspritzung deines Motors gibt. Falls ja, kann man diese über ERWIN kaufen und drucken.

    Im Netz gibt es eine gute Anleitung von Uwe Reimann, wie man die Pumpe zerlegt, instandsetzt und wieder zusammenbaut, in mehreren Beiträgen. Einfach mal googlen.

    Den Dichtungssatz, der auch die beschriebenen Gummiteile aus dem Innern enthält, bekommt man zu kaufen, zB. bei Dieselsend. Auch die Lagerbuchsen und die Gashebelwelle bekommt man. Und Bosch dürfte auch noch viele Ersatzteile haben, falls das nötig sein sollte.

    Edit: Auch im WIKI findet sich was zum Thema: https://www.t4-wiki.de/wiki/Ei…SP_reinigen_und_abdichten


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Martin!


    Es gibt in der Pumpe Gummielemente zwischen der Hubscheibe und der Flügelzellenpumpe. Vielleicht hat sich da was zerlegt.

    Die Teile können natürlich das Regelwerk blockieren, damit macht der Motor, was er grade Lust hat.


    Problematik bei einer gebrauchten Pumpe: Diese ist in den meisten Fällen ebenfalls überholungsbedürftig, selbst wenn sie vor dem Ausbau noch einwandfrei lief. Grund ist falsche Lagerung mit altem Kraftstoff darin. "Dank" Bioanteil zersetzt sich dieser und lässt ebenfalls die Mechanik klemmen, oft schon in der Flügelzellenpumpe, sodass kein Kraftstoff aus dem Tank gesaugt wird.

    Hab da schon so manchen Streit mitbekommen zwischen Verkäufern und Käufern, weil der Verkäufer nicht versteht, wieso seine "gute" Pumpe beim Käufer plötzlich nicht mehr funktioniert und daher Montagefehler vermutet, während die Käufer dann oft bösen Willen vermuten, dass man ihnen eine defekte Pumpe verkauft hat.


    Es kann natürlich auch gut gehen.


    Ideal wäre, wenn man die Pumpe im Spenderfahrzeug noch arbeiten sieht und sie dann ausbaut. Nur, wer bietet von einem funktionierenden Motor die Pumpe an?


    Eine Überholung der gebrauchten Pumpe ist unter Umständen bei Bosch möglich und könnte sich lohnen, wenn der Schaden nicht zu groß ist. Danach hast du eine frisch abgedichtete, überholte Pumpe, die erst mal wieder 10...20 Jahre ihren Dienst tut.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Roadrunner!


    Das ist normal, denn Ladegeräte, die für Gelbatterien ausgelegt sind, treiben die Spannung nicht so stark nach oben. Andernfalls würde der Akku an der Steckdose langsam ausgasen und langsam unbrauchbar werden (man kann da ja leider kein Wasser nachfüllen). Die LIMA nimmt darauf keine Rücksicht, sie muss die Starterbatterie möglichst schnell wieder "fit" für den nächsten Kaltstart machen. Da der Motor aber normalerweise nicht tagelang in Betrieb ist, wird das toleriert.

    Gut ist das natürlich nicht für den Gel-Akku. Er soll nicht mit Spannungen höher als 13.6V beaufschlagt werden, so steht das meistens auch im Datenblatt. Wenn man es perfekt haben möchte, muss man anstelle des Trennrelais einen "Ladebooster" mit auf Gel-Batterien abgestimmter Ladekennlinie verbauen. Die gibt es aber noch nicht so lange wie den T4, daher haben unsere alten Kisten sowas noch nicht serienmäßig...


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Jack,


    mit einem Analog-Multimeter hast du eigentlich sogar bessere Chancen, einen kurzen Spannungseinbruch zu erfassen als mit einem digitalen, denn ersteres misst kontinuierlich.

    Ich denke aber, wegen zwischengeschalteter Spannungsregler und deren Puffer- und Glättungskapazitäten wird ein derart kurzer Einbruch, den nicht einmal ein Messgerät registriert, nicht zum Reset von Komponenten führen.

    Da das KI über Klemme 30 (Dauerplus) gespeist wird, sollte auch der ZAS (Zündanlassschalter) hier keine Rolle spielen. Es wird wohl eher an einer fehlerhaften / korrodierten Masseleitung der Batterie oder korrodierten / losen Polklemmen liegen oder an der Batterie selbst.

    Dass das Radio wieder aus geht, könnte schon eher am ZAS liegen, das wird ja über Klemme SU (Schlüssel steckt) gespeist. Würde aber auch auf fehlende Masse reagieren, je nach Typ vielleicht auch dauerhaft aus bleiben, wenn es eine elektronische Einschaltung hat.

    Ich würde mal an der Masseleitung und an der Plusleitung der Batterie den Spannungsabfall messen, während es zum Phänomen kommt, und zwar direkt zwischen dem Pol der Batterie (nicht Klemme!) und einem der betroffenen Stromkreise. Wenn da was mit mehr als 1V rauskommt, ist die Verbindung faul.

    Zum Download von Original-Anleitungen über ERWIN ist im LT-Wiki eine exakte Beschreibung unter http://www.lt-forum.de/dokuwik…bei_volkswagen_downloaden .


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Christian,


    bei Billigwasserpumpen mit Kunststoff-Flügelrad kommt es vor, dass die Nabe des Flügelrades auf der Welle durchrutscht, dann fördert die Pumpe kaum noch, was man von außen aber nicht erkennen kann.


    Gruß,
    Tiemo

    Hi!


    Ja, auf jeden Fall liefert der LM2940 zu viel Spannung! Diese liegt normalerweise bei +/-5% der Spannungsangabe, also bei 10V von 9.5V bis 10.5V. Dies betrifft aber nur Unterschiede zwischen verschiedenen Exemplaren, die Ausregelgenauigkeit ist wesentlich besser, das heißt, die einmal gemessene Spannung wird ziemlich genau beibehalten.


    Der LM2940 ist also entweder defekt oder verkehrt herum eingebaut. Hast du beide Einbaulagen ausprobiert?


    Der 7810 scheint innerhalb seiner technischen Grenzen zu funktionieren. Sein veraltetes Design erfordert mehr "Spannungsmarge" zum Ausregeln, daher bricht seine Spannung ein, sobald die Bordspannung wegen fehlendem Generator und/oder Verbrauchern zu sehr absinkt.

    Allerdings wird man den Betriebszustand mit vielen Verbrauchern bei abgestelltem Motor selten haben, sodass man die dann zu niedrige Konstanterspannung in der Praxis tolerieren kann.


    Nun kannst du entweder den 7810 weiter verwenden oder dir einen neuen LM2940 einbauen.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Jakob!


    Um zu wissen, ob der Konstanter richtig arbeitet, musst du die Spannung am Temperatursensor (Soll: 10V am abgezogenen Stecker) messen, die am Wassermangelsensor bringt dich da nicht weiter.

    Ich kenne es auch so, dass bei Unterspannung und als Lampentest für einige Sekunden, direkt nach EInschalten der Zündung die Lampe blinkt. Unterspannung heißt nicht, dass die Batterie runter sein muss, es kann auch mangelnder Kontakt der Versorgungsspannungsanschlüsse für Plus und/oder Minus am KI sein. Beim Einschalten größerer Verbraucher kann die Spannung dann am KI so weit einbrechen, dass die Anzeige anfängt zu blinken.


    Gruß,

    Tiemo

    Na, am Kühlwasserbehälter stimmt es doch dann. Da ist die 3V Wechselspannung. Also scheint die Verdrahtung bis dort auch ok zu sein, der Fehler muss auf der Ausgangsseite der Auswerteschaltung liegen oder der Geber im Behälter ist verdreckt (isolierende Ölschicht) oder die Masse hat eine Unterbrechung.


    Tja, mit mehreren Fehlern auf einmal ist es immer eine spannende Geschichte...


    Gruß,

    Tiemo

    Hi,


    der LM2940 ist eigentlich die erste Wahl, da der 7810 theoretisch die 10V erst ab 12V Bordspannung bereitstellen kann, weil er eine ziemlich hohe "Drop-Out-Spannung" hat, die zum Regeln nötige Mindestspannungsdifferenz zwischen Ein- und Ausgang.

    Insbesondere bei den Dieseln mit Nachglühen ist das in den ersten 3 Minuten oft nicht gegeben und die Instrumente zeigen dann zu wenig an.

    Soweit die Theorie, in der Praxis liefert der 7810 eine brauchbare Spannung und man merkt meist nichts davon, außerdem hast du ja einen Benziner.


    Gruß,

    Tiemo

    Bei funktionierender Temperaturanzeige kann man die Spannung des Konstanters einfach messen, indem man am Temperaturfühler den Stecker abzieht und zwischen seinen Kontakten (Kabelfarben braun und gelb/rot) die Spannung misst. Da nun kein Strom mehr fließt, kommt die volle Konstanterspannung hier an. Sie muss 10V +/-0.5V betragen.


    Gruß,

    Tiemo