Beiträge von tiemo

    Moin Peterpan!


    Professionelle Wegfahrsperren für den Diesel unterbrechen klassischerweise die Versorgung für das elektrische Abstellventil (ELAB).

    Das ELAB sitzt oben auf dem HD-Teil (wo die Einspritzleitungen rauskommen) der Einspritzpumpe (ESP). Siehe auch Bildchen im WIKI, das runde Teil mit 6-Kant oben in dem rostigen Klotz:

    https://www.t4-wiki.de/w/image…essuhr_eingesetzt_AXG.jpg[Blockierte Grafik: https://www.t4-wiki.de/w/images/Motor_ESP_Messuhr_eingesetzt_AXG.jpg]


    Dieses Ventil zieht ca. 2A, es reicht also ein Schalter ohne Relais. Allerdings sind viele Autodiebe darauf vorbereitet und legen ein eigenes Kabel von Batterie-Plus direkt ans ELAB. Das muss man unterbinden, und das Überbrücken des Schalters muss man unterbinden. Die Profis schrauben dazu einen schlecht zugänglichen Block so an die ESP, dass man da nicht mehr rankommt. Außerdem bauen sie eine Elektronik direkt in den geschützten Bereich hinter dem Block, der verhindert, dass das ELAB schaltet, wenn man einfach an die Zuleitung Spannung anlegt. Diese muss dann eine spezielle Startsequenz haben, die vom verborgenen Schaltgerät stammt.

    Ok, so weit muss man jetzt nicht gehen, viele schließen den T4 ja einfach kurz, und wenn er dann nicht angeht, dauert es denen zu lange und sie ziehen weiter (unter Zurücklassung minderer oder größerer Schäden). Und wer es wirklich auf das Fahrzeug abgesehen hat, der kommt mit Kranwagen, hebt ihn weg und transportiert ihn in einem abgeschirmten Container ab, sodass auch Funklösungen nicht funktionieren...

    Und Dank akkubetriebener Trennschleifer sind auch mechanische Lösungen wie Anbinden nicht mehr sicher heutzutage.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Alex!


    Schau mal im Wiki unter https://t4-wiki.de/wiki/Lichtmaschine#T4_mit_Keilriemen, dort ist ein gelber Pfeil.

    Bei deinem T4 ist jetzt anscheinend aber noch eine Klimaanlage verbaut, und das große Aggregat im Vordergrund auf deinem Foto, der Klimakompressor, verdeckt die Schraube, daher ist sie auf deinem Foto auch nicht sichtbar.

    Um die LIMA leicht schwenken zu können, muss man eigentlich drei Schrauben lockern: Die schon genannte obere Schraube, mit der die LIMA am Halter am Motor befestigt ist und die den Drehpunkt darstellt, dann die Befestigungsschraube des Spannbügels und schließlich die Schraube, die den Spannbügel mit der LIMA verbindet. Meist ist mit dieser zusammen noch ein Zahnrad mit 6-Kantantrieb verbaut, damit man den Keilriemen leichter spannen kann.

    Diese Schraube und das Zahnrad würde ich komplett abschrauben, um die LIMA maximal zum Motor hin schwenken zu können. Nur so lässt sich der Riemen einigermaßen entspannt auflegen. Danach wieder alles zusammenbauen und den RIemen mit Hilfe fes Zahnrades so fest spannen, dass man das Trumm in der Mitte ca. 10mm mit dem Daumen wegdrücken kann. Das Zahnrad in dieser Stellung fest halten und die Befestigungsschraube anziehen. Danach auch die anderen beiden Schrauben wieder festziehen, damit die LIMA sich nicht schräg stellt.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Scorpion!


    Wenn die ESP "saut", dann liegt es mit Sicherheit auch daran! Wahrscheinlich hattest du mehrere Ursachen gleichzeitig.

    Hintergrund ist, dass die ESP im Betrieb unter Innendruck steht, da "saut" es dann, und nach dem Abstellen will der Diesel wieder in den Tank zurücklaufen und es wird Luft eingeschlürft.

    Beim Anlassen muss dann erst wieder Diesel nach vorne gefördert werden, bevor der Motor angeht.

    Bevor du nun eine Werkstatt anpflaumst, solltest du noch feststellen, WO de ESP "saut", denn das könnte auch an einem der Schlauchanschlüsse sein.

    Meist kann man die Quelle ganz gut finden, indem man die ESP erst mit Bremsenreiniger einsprüht, dann mit Druckluft trocken pustet, den Motor mal startet und beobachtet, von woher es "nachblutet".

    Die ESP selbst wird gerne undicht

    - am Deckel

    - an der Verstellwelle (unter dem Blech, wo der Gaszug eingehängt ist)

    - zwischen Gehäuse und HD-Teil (der Klotz, aus dem die Einspritzleitungen rauskommen)- am ELAB (elektrisches Abstellventil auf dem HD-Teil)

    - an den Leitungen selbst, wenn sich die Stutzen am HD-Teil gelockert haben

    - an der Zentralschraube zwischen den Einspritzleitungen

    - am KSB (zwischen der ESP und dem Motorblock, sie ist dann nur unten nass)


    Gruß,

    Tiemo

    Hi!


    Beim AAB hilft es, wenn der Motor vor dem Lösen der Düsen warm ist.

    Und ja, man benötigt eine spezielle Langnuss für die Düsen, diese muss im Innern auch genug Platz haben für die Leckölanschlüsse der Düsen.

    Beim Lösen (nur Losbrechen der Verschraubung) muss man darauf achten, dass man nur Drehung einbringt. Also nicht an der Knarre reißen, sondern am einen Ende ziehen, am anderen Ende gleich stark in die entgegengesetzte Richtung drücken. Sonst kann es im Extremfall passieren, dass die Gewinde am Zylinderkopf ausreißen, der ist dann Schrott.

    Nach dem Lösen der Düsen müssen unbedingt die Hitzeschutzscheiben (Flammschutzscheiben) erneuert werden, sonst überhitzen anschließend die (neuen?) Düsen und gehen gleich defekt.


    Geringe Leistung liegt aber wahrscheinlicher an Kraftstoffmangel durch zu viel Luftanteil oder (vor der Reparatur) am zugesetzten Filter. Dadurch baut die ESP nicht den richtigen Innendruck auf, durch den der hydraulische Frühversteller (in vulgo: "Spritzversteller") betätigt wird und die Einspritzung erfolgt bei hoher Leistung zu spät, außerdem brennt Luft natürlich auch nicht so gut...


    Also erst mal das Luftproblem lösen!


    Wenn direkt nach einer Reparatur immer wieder mal einzelne Blasen durch den Schlauch eilen, insbesondere beim plötzlichen Gasgeben, ist das meist Restluft, die noch irgendwo hängt und verschwindet nach ein, zwei Stunden Fahrt. Das System ist ja selbstentlüftend, die Blasen werden über den Rücklauf zum Tank befördert, wo sie in Ruhe ausblubbern können.

    Wenn aber immer wieder neue Luft eindringt und auch im Standgas ständig Blasen zu sehen sind, stimmt was nicht. Meist ist es ein Leck im Bereich der Schlauchschellen (zu fest? verspannt? schief aufgeschoben? Schlauchenden beschädigt? Verpressung zum Kunststoffschlauch defekt?) an den Anschlüssen des Filters, eine defekte oder fehlende Dichtung am "Knackfrosch" (weißes Ventil obendrauf, Vorwärmventil, hat einen O-Ring an dem eingeschobenen Stutzen), eine gerissene Kunststoffschraube am Wasserablass des Filters oder aber defekte Rücklaufschläuche und Endkappen an den Leckölanschlüssen der Düsen (Die Düse ganz Beifahrerseite) trägt eine Endkappe, die auch mal gerne einen Riss bekommt).

    Diese Luft sollte zwar direkt in den Tank gelangen, manche Blase fährt aber bei weniger als 15°C vorher im kleinen Kraftstoffkreislauf mit dem Vorwärmventil einige Male "Karussell", bevor sie den richtigen Schlauchabgang erwischt, sodass Luft von den Leckölanschlüssen durchaus auch am Vorlaufschlauch der ESP sichtbar werden kann. Bei viel Luft ist dann auch zu erwarten, dass man nach längerem Stehen lange "leiern" muss, bevor der Motor anspringt.

    Weitere Luftquellen im Vorlauf sind T-Stücke für Dieselstandheizungen und defekte Tankanschlüsse. Da in dem Bereich Unterdruck herrscht, wird dann Luft reingesaugt.

    Auch am Wellendichtring der ESP kann Luft eingesaugt werden und Leistungsprobleme machen. Symptomatisch ist dann, dass beim Abstellen des Motors Luft in den halbwegs blasenfreien Schlauch zurück schlägt und dann der Kraftstoffpegel darin langsam nach unten sinkt. Diese Luft war im Betrieb komprimiert und entspannt sich nun. Im Betrieb sieht man dann im Vorlauf recht wenig Luft, aber sehr viel im Rücklauf.

    Dabei kann auch eine Rolle spielen, wenn die "OUT"-Schraube verstopft ist, das ist die Hohlschraube, an der der Rücklaufschlauch angeschlossen ist und die die Gravur "OUT" trägt. Sie hat eine D=0.55mm Drosselbohrung, damit die ESP trotzdem Innendruck aufbauen kann, die durch einen Sintermetallfilter in der Bohrung der Schraube vor Schmutzteilchen geschützt ist. Jedoch setzt sich dieser Filter auch mal gerne durch verharzte Kraftstoffanteile zu, dann funktioniert das System nicht mehr richtig, die ESP wird dann auch zu heiß. Ausbauen und reinigen, durchblasen, oder erneuern.

    Wenn gar diese "OUT"-Schraube (Position oben am Pumpendeckel) mit der normalen Hohlschraube am Vorlauf der ESP (in der Nähe des Zahnriemens) vertauscht wurde, dann hat man massive Leistungsprobleme schon knapp oberhalb vom Standgas, sodass man garnicht richtig fahren kann.

    Falls man schon im Standgas viele Blasen sieht, kann man die verdächtigten Schlauchteile kräftig rundherum mit Wasser einsprühen: Wenn nun dieses anstelle der Luft eingesaugt wird, verschwinden die Blasen vorübergehend, man hat die Leckstelle gefunden.

    Leckölverschlauchung an den Düsen, Endkappe und den Schlauch von den Düsen zur ESP würde ich einfach auf Verdacht neu machen. Das Zeugs kostet auch nicht viel.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Scorpion,


    Also, wenn grauere Rauch kommt, wird auch Kraftstoff eingespritzt. Auch, wenn ein paar Bläschen zu sehen sind, wird das nicht die Ursache sein.


    Also reicht vermutlich das Vorglühen nicht aus. Vielleicht ist auch der Förderbeginn sehr spät eingestellt (oder gewandert). Reagiert der Motor denn vom Geräusch her auf den Kaltstartbeschleuniger? Er sollte weicher laufen, wenn dieser reingeschoben ist, härter, wenn er rausgezogen ist.


    Bei den Glühkerzen müsste man jetzt mal den Strom messen. Selbst, wenn diese neu sind, es gibt Kerzen mit viel zu geringer Leistung, und mit denen springt der Motor nicht an. Eine ausreichend starke Kerze zieht beim EInschalten kurz ca. 14A, manche China-Kerzen nur 5A. Messen kann man das mit geringem Aufwand mit Hilfe eines DC-Zangenamperemeters, das man um eine Leitung an der Streifensicherung legt.


    Prinzipiell könnte auch noch der Motor einfach zu verschlissen sein und die Kompression dadurch zu gering, jedoch tritt das erst nach hunderttausenden km auf.


    Das Drehzahlsignal spielt beim Starten und nach dem Starten erst mal keine Rolle, daran kann es nicht liegen. Sowieso, wenn die Lampe einfach leuchtet, ist da was faul. Ein Hobby-Elektroniker mit einem passenden Lötkolben und etwas Erfahrung im Umgang mit Leiterplatten sollte das mit dem Transistor hinbekommen. Er ist auch beschriftet (außer es hat ihn zerfetzt, aber dann ist der Fall ja auch klar). Evt. hast du ein defektes Kombiinstrument durch ein anderes defektes ersetzt.


    Was du noch machen kannst, schauen, ob die beiden Kabel an den Öldruckschaltern vertauscht wurden. Die sitzen vorne relativ weit unten am Motorblock, ein Stückchen weit links von der Einspritzpumpe. zum Schutz stecken Gummitüllen darüber, darunter befindet sich ein einfacher einpoliger Flachstecker, den man einfach abziehen kann. Da der eine Schalter ein Öffner, der andere jedoch ein Schließer ist, wäre das auch eine Möglichkeit. In diesem Fall würde wahrscheinlich die Lampe bei nur Zündung an / Vorglühen aus bleiben und erst nach dem Starten angehen, bei manchen Schaltgeräten (selten) leuchtet sie auch permanent als Fehlermeldung. Wo die Schalter eingebaut sind (obere oder untere Position) ist ziemlich egal, aber es muss das richtige Kabel auf dem richtigen Schalter stecken, sonst spinnt die Geschichte.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Bryan und Markus!


    Zumindest bei mir ist es so, daß, wenn eine andere Spannungsquelle die Zusatzbatterie lädt, der Solarregler abschaltet und erst wieder lädt wenn diese wegfällt. Das gilt sowohl für die Lima, als auch für ein externes oder internes Ladegerät.

    Das genaue Schaltverhalten hängt im Einzelnen dann von den implementierten Spannungsgrenzen der einzelnen Geräte ab. Wenn zB. der Laderegler eine Ladeendspannung von 14V hat und die LIMA 14.1V liefern kann, dann ist natürlich der Solarregler aus.

    Das gilt aber unter Umständen nicht bei stark entladenen Batterien oder in der Nachglühphase nach dem Anlassen. Da schafft die LIMA alleine oft nicht die 14V, insbesondere, wenn weitere Verbraucher aktiv sind.

    Das Gleiche gilt auch für weitere Ladegeräte, die im Stromkreis hängen, bei manchen Geräten kann man die genauen Spannungen auch noch aufeinander abstimmen.

    Ich meinte mit "nicht stören" eigentlich auch nur, dass halt der sinnvolle Betrieb nicht gestört wird und alles richtig geladen wird und nichts kaputt geht.


    Bei mir habe ich 130W Nennleistung verbaut, das reicht im Sommer auf jeden Fall, oft wird abgeregelt, weil die Batterien voll sind. Beim Campen war ich die letzten Jahre so gut wie nie an der Steckdose. 130W waren vor 3...4 Jahren eine Modulgröße, die bei mir gut aufs Dach passte (bei einem LT, nicht beim T4). Zur Zeit überlege ich, ein zweites Modul mobil zu installieren, denn im Sommer stellt man sich mit dem WOMO ja gerne in den Schatten und es wäre dann sinnvoll, das Panel dennoch in der Sonne platzieren zu können.

    Ich glaube nicht das ein „super intelligenter“ Laderegler drin ist. Der ist ja auch schon 25 Jahre alt. :D Ich gucke nachher mal ob der Schaltplan oder sonstige Infos noch im Handbuch vom Bulli stehen.

    Naja, "Intelligenz"... ;-) - Aber diese "Trematen" in Analogtechnik (Schaltschwellen wurden mit Schraubendreher an Trimmpotis eingestellt) und mit Schaltrelais waren damals schon längst Stand der Technik und in Ladeeinheiten zB. von Calira verbaut, die auch in VW-Campern gerne eingebaut wurden. Es gab sie aber auch als Einzeleinheiten. Damals waren halt nur noch keine Spielereien wie Farbdisplay in Vollgrafik, Bedienung über das Handy und ähnlicher Schnickschnack üblich, dafür waren diese Geräte voll reparabel.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo!


    Ein einfacher Laderegler mit nur einem Ausgang kann einfach mit der Zusatzbatterie verbunden werden. Während der Fahrt ist er dann über das bereits vorhandene Trennrelais auch mit der Starterbatterie verbunden, was normalerweise aber weder Starterbatterie als auch Laderegler stört. Er unterstützt dann einfach die LIMA. Manche der alten Ladegeräte (mit sog. "Tremat" o.ä.) schalten sogar bereits auch die Starterbatterie mit dazu, wenn die Zusatzbatterie fast voll ist und der Laderegler noch mehr Strom liefern könnte, sodass dann auch die Starterbatterie mitgeladen wird.

    "Bessere" Laderegler haben oft Anschlüsse für beide Batterien und ersetzen das Trennrelais. Dieses müsste dann entfernt oder wenigstens stillgelegt werden (beide (!) Kabel von den Pluspolen der Batterien zum Relais an den Batterien entfernen).

    Außerdem haben solche Laderegler dann häufig noch einen Ausgang für die Verbraucher, da diese zum Schutz der Batterie vor Tiefentladung ggf. abgeschaltet werden, wenn die Batterie leer wird. Daran sollten dann die kleineren Verbraucher wie Radio, Wasserpumpe der Küche, Beleuchtung im Wohnteil, Steckdosen, USB-Teile etc. angeschlossen werden. Für die Standheizung sollte der Ausgang nicht verwendet werden, da er nur begrenzt strombelastbar ist (beispielsweise 10A) und so eine Heizung beim Zünden durchaus mal 15 ... 20A (Diesel- / Benzinheizung ziehen) kann. Außerdem besitzt die Heizung meist selbst schon eine Unterspannungsabschaltung und reagiert meist auch empfindlich auf einfaches, hartes Abschalten (Sicherheitstemperaturbegrenzer spricht an, da dann nicht nachgekühlt werden kann), so dass sie direkt an der Batterie angeschlossen bleiben sollte.


    Gruß,

    Tiemo

    Hi Scorpion!


    Erst mal: Starthilfespray ist Gift für einen Dieselmotor, er zündet damit völlig unkontrollierbar und kann sogar rückwärts anlaufen! Die harten Schläge gehen vollauf die noch nicht geschmierten Lagerstellen.


    Jetzt ist die Frage: Spritproblem oder Vorglühproblem? Wenn ein Spritproblem vorliegt (Luft im System etc.), dann kommt beim Startversuch nichts aus dem Auspuff. Wenn ein Vorglühproblem vorliegt, dann kommt beim erfolglosen Leiern mit dem Anlasser unverbrannter Dieselnebel (graue Wolke) aus dem Auspuff und es riecht auch entsprechend.


    Du sagst, die Glühanlage wurde "gemacht". Arbeitet sie denn auch? Dh. es muss Spannung an den Glühkerzen ankommen (mehr als 11V), wenn man auf Zündung geht und das gelbe Lichtlein brennt (Messung von der Stromschiene zwischen den Kerzen gegen den Motorblock, zB. Prüflampe oder Multimeter). Wenn nicht, könnte entweder eine Unterbrechung des Klemme-30 (Dauerplus) zum Relais oder ein Kurzschluss am "S" (sense) Anschluss des Relais gegen Masse vorliegen, der einen heißen Motor vorgaukelt. In diesem Fall geht die gelbe Lampe auch nicht an vor dem Motorstart. Falls das der Fall ist, kann man versuchen, das Kabel am Temperaturfühler vorm Starten abzuziehen, was einen kalten Motor vorgaukelt, sofern nicht die Verkabelung den Kurzschluss hat. Der Fühler sitzt vorne oben am Wasserflansch des Zylinderkopfs.


    Was auch noch sein könnte, ein Defekt am ZAS (Zündanlassschalter), der beim Anlassen den "normalen" Strom wieder abstellt: In diesem Fall gehen die roten LEDs (LIMA, Handbremse, Öldruck usw.) während des Leierns mit dem Anlasser wieder aus (und beim Loslassen des Schlüssels wieder an). Sie dürfen aufgrund des Stromverbrauchs des Anlassers während dessen Betätigung nur dunkler werden, aber nicht ausgehen, sonst liegt deer Fehler vor. Der Motor bekommt dann im Moment des Anlassens den Sprit abgestellt und kann ohne Starthilfespray nicht anspringen.


    Die Öldrucklampe darf nie dauernd brennen, eine Elektronik davor sorgt normalerweise dafür, dass sie ggf. blinkt. Wenn sie dagegen dauerhaft an ist, dann liegt vermutlich ein Defekt im Kombiinstrument (durchgebrannter Transistor zur Ansteuerung der LED) vor. Kann man reparieren, das Teil kostet ca. 5 Cent. (BC 337, wenn ich mich recht entsinne). Ok, ab 1996 wurde ein anderes Kombiinstrument verbaut, aber vielleicht hast du ja noch das alte (ohne LCD-Kilometerzähler).

    Hallo Peter!


    Dass der Stand bei Überdruck absinkt, liegt ganz einfach daran, dass sich dadurch die ganze Anlage aufbläht und daher ein größeres Volumen hat, wo dann auch mehr reinpassen würde.

    Bei richtig heißem Motor sollte man es unterlassen, den Deckel zu öffnen, das hast du schon ganz richtig gemacht. Das Wasser kann ja deutlich über hundert Grad heiß sein und würde dann beim Druckabfall sofort heftig zu kochen beginnen und eine Art Geysir verursachen, den man so dicht vor der Nase sicher nicht haben möchte.

    Für den Test sollte der Motor schon etwas warm sein, so 60°C, weil manche Risse und Undichtigkeiten sich erst durch temperaturbedingten Verzug der Teile öffnen und man sie vorher nicht bemerken würde. Jedoch sollte das Wasser keinesfalls schon kochen!

    Den Deckel sollte man auch am abgestellten Motor öffnen, da bemerkt man gleich, ob sehr viel Druck rauswill. Wenn dieser vorsichtig abgelassen ist, kann man den Deckel ganz abschrauben und dann den Motor wieder anlassen und Sichtkontrolle am Vorratsbehälter machen. Darin darf sich das Wasser schon auch heftig bewegen, aber es soll halt nicht sprudeln (Gasblasen).


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Peter!


    Was passiert denn, wenn du bei geöffnetem Deckel den Motor kurz laufen lässt (einmal kalt, einmal betriebswarm, nach vorsichtigem Öffnen)?

    Wenn es dabei sprudelt, ist der Motor nicht dicht.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Niko,


    Diese Teile passen schon zusammen, aber bei dir fehlen noch die Schienen für die Sitzverstellung!

    Diese müssen zuvor noch auf die Drehkonsole geschraubt werden.


    Mit der kleinen Gleitschiene am Gurtschloss ist es so, dass an der Drehkonsole kein Gegenstück dazu ist, man es also nicht verwenden kann.

    Daher das Gurtschloss ohne den Schlitten direkt am Sitz befestigen.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Christian,


    um das nochmal zu präzisieren: Bosch wird nicht eine eingebaute ESP öffnen, sie werden eine ausgebaute ESP überholen (wobei: Fragen kost ja nix...). Bosch macht das ja hochoffiziell und mit Garantie, und da darf man eine ESP nur unter Reinraumbedingungen öffnen. Das hat auch seine Berechtigung, denn hineingeratene Schmutzteilchen können für allerlei Ärger in der Feinmechanik sorgen, daher ist ja auch ein Kraftstofffilter davor verbaut.


    Den Deckel an der eingebauten Pumpe abbauen ist also eher die "Russenmethode" der Garagenschrauber, auch gewerbliche Werkstätten werden das nicht tun.


    Nun sind bei dir die Riemen schon neu, damit entfällt natürlich ein großes Argument für einen Ausbau, wenn es von der Pumpe her nicht sein muss.

    Wenn man sorgfältig und anhand der Anleitung (zB. vom Uwe Reimann für den Golf, wo die ESP ganz ähnlich aufgebaut ist) arbeitet, ist eher nicht zu erwarten, dass man Dinge verstellt, aber natürlich ist die Möglichkeit prinzipiell gegeben.


    Vielleicht findest du ja jemand in deinem Umkreis, mit Nähe Frankfurt/Main bin ich da wohl eher außen vor, auch wenn ich grundsätzlich zur Unterstützung bereit bin.


    Gruß,

    Tiemo

    Hallo Christian!


    "Bekanntes Problem" ist dieser Fehler insofern, dass klar ist, dass die Dichtungen an der ESP nicht ewig halten, vor allem die originalen nicht, die vom Material noch nicht auf Zusätze wie Alkohol und RME vorbereitet waren.


    Wenn die erste Dichtung an der ESP "aufgibt", muss man leider damit rechnen, dass die übrigen ebenfalls "fertig" sind und in nächster Zeit undicht werden, also am HD-Teil, am Antriebsrad, am Kaltstartbeschleunigerzug usw.. Am solidesten ist es daher, die Pumpe auszubauen und komplett neu abzudichten, hierfür gibt es komplette Dichtungssätze zB. beim Dieselsend, Bosch macht auch die komplette Reparatur.


    Bei der Gashebelwelle kommt, wie auch an der Antriebswelle, hinzu, dass die dortigen Lagerbuchsen auch verschlissen sein können, was man am radialen Spiel der Teile feststellen kann. Aber auch die Lagerbuchsen und die Gashebelwelle selbst sind austauschbar und gibt es als Ersatz.


    Das ist leider eine recht aufwendige und damit teuere Reparatur: Die ESP muss ausgebaut und völlig zerlegt werden, um auch an die letzten Dichtungen und die Lagerbuchse der Antriebswelle zu kommen. Nach dem EInbau muss natürlich auch wieder die Riemenspannung und der Förderbeginn neu eingestellt werden. Diese Reparatur kostet oft um die 800 ... 1000 EUR, vor allem, wenn sich dabei noch herausstellt, dass auch die Zahnriemen erneuerungsbedürftig sind. Diese sollten in diesem Zuge dann gleich miterledigt werden wegen Verbundarbeiten, die sonst doppelt anfallen würden.


    Natürlich kann man jetzt einfach mal die Dichtungen am Pumpendeckel und die Lagerbuchse / Gashebelwelle erneuern, dazu braucht nicht mal die ESP ausgebaut werden. Nur ist halt nicht zu erwarten, dass das eine besonders dauerhafte Reparatur wird, aus den o.g. Gründen.

    Gleich noch die Warnung: Vor dem Lösen des Deckels UNBEDINGT die Mengenschraube mindestens 7 U herausdrehen, alte Stellung merken / markieren, sonst verbiegt man gleich als erstes das interne Regelhebelwerk und beschädigt das Pumpengehäuse, da die Schraube daran hängenbleibt.


    Gruß,

    Tiemo

    Genauso sehe ich das auch. Die Diagnose hat ja wahrscheinlich auch etwas Geld gekostet, dafür kann die Werkstatt dem Kunden dann auch mal zeigen, was sie gefunden hat. Heute hat ja gefühlt Jeder mindestens zwei Smartphones einstecken, damit ist sowas innerhalb von Sekunden als Bild dokumeniert und in der Gegend herumgeschickt.

    Es gibt allerdings schon Fälle, wo nach Kurzschluss die Kabel in voller Länge miteinander verbacken sind und niemand so genau sagen kann, was noch wie gut voneinander isoliert ist. Da müsste man dann wohl in den sauren Apfel beißen.

    Etwas ganz anderes ist es, wenn die Leitungen lokal an etwas Heißes gekommen sind und nur wenige Dezimeter betroffen sind. Ein Autoelektriker hat das innerhalb ganz kurzer Zeit dann rausgezwickt und durch Reparaturstücke ersetzt, fast so gut wie neu.


    Gruß,

    Tiemo

    Hi!


    Das Bett muss fest eingebaut sein. "Fest" bedeutet in dem Fall, dass es mit mindestens 2(!) Schrauben am Aufbau befestigt ist, die man nicht ohne Werkzeug lösen kann. Hat mir mein TÜV-Prüfer letztes Jahr erklärt, nachdem ihm meine Keil-Befestigung zu schnell demontierbar war.

    Dass das Bett im Tag-Betrieb wegzuklappen ist, ist dagegen ok. Das genannte Bett ist in einem LT, nicht einem T4, daher würden Bilder euch nicht weiterbringen. Für den T4 gab es eine ausziehbare Schlafbank und Liegefläche ganz hinten. Die ist gebaut wie Im https://www.t4-wiki.de/wiki/Modell%C3%BCbersicht#Multivan.

    Was man einsetzen kann, hängt natürlich auch vom Baujahr ab, denn die Befestigung hat sich 1996 (glaub ich..) geändert auf Aluschienen in der Bodenplatte. Küchenkisten haben auch schon viele Leute entworfen, siehe zB. https://www.t4-wiki.de/wiki/K%C3%BCchenmodul.


    Gruß,

    Tiemo