Moin,
ich greife das Thema nochmal auf mit einer eigenen/anderen Problematik, die aber ggf. mit dem Lamellenverstellmechanismus zusammenhängt?
Momentan wird mein Innenraum nicht so richtig warm, im Fehlerspeicher der Wasserstandheizung gab es die Fehlercodes, die auf einen Defekt der Umwälzpumpe schließen lassen (01415 - Umwälzpumpe (V55) Unterbrechung).
Habe dabei dann noch festgestellt, dass das Relais 403 auch defekt war, also auch das mit getauscht.
Hatte irgendwo gelesen, dass bei niedrigeren Drehzahlen die Wasserpumpe keinen ausreichenden Volumenstrom bis zum vorderen Wärmetauscher erzeugen kann und daher die Umwälzpumpe von der Climatronic angesteuert wird, wenn man die Heizung aufdreht, um das zu kompensieren.
Nach dem Tausch der beiden o.g. Teile hat sich die Situation leider nur bedingt verbessert: es gibt jetzt zwar warme Luft aus den Ausströmern auch im Leerlauf, aber so richtig warm wird's nur bedingt, auch wenn man die Heizung auf high stellt.
Also weiter recherchiert und festgestellt, dass (relativ oft) von Luft im Kühlkreislauf bzw. im Wärmetauscher gesprochen wird im Zusammenhang mit nicht hinreichend funktionierender Heizung.
Und da ich letzten Sommer den Luftverteilerkasten gefixt hatte (neuer Schaumstoff für die Klappen), hatte ich die Schläuche an dem Wärmetauscher weg.
Klingt plausibel, dachte ich mir.
Muss Luft im Wärmetauscher haben, also heute eine halbe Stunde Autobahn im 4. Gang mit über 3.000 U/min investiert, um das Kühlsystem zu entlüften.
Danach mal den Ausgleichsbehälter kontrolliert, um nach einem Absenken des Füllstands zu schauen, was die These der Luft im System gestützt hätte. War nicht der Fall, aber ich wunderte mich, dass auch nach dieser längeren Fahrt (in Summe ca. 50 min unterwegs) der Ausgleichsbehälter etwas mehr als lauwarm war.
Es scheint, als würde der Kühlkreislauf "zu gut" arbeiten im Sinne der Kühlung.
Das Thermostat wurde vor 60 tkm gewechselt.
Als ich mir die beiden Bimetall-Versteller angeschaut habe, dachte ich schnell, die Ursache gefunden zu haben: die Stellung war trotz abgekühltem Motor noch offen. Also schnell ausgebaut, abkühlen lassen -> sie schließen, also funktionieren sie grundsätzlich.
Der Lamellenmechanismus ist sehr leichtgängig, kann man locker mit 1 Finger zwischen den beiden Positionen bewegen.
Habe dann die Versteller in einen Kochtopf mit Wasser gelegt und erhitzt: laut meinem (nicht geeichten) Thermometer und der Fingerprobe öffnen sie bereits bei ca. 32 Grad, das ist doch zu früh.
Bei ca. 40 Grad waren sie beide komplett offen.
in der T4-Wiki steht was von 50 Grad öffnen, bei 70 Grad komplett offen.
Damit dachte ich die Ursache gefunden zu haben und wollte die Teile erneuern - man bekommt sie nur leider nicht neu.
Und dann bin ich auf der Suche nach den Teilen auf diesen Thread gestoßen, allerdings war mir nicht klar, dass dieser Lamellenverstellmechanismus so zweitrangig ist.
Klar, erst nach Öffnen vom Thermostat (ab 87 Grad) fließt Kühlmittel durch den Kühler und erst dann haben die Lamellen in unterschiedlicher Stellung unterschiedliche Einflüsse auf die Kühlwirkung.
Muss ich mich doch noch intensiver mit der Entlüftungsthematik beschäftigen?
Bin sehr gespannt auf Eure Meinung, ich habe nämlich gerade keine einleuchtende Idee...