Leistungsverlust nach rep. Zahnriemenriss // 2.5TDI Synchro

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      Leistungsverlust nach rep. Zahnriemenriss // 2.5TDI Synchro

      Liebe Foren-Gemeinde,

      nach einem Zahnriemenriss im März waren (laut Werkstatt) Motor und Ventile etc. zum Glück "unbeschädigt" und so konnte alles wieder repariert und erneuert werden.
      Unter anderem habe ich im Zuge dessen auch gleich die komplette Abgasanlage - quasi vom Krümmer bis zum Nachschalldämpfer - getauscht bekommen, da die eh fällig war.

      Der Bus fährt sich wieder wie gewohnt, aber es gibt eine stärkere Rußbildung beim Gas geben. Das kenne ich so nicht. Also mal eine Reinigung in den Tank geschüttet und auch noch das AGR Ventil letzte Woche getauscht - auch keine Veränderung und das Altteil sah auch gar nicht sooo mies aus. Die Einspritzpumpe hat etwas rasselnde Laufgeräusche seit März. Das dürfte wohl nun auch Altersschwäche sein, oder sie hat was beim Zahnriemenriss abbekommen.

      Gleichzeitig mit dieser Rußbildung kommt also seit März nun auch ein Leistungsverlust daher.
      Obwohl der Wagen durchaus auf eine angenehme Reisegeschwindigkeit von 120 - 130 kommt, verhungert er an jedem Berg und nur mit "Schwung" entkommt man noch den Lkw auf der Autobahn.
      Auch "unten raus" - beim Durchzug - deutlich weniger als vergleichbare Synchros mit 102PS. Da kann man nicht mehr auf 2000U/min zurückfallen und neu durchziehen. Da muss geschaltet werden und mit hoher Drehzahl gegengearbeitet werden. Das tut mir weh. :(

      Fehlt es da an Drehmoment und was wäre eine mögliche Quelle dafür? Man kann locker (fast) im Standgas aus der Tiefgarage fahren. Alles wie gewohnt...
      Könnte der Turbo, oder doch die Einspritzanlage schuld sein?



      Vielen Dank und Grüße

      Alex
      T4 Multivan Synchro 2.5TDI // 345Tkm
      Moin moin,
      ist der Zahnriemen im Stand gerissen? Wenn er nicht bei in ersten Umdrehung stehen bleibt, gibt's Berührungen mit den entsprechenden Folgen. Habe gerade einen offenen ACV hier liegen. Im "vorbeigehen" sieht man da auch nix. Der Riemen war bei 130 beim Beschleunigen gerissen. Ventile krumm, Ventilsitze beschädigt, Kolben angekratzt.

      Vielleicht ist aber auch nur der Förderbeginn nicht optimal getroffen. Da fehlt dann auch ein ganzes Stück Dampf.Habe da mal einen ganzen Vormittag zugesehen, wie ein Azubi sich abgemüht hat, das zu korrigieren. Wer es nicht regelmäßig macht hat bei den Feinheiten wohl Probleme.

      Sind alle Druckleitungen vom Turbo zum Motor dicht? Vielleicht gibt es da ein Leck und für die richtige Menge Kraftstoff kommt zu wenig Luft. Dann ist so ein Turbomotor sehr schadstoffstark und leistungsarm auch wenn die Innereien tatsächlich in Ordnung sind.
      gruß,
      Alex
      Also ich hab auch schon 2x den Zahnriemen "verloren", 1x beim Lastwechsel an der Ampel und 1x einen Zahn übergesprungen. Beide Male ist das für den Motor und die Ventile gut gegangen.

      Erst Vermutung wäre auch der Förderbeginn ist nicht richtig. Dafür spricht ja auch der Ruß. Zweite ist dann Unheil an den Unterdruckschläuchen angerichtet. Da habe ich auch schon unglaubliche Dinge erlebt. Von falsch angeschlossen Schläuchen über Nippel am Turboventil abgebrochen und innen mit dünnerem Rohr geschient usw.
      Hallo zurück und vielen Dank für die Antworten. Das hilft mir schon extrem weiter.

      Der Zahnriemenriss passierte direkt beim Verlassen einer Tankstelle. Ich war noch nicht schnell (ca. 30-40) und hatte dann direkten Antriebsverlust und bin rechts ausgerollt. Der ADAC Mann hat hoffentlich nichts verschlimmert, denn er hat auf verschiedenen Wegen versucht, den T4 wieder "anzuwerfen".

      In der Werkstatt dann der Befund, dass glücklicherweise soweit alles passt. Einige Teile wurden gewechselt (auch welche, die nichts direkt mit dem Schaden zu tun hatten) unter anderem:
      Wasserpumpe 074121005MX
      Zahnriemenräder
      Zylinderkopfhaube 074103469P
      Riemen & Spannelement
      Abgaskrümmer 074253031T
      Ölleitung 074145735F
      Ölrohr 074145771N
      diverse Dichtungen, Hutmutter Turbolader etc.

      Als Restbefund blieb noch übrig, dass die Einspritzpumpe Mahlgeräusche bei Motorlauf macht und dann hatte ich ein wenig Kraftstoffverlust und die Leckölleitungen der Injektoren mussten noch erneuert werden.

      Was blieb ist der Leistungsverlust. Es wurde sehr früh im Motorleben die Leistung auf 130PS angehoben (ABT Steuergerät etc.). Dieses Steuergerät ist auch noch verbaut. Die Leistung jedoch nicht mal mehr auf "Standard"-Niveau.

      Sollte es wirklich am Förderbeginn liegen, wer könnte diese schwierige Einstellarbeit hinbekommen? Muss ich eventuell das Originalsteuergerät auftreiben und verbauen?

      Viele Grüße

      Alex
      T4 Multivan Synchro 2.5TDI // 345Tkm
      Wenn ich jetzt richtig gelesen habe wurde der Motor nur von außen kontrolliert? Keine Kopfdichtung, also Motor am Stück gelassen?
      Hat der ADAC- Mensch mit dem Anlasser geleiert oder versucht, durch anschleppen wieder Leben in die Bude zu bekommen?
      Wenn die Kurbelwelle bei stehenden Ventilen gedreht wird setzen die Ventile an der Kante der Brennmulde auf und werden seitlich weggedrückt, gestaucht. Selbst wenn der Schaden nur ein paar Grad beträgt, wird das Ventil auf der gegenüberliegenden Seite einen Spalt (im my-Bereich) offenlassen. Kompressionsverlust = Leistungsverlust
      Mit viel Glück hat aber Ralph recht und es wurde bei den Unterdruckschläuchen etwas übersehen. Wäre auf jeden Fall die günstigere Reparatur. Ich drück mal die Daumen
      Förderbeginn sollte jede VW-Werkstatt hinbekommen. Die einen besser, schneller, die anderen ....
      Die geänderten Daten auf dem Steuergerät sollten da kein Problem darstellen, die Hardwareeinstellungen sind davon ja unberührt.
      Davon abgesehen kann man auch die TDI-Motoren ganz Oldscool mit der Meßuhr einstellen
      Also bei dem Zahnriemen Absprung (ölverschmiert wegen Simmering) hatte ich dann auch dieses schreckliche laute Geräusch der Ventile auf die Kolben, quasi im Schritttempo, bis ich dann schnell die Kupplung trat.
      Für über 1000 Euro hat VW dann den Kopf abgenommen, aber nichts festgestellt. Das war vor 200.000 km.

      Dagegen wird der Förderbeginn häufig falsch eingestellt. Da sind manchmal echte Deppen am Werk. Im VW Nutzfahrzeugzentrum (!) mit exorbitanten Kosten für die große Inspektion musste ich dann auch mal zurück, wegen völlig schlechtem Start bei Kälte. Ehrliche Antwort des Meister: "Der Lehrling hat wohl die Werte vom Golf eingestellt." Man glaubt das einfach nicht, ganz abgesehen von den Stundensätzen.
      <<Hat der ADAC- Mensch mit dem Anlasser geleiert>>
      Ja, das hat er (leider).

      Der Förderbeginn wäre neben den Unterdruckschläuchen nun übrig. Das muss ich wohl angehen.
      Inwieweit meint ihr, kann ich "reparierende" (freie) Werkstatt dafür noch in die Pflicht nehmen? Im Grunde hätten die das doch prüfen und fertig machen müssen. Die Rechnung war ja auch nicht ohne...

      Grüße
      Alex
      T4 Multivan Synchro 2.5TDI // 345Tkm
      Moin Alex!

      Der Teileliste nach scheint deine Werkstatt einen halbwegs (ich vermisse Umlenkrollen in der Auflistung) korrekten, kompletten Riemenwechsel mit Einstellung von Steuerzeiten und Förderbeginn gemacht zu haben, in der Annahme, dass schon nichts passiert sein wird, der Motor läuft ja. Dass der Lader getauscht wurde, wundert mich jetzt ein wenig, wenn der Motor vorher gut lief. Dem passiert ja bei einem Riemenriss nichts.

      Nun kann aber bei einem Riemenriss / Überspringer alles mögliche Andere passiert sein: Pleuel schiefgedrückt, Kolbenboden eingedrückt mit der Folge klemmender Kolbenringe, Ventile gestaucht / krumm mit der Folge des Klemmens (und irgendwann Abreißens), Kolbenboden gerissen. Alles keine leistungssteigernden Maßnahmen...
      Das Mindeste, was ich dann erwarten würde, wäre eine Kompressionsmessung und der Hinweis, dass evt. doch mehr kaputt ist und man den Zylinderkopf mal abnehmen sollte, um nachzusehen (geht beim TDI vielleicht auch per Endoskop durch ein Düsenloch, Düse rausnehmen soll aber ein "Spaß" sein, den keiner freiwillig macht beim TDI).

      In deinem Fall heißt das, dass man zumindest mal mit dem OBD den Förderbeginn checkt. Wenn der stimmt, dann muss halt gesucht werden, was sonst im Argen liegen könnte. Manchmal werden bei Reparaturen auch einfach irgendwelche kleinen Steuerschläuche oder Sensorleitungen beschädigt, auch das sollte man per OBD rausbekommen.

      Du schreibst auch, dass du ein alternatives Steuergerät verwendest. Es könnte natürlich sein, dass für den Betrieb mit diesem Steuergerät nicht die Originalwerte eingestellt werden sollten, sondern auf dieses Gerät abgestimmte Werte. Die sollten dann auch irgendwo dokumentiert sein.

      Gruß,
      Tiemo

      toxicmag schrieb:

      kann ich "reparierende" (freie) Werkstatt dafür noch in die Pflicht nehmen?

      Die sollten da auf jeden Fall nochmal kontrollieren. Schließlich funktioniert ihre Reparatur nicht zufriedenstellend. Tiemos Vorschlag Kompressionstest, Förderbeginn und Kontrolle Unterdruckschläuche währe meine freundliche Bitte an die Werkstatt, die die Taler für die Reparatur ja schon eingesackt hat.
      nur der kleine Hinweis, dass die Steuerzeiten bei Verwendung vom Abt Steuergerät die selben sind.
      Meine Dicke ist bereits von VW mit diesem Steuergerät ausgeliefert worden und die Einstellerei ist serienmässig.
      alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 333 333 Verbrauch zur Zeit: 7,4 l / 100 km :)
      ...wobei meiner Meinung nach eine Kontrolle des Förderbeginns und ggf. Korrektur mit hinterher Nachweis (Ausdruck) noch im Preis enthalten sein muss. Wenn der FB allerdings stimmt, denke ich, dass für weitere Maßnahmen (Kompressionstest usw.) auch weitere Kosten fällig werden. Die Unterdruckschläuche werden eigentlich beim Riemenwechsel auch nicht angefasst. Normalerweise wird dich die Werkstatt darauf hingewiesen haben, dass es nur mit einem neuen Riemen womöglich nicht getan ist, aber das erst mal eine günstige Möglichkeit wäre...
      Gruß Rainer
      Du weißt nicht, was du gesagt hast, bevor du nicht gehört hast, was der Andere verstanden hat!
      Sie haben ja auch den Abgaskrümmer erneuert. Ich könnte mir schon vorstellen, dass da alles raus war an Unterdruckschläuchen. (Warum eigentlich den Abgaskrümmer?
      Die Werkstatt auf jeden Fall in die Pflicht nehmen.

      Wie äußert sich denn die fehlende Leistung genau?
      - eher ruckartiger Abfall bei einem erreichten Tempo und nach einem Zündungsresett zieht er wieder für einen kurzen Moment?
      - insgesamt träge oder nur oben rum?
      ?

      RalphCC2 schrieb:

      Wie äußert sich denn die fehlende Leistung genau?- eher ruckartiger Abfall bei einem erreichten Tempo und nach einem Zündungsresett zieht er wieder für einen kurzen Moment?- insgesamt träge oder nur oben rum?


      Hallo Ralph,
      neben der Rußbildung (welche brav von der Stellung des Gaspedals abhängig ist) ist die Beschleunigung generell gesagt viel träger als üblich.
      Ruckeln, kurze Schübe, Aussetzer etc. gibt es gar nicht. Es ist als würde ich mit 50PS rumfahren, aber ich erreiche dennoch (laaaangsam) meine Endgeschwindigkeit.Ich bleibe zwischen 2000 und 3000 U/min, selten (vielleicht mal kurz aus Testzwecken) darüber.

      Übrigens: Wie Fridi auch sagte, kann es sein, dass mein ABT Steuergerät bereits "ab Werk" verbaut war. Wie ich da wieder hinkommen soll (will?) weiß ich noch gar nicht. Da müssen ja zig Parameter eingestellt werden, die wahrscheinlich gar nicht mehr zum Motor und anderen Teilen passen, oder?

      Nun ja, ich werde nachher gleich mal die Werkstatt damit konfrontieren und habe dank Euch nun erstmal ein wenig Futter. :)

      Vielen Dank
      Alex

      PS:

      tiemo schrieb:

      ... Dass der Lader getauscht wurde, wundert mich jetzt ein wenig...

      Hi Tiemo, der Lader wurde nicht getauscht - nur irgendeine Hutmutter daran.
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