Klackern / Klopfen aus dem Vorderwagen - bin Verzweifelt !! GELÖST !!!

  • Hallo Forumsbesucher und Benutzer,


    Ich habe etliche Beiträge und Anfragen zum Thema Geräusche T4 gelesen bin aber nur wenig schlauer. Hier mal mein Problem:


    ACV 2,5TDI, Bj 2000, 185.000km, relativ regelmässiger Anhängerbetrieb bis 170.000km


    Kurze Problemzusammenfassung:
    -Klopfen / Knacken bei heissem Motor
    -Klopfen an Unterboden zu spüren (Nur eine Stelle)
    -Klopfen im Lenkrad zu spüren


    Vor ca. 4 Monaten habe ich ein leichtes Klopfen von vorne wahrgenommen. Sehr leise und nur wenn man kleine Unenbenheiten auf der Strasse passiert hat oder bei Lenkbewegungen (zum Beispiel wenden etc.).
    Nach und nach wurde das Geräusch immer lauter - ABER, und das ist ein wichtiger Faktor, nur wenn das Auto richtig warm ist - sprich nach mindestens einer Stunde Fahrt. Ich kann jeden morgen zur Arbeit fahren (12km) ohne auch nur eine Kleinigkeit zu hören.
    Dazu kommt das man bei jedem Klopfen auch im Lenkrad eine leichte Bewegung spürt. Es ist nicht so, dass ich Spiel in der Lenkung hätte. Aber es fühlt sich ein wenig so an als würde das Lenkrad sich in einem Korridor von 2mm bei jedem Klopfen von einem linken an den rechten Anschlag bewegen.
    Ein Beifahrer hat festgestellt, dass man am Unterboden rechts neben der "Mittelkonsole" (falls der T4 eine hätte) etwa 10cm unterhalb der Durchführung der Lenkstange bei jedem wahrnehmbaren Klopfen auch ein Tockern am Fuss merkt.
    Darauf hin hatte ich das Auto auf der Bühne. Traggelenke, Spurstangenköpfe, Lenkstange, Lenkgetriebe überprüft - nichts festzustellen. Allerdings ist das Fahrzeug dann ja auch entlastet.
    Mittlerweile ist das Geräusch noch lauter geworden. Das Problem dabei ist, solange ich nicht weiss was es ist, kann ich auch nicht einschätzen ob damit fahren kann oder nicht. Zumindest weite Strecken meide ich seit her. Allerdings kann das nicht der Sinn eines Autos sein, nämlich das man es nicht benutzen kann wie man es braucht.
    Ich hatte lange die Vermutung das das Lenkgetriebe defekt ist und der Schaden sich erst bemerkbar macht wenn das Hydrauliköl richtig warm ist. Sicher bin ich mir aber nicht. Mittlerweile habe ich zwar ein gebrauchtes Lenkgetriebe bekommen ich möchte mir die ARbeit des Einbau aber sparen da ich mir einfach noch zu unsicher bin.
    Nach den vielen Forumsbeiträgen habe ich noch das Hydrolager in Verdacht. Ich habe zwar keine Geräusche beim Lastwechsel, allerdings auch den Effekt das ich beim Bremsen zum Stillstand im letzten Moment diesen Klopfen höre. Fahre ich dann rückwärts und bremse ab ist es wieder da. Immer nur einmal. Was mir allerdings nicht so klar ist warum es bei Unebenheiten der Strasse bzw. bei minimalen Lenkbewegungen zu diesen Geräuischen kommen kann. Schliesslich ist die Lenkung ja, mit Ausnahme der Gelenkwelle, nicht mit dem Motor verbunden.
    Die üblichen Verdächtigen wie Bremsbeläge und Traggelenke schliesse ich aus. Dagegen spricht der Temperatureinfluss. Ausserdem hatte ich das alles schon in mehrfacher Ausführung und dies klingt immer anders.
    Obwohl ich selber mal KFZ-Mechaniker gelernt habe und eigentlich alles selber mache / machen kann war ich mal bei VW. Ausserd der gut 45 minütigen Probefahrt mit dem Annahmemeister kam nichts bei raus. In erster Linie deswegen, weil das Geräusch ausgerechnet an dem Tag nicht auftrat. Blöd gelaufen.
    Ich brauche mein Auto in zwei Wochen für eine längere Fahrt und bin mittlerweile unter Druck den Fehler zu finden.
    Weiss jemand Rat??


    Danke !!

  • Überprüf mal das Abgasrohr, eventuell klopft es auf das Lenkgetriebe. Vielleicht reicht ja die geringe Wärmedehnung aus damit es gerade so dort gegen "haut".
    Mehr fällt mir auf die schnelle nicht ein.

    Langer Radstand, Flügeltüren - keine ABE dafür 8)

  • Hej cobu,



    wie sehen die Lager der Querlenker aus?


    Ich hatte lange ein seltsames Klackern, dass nur gelegentlich auftrat. Dann alle Traggelenke gewechselt und auch die Spurstangen und die Gummis der Koppelstangen.
    Keine Änderung.


    Erst dann habe ich auf der Bühne gesehen (oder besser die Meisterin hats sofort gesehen) dass auf der rechten Seite diese Lager echt übel waren.
    Alle vier gewechselt und gut ists.

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 541000 Verbrauch zur Zeit: 6,7 l / 100 km :)

  • Hallo ,


    prüf doch mal ob die Radbolzen fest sind. Ich hatte ein Klacken beim zügig Anfahren und dann beim kräftig Bremsen. Die Bolzen eines Vorderades hatten sich gelockert und die Felge konnte geringfügig auf der Bremscheibe rutschen.


    Mike

  • Du sprichst immer von Warmfahren.
    Mechanische Teile, und das müßtest Du wissen bei Deiner Ausbildung, unterliegen diesem Gesetz nicht.
    Bei allem was ich gelesen habe, hast Du schonmal an Deine Drehstäbe unter Deinem T4 gedacht?
    Die fangen hinter der B- Säule an, und hören im Vorderwagen auf.
    Unterliegen aber auch keiner thermischen Belastng.
    Heißt cobu Coburg?
    Wenn ja, leider etwas zu weit weg, sondt würde ich mich der Sache mal persönlich annehmen.
    Gruß, Otto1992!

  • Das Rätsel ist gelöst - die Geräusche sind weg !!


    Manchmal sind die einfachen Dinge schwierig und die nahen Dinge unerreichbar.
    Nach dem ich den Tip bekommen habe das ein Arbeitskollege von mir früher VW Schrauber war habe ich ihm mein Problem geschildert und er hat nach dem zweiten Satz schon gesagt das die Axialgelenke der Spurstange defekt sind. Ich hatte ja wie schon geschrieben alles überprüft, die Axialgelenke aber nicht so im Detail.
    Also ab in die Mietwerkstatt, Spurstangenkopf auf der rechten Seite abgezogen und siehe da - das Axialgelenk war mangels Schmierung schon leicht fest gegangen. Man konnte die Spurstange zwar noch bewegen, benötigte aber deutlich Kraft um dies zu tun. Bei jedem erneuten bewegen gab es einen kleinen Ruck bei dem sich der Kugelkopf wieder neu gelöst hat. Das war genau das Klopfen das am Fahrzeugboden und auch in der Lenkung zu spüren war. Je länger man gefahren ist um so mehr hat sich das Material ausgedehnt und um so fester wurde der Kugelkopf im Axialgelenk. Das erklärt auch warum es einen Temperatureinfluss gab.
    Also alles rausgeschmissen, zwei neue Komplettstange rein, Manschetten getauscht, Spur vermessen und jetzt habe ich endlich wieder Ruhe.


    Trotzdem danke für eure versuchte Hilfe.

  • Hallo, danke für die Rückmeldung. Da können sicherlich auch gestandene Schrauber noch etwas lernen: siehe Zitat "Mechanische Teile, und das müßtest Du wissen bei Deiner Ausbildung, unterliegen diesem Gesetz nicht."
    ... und manchmal tun sie es doch
    Habe bei meinem T4 auch leichte Probleme (vermutlich auch Fahrwerk ?). Vor kurzem wurde auch die HU (hoffentlich mit entsprechenden Unteruschungen des Fahrwerkes (?!) anstandslos bestanden, habe aber das Gefühl, dass der Wagen sich etwas schwammig fährt und beim Überfahren von Bodenunebenheiten ein mögliches Spiel von Bauteilen bemerkbar wird (Lenkverhalten, Geräusch). Ich werde das weiter im Auge behalten. Am WE werde ich ohnehin an den Bremsen etwas machen, dann werde ich versuchen, in der Richtung etwas heruazubekommen...


    Gute Fahrt,


    Harald

  • Hallo Harald,


    natürlich hast du Recht, auch alteingessene Schrauber stehen an manchen Tagen auf und lernen etwas dazu. Das thermische Verhalten von Feststoffen sollte allerdings nicht mehr dazu gehören ;)
    Ich denke jeder der einen technischen Beruf erlernt oder studiert hat musste sich zwangsläufig irgendwann mal mit dem Wärmeausdehungskoeffizient beschäftigen. Auch Feststoffe haben Eigenschaften, u.a. die Längenausdehnung. Nicht umsonst gibt es Dehnungs- bzw. Ausgleichsfugen in undendlich vielen Bereichen (Eisenbahnschienen, Brückenbau, Fliesenleger usw...)
    Wie dem auch sei. Hauptsache der Bulli rollt !! :)


    Bestes Schrauberglück