Ladegerät A10 abgeraucht - könnt Ihr anhand der Bilder meine Diagnose bestätigen?

  • Hallo zusammen,


    bei angeschlossenen 220V ist mir auf dem Campingplatz das Ladegerät meines Cali Coach BJ 98 abgeraucht. Ich komme zurück zum Auto, es stinkt bestialisch im Innenraum und der FI-Sachalter im Auto hat angesprochen.


    Ich habe das Ladegerät nun ausgebaut und bin aufgrund des Zustands und nach Lektüre des Wiki-Artikels folgender Meinung:


    Der 100nf Kondensator ist der Übeltäter, sonst ist (hoffentlich) noch alles OK. Kann das jemand, der so ein Ladegerät-Problem schon mal hatte, anhand der Bilder bestätigen? Dann würde ich meine Lötkünste versuchen, bevor ich ein teures Ersatzgerät besorge.


    Oder ist etwas Anderes oder gegebenenfalls sogar mehr defekt?


    Die Kabel außerhalb des Ladegeräts sehen allesamt in Ordnung aus.


    Danke für Eure Hilfe

    Andy
    A10_gross.jpg

    A10_Detail.jpg

  • Danke, Tomy. Dann werde ich mir gleich beide Kondensatoren bestellen.


    Im Wiki steht, dass mit einem Digitalvoltmeter zumindest eine rudimentäre Prüfung vor Wiedereinbau möglich ist. Hierzu soll man den Widerstand zwischen Erdung (OK finde ich ) und den 5 blanken Schrauben (??) messen.


    Weißt Du, welche Schrauben hier gemeint sind? Ein VDE0701 habe ich nämlich nicht :saint:

    Zur Not bestelle ich das Ersatzkit von Fraron

  • Hat jemand noch einen Tip, wo ich den 680nf herkriegen kann oder habt ihr vielleicht noch einen neuen rumliegen?

    Die sind bei Reichelt erst wieder ab 20.8. lieferbar. Alternativ habe ich mal die Distributorenliste von Wima durchgesehen. Auch da sieht es schlecht aus mit der Lieferbarkeit, oder man muss gleich 500 nehmen :weg:


    Alternativ verlöte ich erstmal nur einen neuen 100nf und hoffe, dass der 680 er nicht gleich abraucht.


    Edit: Bei Conrad lieferbar ab 3.8. - hab ihn nun mal bestellt

  • So, gestern kam der 680 und heute habe ich beide eingelötet. Messung habe ich anschliessend wie im Wiki durchgeführt (5 blanke Schrauben = Gehäuseschrauben). Beim Anstecken war ich aufgeregt, aber alles gut gegangen. Bei der Batterie kommen 13.5V an und das Steckersymbol in der Zentralelektronik leuchtet auch wieder.


    Danke für Eure Hilfe und das tolle Wiki.

    Heute habe ich mich auch daran erinnert, wie mir die Infos im Forum auch mal bei einem defekten 109 Relais geholfen haben! Die Infos hier sind einfach super!

  • Hatte jetzt ein seltsames Verhalten: Stehe oft ohne Strom, bis es "sein muss". Naja, auf jeden Fall ging nach etwa drei Tagen Standzeit der Kühlschrank aus. Batteriesymbol in der Zentralelektronik blinkt.

    Soweit, so bekannt.

    Als ich am nächsten morgen 220V anschließe, tut sich: nichts! Keine Ladeanzeige in der ZE! Als ich nach 100km Fahrt wieder zuhause war, ist die Zweitbatterie über die Lima wieder moderat geladen und die Ladung über die Steckdose funktioniert auch wieder. Ich habe jetzt mal zwei Tage geladen, bin gespannt wie die Spannung der Zweitbatterie nach 24h aussieht.


    Viele Grüße

    Andy

  • Hi,

    hast Du gecheckt, dass die 230V wirklich da waren?
    Ansonsten hat das Ladegerät eine Thermosicherung, die bei Überhitzung des Kühlkörpers des Leistungstransistors ( > 105°C) das Ladegerät abschaltet. Halte ich aber eigentlich für sehr unwahrscheinlich.
    Ich gehe mal davon aus, dass es ein Problem mit der 230V Zuführung gab (vulgo: 'Kein Strom auf der Steckdose')

    Tomy

  • Nein, echt geprüft habe ich die Steckdose auf dem Campingplatz nicht.

    Ich habe im Stromkasten einige probiert und keine ging. Auf dem CP haben aber alle Dosen einen sichtbaren Stromzähler (Isarhorn in Mittenwald). Der Nachbar kam noch dazu und meinte, ich kann seine Steckdose nehmen, sein Kühlschrank geht und damit auch der Strom (Wohnwagen ohne Batterie). Aber auch da ging bei mir nix. Deswegen dachte ich, dass eine der Sicherungen im A10 durch war. Zuhause gings aber wieder. Offensichtlicher Unterschied: Batterie schwach zu Batterie mittelmässig.


    Mal schauen, wie es am nächsten Stromanschluss aussieht

  • Also, weswegen ich gefragt habe ob der schon wieder funktioniert.


    Auf dem Bild sieht es so aus als wäre noch mehr verbrannt worden, so zb. die beiden Spulen.

    Dort ist die Isolierung durch, dadurch kann kein ordentliches Magnetfeld mehr aufgebaut werden und dementsprechend bricht die Spannung unter Last zusammen.

    Das wäre jetzt meine Vermutung wieso die leere Batterie nicht geladen werden kann.


    Aber, 3 Tage Kühlschrank mit einer Batterie?

    Der Kühlschrank von unserm Wohnwagen saugt die Batterie spätestens nach 2 Std. leer, bzw. so das man nicht mehr Starten kann.

  • Also, das sind Induktivitäten zur 'Verdrosselung' der Versorgungsspannung. Falls die einen Wicklungsschluss haben, dann ist die Entstörung etwas schlechter, aber das Gerät funktioniert weiterhin ohne Probleme.
    Zum Thema Kühlschrank: Da gibt es unterschiedliche Funktionsprinzipien und daher sehr große Unterschiede im Stromverbrauch ..

  • Nach 48 Stunden Laden an der Steckdose (in meiner Garage, wo es auch nach der Reparatur geklappt hat) hat die Gelbatterie jetzt nach knapp 24h ohne Strom noch 12,8V. Laut einem alten Exide-Prospekt, den ich im Netz gefunden habe (https://www.accu-24.de/mediafi…-gel-tipps-und-kniffe.pdf). ist das ein guter Wert.


    Der_Transporter : Als die Batterie 2004 neu war, konnte ich 5 Tage stehen, mittlerweile sind es 2,5-3. Das Ganze hängt aber auch von der Umgebung ab, bzw. wie oft der größte Stromfresser Kühlschrank läuft. Die oben genannten Werte sind unter guten Bedingungen (Bus im Schatten, nicht übermäßig heiß im Innenraum tagsüber).


    Viele Grüße

    Andy