Getriebe oder Antriebswelle???

  • Hallo,


    habe ein Problem mit meinem T4 Transporter mit 02B Getriebe...


    weiss nicht ob die Antriebswelle hin ist oder ein Fehler am Getriebe ist.....
    beim beschleunigen klopft es dermassen....beim kupplungs treten ist ruhe... fahrzeug fängt bei höheren geschwindigkeiten an zu wackeln....



    siehe Bild...


    die Welle hat getriebeseitig auf jedenfall spiel....
    allerdings wackel das rot eingekreiste teil auch .... kann ich raus und rein schieben wackeln.... ist das Normal=???
    falls nein?? was müsste ich tauschen????


    Grüße an alle Schrauber.....
    Getriebe_Ansicht_02B.jpg

  • Hallo und willkommen hier!
    Da darf mit Sicherheit keine Luft sein!
    Meiner Meinung nach hat sich da das Abtriebslager zerlegt, oder der Lagersitz ist hin.
    Hierbei ist es eine Kostenfrage was günstiger ist. Reparieren- Austausch- oder gebrauchtes Getriebe.
    Genauen Aufschluß würde nur ein Zerlegen bringen.
    Wie fitt bist Du in Reparaturfragen?
    Oder kennst Du Leute die sich damit auskennen?
    Das Ruckeln und Schlagen kommt daher, das das Lager unter Last steht. Trittst Du die Kupplung, ist die Last und alles ander weg. Kommst Du in höhere Geschwindigkeiten kommt es zur Unwucht, und alles schlägt wieder.
    Das sieht nicht gut aus für Dein Getriebe!
    Gruß, Otto1992!

  • Hi


    versuche die Zwischenwelle reinzudrücken (etwas hebeln ist hilfreich, aber keine rohe Gewalt) vermutlich ist sie aus der Arretierung.
    Sofern das Spiel axial ist.
    Ist es dort ölig ? Schau auf jeden Fall den Getriebeölstand nach .


    Das Klopfen kann von der Zwischenwelle kommen oder es ist auch möglich das die Gelenkwelle selbst einen Schaden hat.


    Häufiger ist das Außengelenk betroffen.


    Gruß
    Urs

    285.000 eigene Km im ACU :) 235.000 mit LPG Gesamt 415.000 km :) Fahrzeuge ab Bj 96 sind Neuwagen.

  • Also jetzt bin ich mir bisschen unsicher....
    habe eben gelesen das Axialspiel normal ist.....


    also ein bisschen rein raus ......


    wenn ich sie nach vorne oder rückwärts drehe ist auch spiel....also in drehrichtung.....



    nach oben oder unten oder seitwärts drücken nichts....hm......also ist das Nadellager wohl ok.....


    dann liegt es doch nur an der Antriebswelle......oder???

  • Ich meine das 2-3 mm vor rein raus OK sind.
    bei der drehbewegung ist ein gewissen Spiel auch normal.


    Gelenkwellen können fürchterlich knacken unter Last. Wenn du Zeit und Möglichkeit hast tausche die Wellen untereinander (sind beide gleich), dann sollte eine Weile Ruhe sein.


    Gruß
    Urs

    285.000 eigene Km im ACU :) 235.000 mit LPG Gesamt 415.000 km :) Fahrzeuge ab Bj 96 sind Neuwagen.

  • Hallo,


    Ich habe das gleiche Problem. Meist bei Bergauffahrt fängt es an zu klopfen. Manchmal fahre ich 100km ohne ein Geräusch. Manchmal klopft es nach 2 KM. Das Auto ist eigentlich nur zum Campen, daher brauche ich es zur Zeit kaum. Aber würde es gerne wieder mit gutem Gewissen fahren können.


    Ausgekuppelt ist es ruhig. Es gibt etwas Spiel in der Antriebswelle (Beifahrer) wenn man an der Achse dreht. Wenn ich die rechte Seite aufbocke und das Rad -ohne Gang- drehe ist es ruhig. Wenn ein Gang eingelegt ist und ich das Rad drehe, dann kommen die Knarz/Klopf Geräusche.

    Habe einen AAB mit 5-Gang 02B Getriebe.


    Kann jemand eine Ferndiagnose machen - das wäre super... Ich bin gerade in die Bodenseeregion gezogen und kenne noch keine gute Werkstatt.


    Danke!! und ein schönens Wochenende.

  • Hallo zusammen,

    denke es ist das Aussengelenk. Bei der Km durchaus drin. Da arbeiten sich die Kugeln in den Innenstern ein. Da wollen sie nicht so gern raus und das knackt dann, je nach Fahrzustand bzw Last oder auch Lenkeinschlag. Ist schon ne Arbeit für Fortgeschrittene. Naabenkörper aus unterem Führungsgelenk rausnehmen, Stossdämpfer unten abmachen, Drehstabfeder etwas zurückdrehen, Bremssattel ggf runter machen, Spurstangenkopf runter und nicht vergessen als allererstes wenn das Busschen noch auf den Rädern, steht die Gelenkwelle lösen. Dann kann dir die Gelenkwelle auch noch ein Streich spielen in dem sie in der Naabe mit der Verzahnung festgegammelt ist. Brauchst dann einen Abdrücker, um die Welle aus der Naabe zu drücken. Dann Gelenkmanschette runter und das Gelenk mit leichtem Klopfen mit Kunststoffhammer von der Welle bugsiert. Dann das Ding zerlegen und gründlich Waschen. Mit Benzin oder im Teilereiniger. Ist ne erbärmliche Sauerei. Bekommste schwarze Pfoten bis an Anschlach. Aber nur so kommste der Sache wirklich auf die Spur. Kugeln, Innen u Aussenkäfig, Aussenlaufbahn genau untersucht. Wirste sicherlich fündig. Dann beim Teilefuzi neuen Gelenkkopf geordert. Und wenn die Naabe da schon so hilflos rumbammelt, wie ist es denn um das Radlager bestellt? Die Arbeit ist die Gleiche, nur noch oben am Traggelenk abmachen. Aber das alles ist schon was für Fortgeschrittene, mit entsprechender Ausrüstung.

    Gruß NesPuk22

  • Hallo NesPuk,


    Danke für deine Antwort.

    Was mich stutzig macht, dass die Achse nur "im Gang" Geräusche macht und eben nicht im ausgekuppelten Zustand. Ich bin wirklich auch kein Experte, dachtea aber, dass es sicherlich etwas "grösseres" ist. Aber um so besser, ich werde mal schauen, ob ich eine freie Werkstatt in der Gegend finde.


    Ich würde es gerne selber machen, aber habe nur einen Außenparkplatz und ich bräuchte sicherlich mehr als einen Tag. Das ist dann nicht so cool.


    Viele Grüße!

  • Hey Eramet,

    das ist eine gute Entscheidung dies einer Werkstatt zu übergeben. Zu deiner Frage was dich stutzig macht, das die Geräusche nur im eingekuppelten Zustand zu hören sind, ergo im Ausgekuppelten nichts, bestärkt mich in meiner Ferndiagnose. Dann verhaken sich das Gleichlaufgelenk, so ist der Fachausdruck, nicht mehr ineinander. Die Gelenkköpfe gibt es manchmal im Austausch, manchmal auch nur zum Wechsel. Wenn die in Schrott gehen, lass sie dir doch geben und zerleg sie mal. Dann wirste sehen was masse ist. Ach ja, beide Köpfe ern, rechts u links. Haben beide ja das selbe gelaufen.

    Gruß NesPuk22

    Peter

  • Moin moin,


    richtiges kerniges klopfen unter Last, nicht knacken, klackern oder so?

    Da würde ich noch die Drehmomentstütze des Getriebes mittig hinter dem Getriebe verbunden mit dem Achsträger ins Spiel bringen.

    Dann schlägt der Getriebeseitige Halter unter Last am Achsträger an.

    Speziell die ältere Version macht das gerne, wenn das Gummi mürbe ist.

    Mit dem Montiereisen kann man da beim Hebeln meist schon was sehen.


    Ein klein wenig Axial Spiel an der Welle ist nornal.

    Ein wenig vor und zurück drehen kann man die Welle auch. Gefühlt sogar recht viel..... Ist auch normal.

    Öl darf natürlich keines rauskommen.

    Radial darf natürlich kein Spiel sein. Wenn da was wäre, würde sich das Lager aber recht schnell völlig zerlegen,

    oder zumindest würde das der Simmerring schnell nicht mehr aushalten und Öl austreten.....


    Gruß, Thomas L.

    pasted-from-clipboard.png

  • Moin,

    ja natürlich Drehmomentstütze mit ins auge nehmen. Habe ich meinem Busschen auch gemacht. Gummi hat sich über die Jahre vom Metallkörper verabschidet. Beim Gangwechsel ( Automatic) haste den Schaltmoment richtig gehört. Aber nicht zu vergleichen mit einem verschlissenen Gleichlaufgelenk.

    Gruß

    NesPuk22

  • Ach ja, wenn schon die Naabe fast ab ist, lass die Radlager mitmachen. Ist die gleiche Arbeit, muss nur noch das obere Führungsgelenk getrennt werden. Kosten Mehraufwand eig. nur die Radlager sowie das aus u einpressen. Denke so eine Std Arbeit + Lager. Dann ist aber Ruhe an der Stelle.

    Gruß

    NesPuk22

  • Den Drehstab muss man nicht zurückdrehen.

    Den kann man auch durch EInlage eines keilförmigen "Werzeugs" entlasten.

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 541000 Verbrauch zur Zeit: 6,7 l / 100 km :)

  • Das ist richtig, in Feinheit ausgedrückt. Meinte damit die Federvorspannung zurücknehmen.

    Im nächsten Jahr bin ich seit 50 Jahren in dem Job, nur mal so zur Info. Bin kein Hobby-Schrauber.

    Gruß

    NesPuk 22

  • Es ist sehr wahrscheinlich ein Gelenk. Nach schlechten Erfahrungen mit dem Tausch eines einzelnen Gelenks, schmeiße ich jetzt immer die komplette Antriebswelle raus. Ein Antriebswelle mit innerem und äußerem Gelenk im Komplettsatz ist nun auch nicht so teuer.

    Mein Schrauber macht das in 1/4 Stunde allein mit der Welle auf der Schulter.


    Ich hatte zuletzt SKS gekauft, weil das mit Rücknahme praktikabler war. Jetzt geht die nach relativ kurzer Zeit (80.000)= wieder kaputt. Also doch nur Lemförder oder Spidan nehmen... Sehe aber gerade der online Markt ist etwas leer. Nur SKS

  • Zitat:

    ... beim beschleunigen klopft es dermassen....beim kupplungs treten ist ruhe... fahrzeug fängt bei höheren geschwindigkeiten an zu wackeln....


    Antriebswellen-Gelenke knacken oder knirschen (Das fällt meist zuerst beim Rangieren in vollem Lenkeinschlag auf), werden beim Beschleunigen aber gegen ihre Anlageflächen gedrückt und geben da dann eigentlich Ruhe. Wenns da schon Geräusche macht ist nicht mehr viel Gelenk übrig und man muss beim Rangieren dann schon Ohrenschützer auf haben um das "Konzert" zu überhören,........

    => Also einfach mal links und rechts rum im Vollkreis fahren und schauen ob´s da knirscht rumpelt oder sonstwas tut.

    Keine Frage, Antriebswellengelenke, und noch mehr die Trag und Führungsgelenke, sind an den T4´s bekannte Problemstellen, passen für mich aber nicht so recht zur Symptomatik.

    => Wenn du schon dabei bist kannst du ruhig auch mal testweise dabei (Lenkrad eingeschlagen) über nen Gulli oder so fahren.

    Wenns da knirscht oder knackt sind das dann wahrscheinlich die Trag oder Führungsgelenke.


    - Beschleunigen = klopfen=> Der Motor wird in die Drehmomenstütze gepresst und schlägt bei "matschigem Gummi" durch.

    - Kupplung treten ist Ruhe => Der Motor muss sich nicht mehr in der Drehmomentstütze abstützen.

    - Fängt bei höheren Geschwindigkeiten an zu wackeln => Der ganze Motor hängt nur in 2 Motorlagern und der Drehmomentstütze. Wenn die matschig ist

    kann er ins "Torkeln" kommen. Mehr oder weniger, auch abhängig vom Zustand der Motorlager......


    Ich kann natürlich auch falsch liegen, ist immer so ne Sache mit ner verbalen Fehlerbeschreibung, aber das kann ja relativ leicht kontrolliert werden.


    Bei mir trat das Schlagen nach nem Tankstopp auf der Autobahn im Urlaub auf. Mit vollem Tank dann losgefahren und es klopft beim Beschleunigen wie blöd......... Erst mal weniger durchgetreten und Volllast vermieden..... Je leerer der tank desto weniger Geklopfe. Daheim den Bus ausgeladen und Ruhe war.....

    Hatte da aber schon die Vermutung, daß die Stütze durchschlägt, und so wars dann auch.....

  • Antriebswellen klopfen bei Last auch sehr stark, dass du es im Fussraum an den Füßen spürst. Wird schon die Welle sein.

    Motorlage ist mehr bei Lastwechsel oder beim Schalten ein Thema. Pendelstütze ähnlich.


    Ich hatte dann mal sparsam nur das Gelenk getauscht und es war erst Ruhe. Ausgerechnet auf der Urlaubsfahrt ging es dann nach ca. 700 km wieder los. Leer und in der Stadt war wieder alles weg. Beim nächsten Urlaub das Selbe. Es brauchte mehrere hundert Kilometer bis das Fett warm war und wie Welle anfing zu klopfen.

    Daher wechsele ich jetzt immer komplett. Wenn das Problem nur schwer beladen an Steigungen auftritt, hast du es halt immer in der Urlaubszeit. Letztens auch wieder leer aber an einer extrem steilen Bergstraße.


    Vorsicht: Falls es nur in Kurven auftritt könnten auch die Radschrauben lose sein.

  • lose Radschrauben kann man nur durch nachziehen feststellen.

    Wenn ein T4 auf den Rädern steht ist da nix mit wackeln.


    Undnach meiner Erfahrung merkt man es auch geradeaus, besonders wenn sie richtig lose sind.

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 541000 Verbrauch zur Zeit: 6,7 l / 100 km :)

  • Hatte es mal in der Ardeche, scharfe Kurven und eine Seite Abgrund. Es machte in Rechtskurven immer toc toc toc, der Antriebswelle nicht unähnlich.

    Man experimentiert dann und wenn ich ordentlich Gas gab in der Kurve, dann war das hässliche Geräusch weg.

    Entsprechend bin ich dann mit losem Rad durch die Schluchten der Ardeche gejagt. 🫣