vorhersehbares Ableben

  • Guten Morgen Alle,
    ich löse mal eine Frage aus meinem letzten Posting heraus, weil sie dort nicht mehr recht passte.
    Ausgangssituation:
    ACV, 380.000km, wahrnehmbare Kompressionsprobleme bei großer Kälte, kein Ölverbrauch, keine Ölvermehrung, kein Wasserverbrauch, kein Wasser im Öl.


    Wie sieht denn das Lebensende bei diesem Motor gewöhnlich aus?
    Wird es ab irgendeinem Zeitpunkt rasend schnell schlechter oder kann man sich (bei nachlassender Performance) in Ruhe um einen Werkstatttermin kümmern?
    Würdet Ihr damit noch eine längere Reise (Griechenland) riskieren?
    Grüße Andreas


  • Hallo Andreas,
    mit Kindern, ohne ADAC - nein.


    Grüße
    Klaus-TDI

  • Moin Andreas,


    Kompressionsverlust = gemessen oder woraus schließt du das?
    Bei großer Kälte und zähem Öl beim Anlassen dichtet selbiges eher an den Kolbenringen. Bei sehr großer Abnutzung dann natürlich auch nicht mehr. Allerdings geht Kompressionsverlust normalerweise auch mit erhöhtem Ölverbrauch einher.


    Oder starte er kalt einfach schlecht und zusammen mit dem Alter schließtr du auf Kompressionsverlust??


    Kalt und schlechter Start denke ich eher an den Förderbeginn oder die Glühkerzen mit Umfeld.


    Aber auf jeden Fall erst mal Kompression messen und Werte posten, dann sieht man weiter.


    Gruß, Thomas L.

  • Moin,


    bei dieser Laufleistung sind auch die Einspritzdüsen deutlich über ihr geplantes Lebensende hinaus ... insbesondere die vom 5. Zylinder (links außen, mit dem Nadelhubgeber) ist ein Problemkind.
    Das Nichtbeachten der ESD-Pflege hat mich vor drei Monaten eine Motorgeneralerneuerung wegen Kolbenplatzer gekostet ...

    Gruß
    MiKo
    ----------------------------------------

    Caravelle 11/98 AHY+, 550940 km;
    (17.06.1999 bis 01.03.2018 - 6833 Tage)

    mittlerweile 40 Monate "auf Entzug" - der Caddy ist seit 94Tkm eine brauchbare "Ersatzdroge"

  • Quote

    ACV, 380.000km, wahrnehmbare Kompressionsprobleme bei großer Kälte, kein
    Ölverbrauch, keine Ölvermehrung, kein Wasserverbrauch, kein Wasser im Öl.


    Ein Zeichen für verschlissene Kolbenringe wäre ein ungewöhlich hoher Überdruck im Kurbelgehäuse.
    Wenn man bei laufenden Motor den Öldeckel abnimmt, sollte so gut wie kein Überdruck spürbar sein. Bläst einem dagegen eine steife Brise entgegen oder fliegt gar der Deckel davon, ist es Zeit zum Handeln.
    Solange der Motor keinen erhöhten Ölverbrauch hat, besteht aber noch kein Grund zur Besorgnis.

  • Ich hätte vielleicht mal auf diese Diskussion verweisen können
    http://www.vwbuswelt.de/index.…e=0&order=time&category=1
    dort hatte ich versucht, meinen Kaltstartproblemen auf die Spur zu kommen.


    Da die üblichen Fehlerquellen (Förderbeginn, Glühanlage, Düsen, ESP) eigentlich ausgeschlossen werden können, blieb als "Restrisiko" der Motor selbst.
    Kompression 21 ist eben nicht mehr viel.
    Aber ansonsten hat er tatsächlich keins von den üblichen Sterbesymptomen! Schon gar keinen Gehäuseüberdruck. Auch das Öl sieht sehr gut aus (da kenne ich vom Golf ganz andere Schwarze).
    Also sieht es dann wohl doch noch gar nicht so dringend aus?
    Das Kaltstartproblem ist eh in 14 Tagen verschwunden - Erfahrung der letzten Winter.
    Andreas

  • Hallo Andreas,



    Schwierig. Es kann sein, dass Dein Motor die 5.000 km locker wegsteckt, die Gefahr, dass er die Grätsche macht, ist aber eben auch gegeben.
    Lass den Motor von der Kompression her nochmal prüfen und bring ihn in Ordnung, sofern notwendig.
    Das Gefühl bei der Fahrt nach Griechenland ist einfach besser, Du fährst entspannter. So hörst Du doch eh auf jede kleinste Geräuschentwicklung von vorne.


    Gruß


    Thomas

    2001 ACV, 6 Sitzer Bus mit Selbstbau zur Not-Womo-Nutzung, friesengün, seit 09.11.09 offiziell grüne Plakette

  • Quote

    Das Gefühl bei der Fahrt nach Griechenland ist einfach besser, Du fährst
    entspannter. So hörst Du doch eh auf jede kleinste Geräuschentwicklung von
    vorne.


    Nicht nur das.
    Griechenland ist in diesem Fall nicht ganz einfach:
    Fähre und Distanz zur Heimat.
    Beides könnte einen Motorausfall extrem komplex gestalten.


    Fahren Kinder mit ?


    Grüße
    Klaus-TDI

  • Keine Kinder. Griechenland müßte es auch nicht unbedingt sein.
    Aber wenn es denn schon ein neuer Motor werden will, dann doch lieber beim Heimatschrauber. Ich habe schon mal einen Golf-Motor beerdigt - der wurde damals über längere Zeit ganz langsam schlechter. Bis er dann plötzlich Leistungstotalverlust hatte. Ich war 10km von meiner Werkstatt weg. Weiter wär`s auch nicht gegangen!!
    Ich glaube mal nicht, dass die Gelben mich bis nach Hause schleppen.
    Und der Urlaub ist dann auch im A ...


    Das Risiko werde ich mal nicht eingehen: vor der nächsten großen Fahrt bekommt er ein neues Herz !
    schönen Sonntag, Andreas

  • Quote

    Ich glaube mal nicht, dass die Gelben mich bis nach Hause schleppen.
    Und der Urlaub ist dann auch im A ...


    Das Risiko werde ich mal nicht eingehen: vor der nächsten großen Fahrt
    bekommt er ein neues Herz !
    schönen Sonntag, Andreas


    Eben, das wäre dann ein wirtschaftlicher Totalschaden.
    Wenn es dumm läuft, musst Du dann auch noch die "Verschrottung" in GR zahlen.
    Vom Urlaubs-Feeling ganz abgesehen.


    Grüße
    Klaus-TDI

  • Ehrlich gesagt kann ich diese Ängste und Prognoseversuche nicht ganz nachvollziehen.
    Vor 3 Jahren wollte mir eine VW Werkstatt einmal wegen extremer Winterstartprobleme einen neuen Motor verkaufen. Die Kompression wurde gemessen und für mieserabel befunden.
    Letztlich fahre ich den Motor noch heute, jetzt auch 380tsd., und er startet bei der ersten Anlasserumdrehung auch bei -15 diesen Winter.


    Fazit:
    - Kompression ist schwer zu messen- Messfehler sind warscheinlich
    - und wenn es nicht der Föderbeginn sei (von VW Werkstatt geprüft und für korrekt befunden!), dann ist es doch der Förderbeginn, der Föderbeginn, der Förderbeginn (2. VW Werkstatt [NFZ], Riemen erneuert, falschen FB korrigiert).
    - selbst in normalen PKW VW Werkstätten können sie zu blöd sein den Bus zu warten.


    Ein latentes Problem bei der Laufleistung sind doch eher die Nebenaggregate. Ausserdem ist es in Griechenland recht warm.

  • Ich find den Post hier im Forum nicht. Da war es ebenfalls beschrieben, dass die genaue Messung beim Diesel schwierig ist, mal ganz abgesehen von der Lage des 5. Zyl.
    Mir hat die VW Werkstatt damals 6-7 Bar mitgeteilt. Die Weicheier beim freundlichen können dann offenbar nicht mehr Druck mit dem Finger aushalten.

  • Hallo Ralf,


    wollte Dich nicht beleidigen.


    Quote

    Ich find den Post hier im Forum nicht. Da war es ebenfalls beschrieben,
    dass die genaue Messung beim Diesel schwierig ist, mal ganz abgesehen von
    der Lage des 5. Zyl.


    Messung beim Diesel ist mit dem richtigen Adapter und einem Gerät mit flexiblem Druckschlauch etwas fuddelig, aber keine Hexenwerk. Klar kann man auch dabei Fehler machen und gerade die TDI, bei denen es an den Düsen kein Gewinde mehr gibt, sind mit den Haltern ein bißchen kniffelig. Das gut und ordentlich zu machen, braucht Zeit, weshalb viele Werkstätten die Kompression irgendwie elektronisch, ohne Ausbau der Düsen, ermitteln.
    Wie das genau funktioniert, weiß ich nicht; dementsprechend mißtraue ich diesen Werten.

    Quote

    Mir hat die VW Werkstatt damals 6-7 Bar mitgeteilt. Die Weicheier beim
    freundlichen können dann offenbar nicht mehr Druck mit dem Finger
    aushalten.


    Naja, für nen Benziner ginge das möglicherweise gerade noch.


    Gruß


    Thomas

    2001 ACV, 6 Sitzer Bus mit Selbstbau zur Not-Womo-Nutzung, friesengün, seit 09.11.09 offiziell grüne Plakette

  • Moin moin,


    also ich bezweifle doch stark, daß ein Diesel bei 6-7bar noch anspringen und einigermaßen vernünftig laufen würde.......:brech: Das sollte auch der Freundliche wissen........
    Und wenn dann alle gleichmäßig so weit runter sein sollen wird das doch "ziemlich fragwürdig", ums mal freundlich auszudrücken.


    Leicht ist bei den 5Ender Dieseln die Messung sicher nicht, aber dafür sollten die Jungs ja eigendlich ausgebildet sein. :ok: LOL Und das passende Werkzeug müsste bei einem zertifizierten VW Betrieb auch vorhanden sein. Es
    sei denn das rolliert mal wieder zwischen den Zertifizierungsterminen zwischen Partnerbetrieben die nicht jeder wirklich eines haben.....


    Das Mindeste nach einer wirklich erfolgten Druckmessung sollte ein Ausdruck oder zumindest ein sauberes Protokoll sein. Auch wenn man die natürlich leicht faken kann. Aber sowas auszustellen würde sich bei den Werten wohl keiner trauen.....:-D Wenn das ein richtiger Fachmann in die Hände bekäme...




    Aber egal, irgendwie vermisse ich in diesem Thread immer noch die konkreten, verlässlichen, wirklich fachmännisch gemessenen Werte, aus denen man dann eventuell das nahe Lebensende ablesen könnte. Momentan tendiere ich immer noch zum Förderbeginn als Ursache.


    Gruß, Thomas

  • Mein ACV sprang ja auch "überhaupt nicht mehr" an. Damals bei Minusgraden war er nur noch mit Vorheizen über den Zuheizer zu starten.


    Messprotokoll hatte ich in der Tat nicht bekommen. Wie so oft ist eh nur die Sekretärin noch da, wenn Berufstätige die Fahrzeuge abholen.


    Die "Messungen" waren in der Tat blödsinnig, oder grober Betrug. Jedenfalls lief er nach neuem ESP-Riemen in einer anderen freundlichen Niederlassung wieder topp.