toller Unterfahrschutz

  • Hallo,


    ihr alle kennt den tollen Unterfahrschutz (Motorwanne) und dessen Befestigung. Nachdem schon wieder ein Marder zugeschlagen hat, musste die Wanne runter. Beim Anbauen hab ich dann festgestellt, dass drei von vier Gewinden blank sind. Beim Getriebeölwechsel hat die Werkstatt die Schrauben mit Druckluft angeballert und damit die Gewinde geplättet (ok, eher geglättet). Der Federhaken hats auch nicht überlebt. Wat nu?
    Den Federhaken braucht man nicht wirklich, aber ein paar Gewinde wären toll...


    Ich weiß nicht was am besten hält und praktikabel ist:


    - Helicoil
    - größer bohern und M10
    - Stehbolzen einschweißen und selbstsichernde Mutter
    - in die Bohrung punkten, bohren und M8 nachschneiden


    Was habt ihr gemacht und was hält?
    MVII BJ 2000, AUF Automatik


    Gruß
    Andreas

  • Da ich da eh ständig rein muss habe ich das erste kaputte Gewinde mit M10 nachgeschnitten (geht recht einfach) und in jedes Gewinde ein Stückchen passende Gewindestange mit einer in der Mitte aufgeschweißten Beilagscheibe eingedreht. Dann noch ein Loch in jede Gewindestange, und nun hält mein Unterfahrschutz mit 4 Federsplinten.


    Grüße, Tobi

  • Da ich da eh ständig rein muss habe ich das erste kaputte Gewinde mit M10 nachgeschnitten (geht recht einfach) und in jedes Gewinde ein Stückchen passende Gewindestange mit einer in der Mitte aufgeschweißten Beilagscheibe eingedreht. Dann noch ein Loch in jede Gewindestange, und nun hält mein Unterfahrschutz mit 4 Federsplinten.


    Grüße, Tobi


    Keine Klappergeräusche durch die Splitversion ?

  • Nein, ich habe den Metallunterfahrschutz schon vor langem gegen die auch erhältliche Kunststoffversion getauscht. Die hat ein paar mm Materialstärke, so dass man die Löcher so bohren kann dass das stramm sitzt.


    Wie das beim Metallenen ist und ob sich eventuelles Klappern einfach mit Dichtband oder so beheben lässt weiß ich leider nicht.


    Grüße

  • Diese Geschichte mit Helikoil zu reapaieren kommt mir vor wie auf Spatzen mit Kanonen schießen.
    Aufbohren, Gewinde nachschneiden, ist eine Alternative.
    Wenn Du das alles umgehen möchtest, mir hat mal ein Fahrer eines Fahrzeugs mit nem ganz tollem Löwen vorne drauf, dem ich nach Einbruch das hintere Dreiecksfenster durch Plexiglas ersetzt habe, selbstschneidende Schrauben aus dem Stahlbau geschenkt. Diese in allen Größen.
    Woher Du die bekommst müßtest Du mal Googeln.
    Aber die Dinger waren Spitze! Bohren-Gewinde schneiden, alles in einem Arbeitsgang.
    Geht nurnicht mit nem Akkuschrauber.
    Bohrmaschine mit einstelbarem Drehmoment.
    Und, die Unterlegscheibe ist mit Gummi beschichtet. Das verhindert Vibrationen.
    Mein Lösungsvorschlag für Dein Problem.
    Gruß, Otto1992!

  • Moin moin,


    aufbohren und nachschneiden ist nur ne kurzfristige Lösung.


    Warum? Ganz einfach.
    Du hast das alte Gewinde schon rausgerissen. Jetzt ein größeres reinschneiden heißt noch weniger Gewindegänge haben.
    Ergo wirst du das noch schneller ruinieren........
    Also nutzt nur eine Verstärkung auf Dauer. Zumindest wenn du Ruhe haben willst. Helicoil erzeugt zumindest ein Gewinde mit ungefähr den alten Gewindegängen. Ne Nietmutter sogar deutlich mehr.
    Zu dem Thema Nietmuttern, und wie man damit ohne Nietmutterzange umgeht, das also sehr billig machen kann, gibts in der WiKi nen guten Artikel. Koste dann nen paar cent für die Muttern und gut für ewig.


    Selbstschneidend geht natürlich auch eine Zeit, ist für meinen persönlichen Geschmack aber immer was für fest und gut. Nichts zum wieder lösen. Und durch das dünne Material und die größere Steigung hast du wieder relativ wenig Gewindegänge......
    :weg:


    Letztlich führen aber mehrere Wege zum Ziel. Wenn du mit viel Fingerspitzengefühl agierts kann auch ein Nachschneidelösung oder so lange Zeit funktionieren.


    MfG Thomas L.