Sch***s Rost

  • Habe ja einen 96er ACV in Weiß. Also auch Wasserlack etc.


    Nach nun 14,5 Jahren in Eigenbesitz muss ich feststellen, dass er ab dem Alter von ca. 12 Jahren auch an unverdächtigen Stellen einfach spontan zu rosten begann. Kleine Pickel mitten auf jungfräulichem Lack z.B. im Bereich der Steinschlag geschützten Heckklappe. Der Lack scheint einfach fertig zu sein und nicht mehr genügend Schutz vor Oxidation zu bieten. Trotz "liquid glas" und anderer teuerer Pflegemittel.


    Ansonsten rostet es auch überall wo irgendwie Anbauteile vibrieren bzw. durch die Karosse verschraubt sind. Z.B. unter der mittleren Führungsschiene der Schiebetür an der hinteren Seitenwand. Sollte man auch mal nachsehen. Ob die ohne Ausbau der Schiebetür zu entfernen ist...?

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    Führungsschiene der Schiebetür an der hinteren Seitenwand. Sollte man auch
    mal nachsehen. Ob die ohne Ausbau der Schiebetür zu entfernen ist...?


    der Ausbau der Schiebetür ist eine der einfachsten Übungen am T4.
    Hinten die Kunststoffabdeckung an der Schiene entfernen (1 Schraube), das Kunststoffteil in welchem die Schraube verschraubt war herausnahmen (vorsicht, springt gerne weg und dann heißt es suchen!), anschließend die 3 Schrauben an der unteren Führungsrolle vorne lösen und darauf achten, dass die Tür nicht nach unten weg rutscht. Dann brauchst du noch ein 2. Paar Hände um die Tür zu halten. Die Tür wird dann nach hinten geschoben und die hinteren Führungsrollen aus der Schiene gefädelt. Und schon hast du deine Tür in der Hand. Gut, wenn du dir zuvor schon 2 Böcke bereit gestellt hast, auf die du die Türe ablegen kannst. So liegt sie dann auch gleich richtig, um mit der Rostbehandlung an der Unterkante zu beginnen.


    DIe schien selber ist dann auch kein Problem mehr.


    Viel Spaß beim entrosten und hoffentlich kommen nicht ungeahnte Löcher zum Vorschein


    Gruß t4fix

    T2 DG-85-95, T4-AAB-95-09, T4 AXG 10.09, am 15.07.2014 zw. 20:30 und 22:33 in Bärlin Tiergarten gestohlen :wall: seit 09.2014 T5.1 United, BNZ 96 KW

  • Moin,


    [...]

    Quote

    der Ausbau der Schiebetür ist eine der einfachsten Übungen am T4.


    Die man aber auch nicht unterschätzen sollte, damit sie danach auch wieder vernünftig schließt. Eine 2. Person ist Pflicht.


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    Hinten die Kunststoffabdeckung an der Schiene entfernen (1 Schraube), das
    Kunststoffteil in welchem die Schraube verschraubt war herausnahmen
    (vorsicht, springt gerne weg und dann heißt es suchen!), anschließend die
    3 Schrauben an der unteren Führungsrolle vorne lösen und darauf achten,
    dass die Tür nicht nach unten weg rutscht.


    Die 3 Schrauben würde ich nicht lösen. Zum einen ist der Teil auf den Lack geschraubt und zum anderen lässt sich die Tür dort schlecht einstellen.
    Stattdessen würde ich die beiden Schrauben lösen, mit denen die Schiebetür unten an der Rollenführung befestigt ist.


    mlf_image4550.jpg


    1. Einstellung markieren.
    2. Tür festhalten lassen und/oder unterstützen.
    3. Die 2 Schrauben rausschrauben; Tür rutscht dabei nach unten, wenn sie nicht gehalten wird.
    4. Tür oben aus der Führung absenken und:



    [quote]Die Tür wird dann nach hinten geschoben
    und die hinteren Führungsrollen aus der Schiene gefädelt.

  • Moin,

    Quote

    ein Lichtblick: Beifahrertürstufe sieht gut aus; nur beim Pfeil etwas
    oberflächlicher Rost.


    mlf_image4546.jpg


    Fahrertür ist morgen dran ;)


    Ja, toll und ein Danke an VW. Irgendwie war wohl während der Produktion meines T4 das Schutzwachs ausgegangen. Ist in der Fahrertür nur in sehr dünnen Spuren vorhanden. Folge: Rost.
    Unter dem Türgummi hat es Gott sei Dank nur an einer Stelle (Pfeil) etwas Rost gehabt.


    mlf_image4551.jpg


  • Naje, die paar Löcher kann man schon noch kontrollieren. Schwieriger sehe ich eventuelle Scheuerstellen am Lack.


    Meiner Erkenntnis nach ist hängt dieses Blech am Grund an dem langen Schweller Stück, dieses kurze Schwellerstück incl Radlauf sitz dort drauf und ist unten am Falz angeschweißt/gepunktet. Offen ist diese Stelle wohl um Verwindungen aufzunehmen.

    Quote

    Da ist nichts. Die Stelle saue ich regelmäßig mit dem Elaskon-Schmonz
    ein.


    Bei mir hat das nicht geholfen...hatte Fluid Film dick aufgetragen

    Quote

    Der Lack ist dort ohne Riss... Kommt der Rost an der A- und B-Säule oben
    eigentlich von außen (Lackriss) oder von innen (Kondensat), oder ist das
    genauso ungeklärt wie bei der C-Säule?


    An der A-Naht kommt es sehr wahrscheinlich von außen wenn die Fuge reißt. Die C-Naht rostet bei mir nur unten im Schweller Bereich.


    So sehr ich meinen T4 liebe, aber das mit dem Rost geht mir langsam extrem auf den Geist. Mein Bruder sein AET Bj 98 hat länger als meiner dem Rost standgehalten, aber nun hat er auch die üblichen Stellen.


    Was hast Du für ein Baujahr? Wohnst Du in einer Schnee und Salzfreien Zone?

  • Quote


    Naje, die paar Löcher kann man schon noch kontrollieren. Schwieriger sehe
    ich eventuelle Scheuerstellen am Lack.


    Mir wäre es am liebsten, die Joghurtverbecherung wäre komplett mit Karosseriekleber befestigt. Vielleicht mache ich das irgendwann mal noch...


    Quote

    Meiner Erkenntnis nach ist hängt dieses Blech am Grund an dem langen
    Schweller Stück, dieses kurze Schwellerstück incl Radlauf sitz dort drauf
    und ist unten am Falz angeschweißt/gepunktet. Offen ist diese Stelle wohl
    um Verwindungen aufzunehmen.


    Hilfe, ich brauch ein editierbares 3D-Modell vom T4. Sonst kapier ich den Rohbau nicht...


    Quote

    Bei mir hat das nicht geholfen...hatte Fluid Film dick aufgetragen


    Hmmm dem Fluid Film trau ich nich so ganz. Is mir irgendwie zu flüssig :confused:


    Quote

    Was hast Du für ein Baujahr? Wohnst Du in einer Schnee und Salzfreien
    Zone?


    Hab BJ 02, und noch nicht so viele Kilometer. Nach Salzfahrten bemühe ich mich meistens, möglichst bald eine Unterbodenwäsche zu machen.


    Den schlimmsten mir bekannten Rost hat meiner an diesem Halterungsgehäuse um den Zuheizer :confused:


    Ansonsten hoffe ich drauf, dass dieser chinesische Hinterhof, der wahrscheinlich die Presswerkzeuge aufgekauft hat, uns für 1.999 EUR rechtzeitig neue Rohkarosserien aus Edelstahl presst. Sammelbestellung?


    Grüße Kurt.

  • Danke, wie immer eine sehr kompetente Beschreibung.


    Aber:
    - gutes Wetter, Holzböcke, 4 Hände...ist schon Aufwand


    Frage:
    - nach meinem Eindruck könnte sich die Führungsschiene bei geschlossener Schiebetür auch so ausbauen lassen. Wie ist die überhaupt befestigt, man sieht keine Verschraubungen, gesteckt?!


    Hier mal ein Foto vom Rost:
    - Toter verwitteter/abgesplitterter Lack mit erstaunlich blankem Blech (schon länger)
    - komischer Sternrostfrass, vermutlich von Schraube o.ä. hinter der Schiene ausgehend....
    - eine häßlich abgewetzte Schiene, die dann gleich mit zu lackieren wäre.


    mlf_image4552.jpg[quote]Moin,

  • Moin,


    [...]

    Quote

    - nach meinem Eindruck könnte sich die Führungsschiene bei geschlossener
    Schiebetür auch so ausbauen lassen. Wie ist die überhaupt befestigt, man
    sieht keine Verschraubungen, gesteckt?!


    Von innen mit 4 Muttern:


    [Blocked Image: http://www.t4-wiki.de/wiki/ima…ungsschiene_Bohrungen.jpg]


    Mit Glück und ohne Climatronic könnte man an alle Schrauben kommen, ohne die Verkleiduhng abzubauen.
    -> http://www.t4-wiki.de/wiki/Schiebet%C3%BCr
    (Bild: Der Tom aus T4-Wiki)

    Quote

    Hier mal ein Foto vom Rost:


    Nicht schön :(

  • Quote

    Wie ist die überhaupt befestigt, man
    sieht keine Verschraubungen, gesteckt?!


    an der Schine sind 3 oder 4 Stehbolzen, die von innen vermuttert sind.
    Je nach Klimaanlage kommt man zumindest an eine davon ganz besch.... dran ...

    Gruß
    MiKo
    ----------------------------------------

    Caravelle 11/98 AHY+, 550940 km;
    (17.06.1999 bis 01.03.2018 - 6833 Tage)

    mittlerweile 46 Monate "auf Entzug" - der Caddy ist seit >100Tkm eine brauchbare "Ersatzdroge"

  • Quote

    Hmmm und....
    ...wie geht dem wenn man mit einer elektrischen Schiebetür geschlagen ist


    Kurt


    aber an den Luxus hatte ich jetzt bei einem T4 im zarten Alter von 14 1/2 Jahren nicht gleich gedacht. Gab es das denn schon anno 96?


    gruß T4fix

    T2 DG-85-95, T4-AAB-95-09, T4 AXG 10.09, am 15.07.2014 zw. 20:30 und 22:33 in Bärlin Tiergarten gestohlen :wall: seit 09.2014 T5.1 United, BNZ 96 KW

  • ... nur bereitet mir der bevorstehende Rollenwechsel bei meiner e-Schiebetür gelegentlich schlaflose Nächte, weshalb ich diesbezügliche Fragen momentan bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten stelle.......


    Dummerweise sind die Seile des Schiebetürantriebs am mittleren Rollenhalter befestigt, welcher hierzu speziell modifiziert ist, ebenso wie der ganze hintere Abschluss der Türschiene. Zudem stehen die Antriebsseile unter Federspannung und verschwinden wahrscheinlich bei der ersten Gelegenheit auf Nimmerwiedersehen in den Tiefen der Karosserie........... :-|


    Aber 96 gab's das bestimmt noch nicht...


    Grüße Kurt

  • [quote]Moin,


    ein Bißchen viel Quote für so wenig Frage ;)


    Nein, gibt es nicht.
    1. Leuchte für Trittstufenbeleuchtung ausclipsen.
    2. Einsatz links und rechts unter der Säulenverkleidung hervor hebeln.
    3. Tief durchatmen und Einsatz gerade nach oben und mit etwas Gewalt
    ziehen. Sie wird hängt hinten (Richtung Fahrzeuginnenraum) in den
    Metallclipsen und vorne mit Plastiknippeln im Blech.

  • Quote

    M.E. gehört da innen in die Tür zuerst reichlich Owatrol rein, und
    dann Fett hinterher, also z.B. Mike Sanders oder Elaskon.


    Grüße Kurt.


    Kann man eigentlich mit Fertan-vorbehandelte Roststellen mit Owatrol nachbehandeln oder macht das keinen Sinn?
    Ich blick da nicht mehr durch:
    wann kommt an welche Stellen welcher Roststopper drauf ?
    bzw.
    wann kommt in welchen Hohlraum welches Fett?

    Heiner Cali-C-AD-ACV-7DW-75KW (2001)

  • Quote

    Kann man eigentlich mit Fertan-vorbehandelte Roststellen mit
    Owatrol nachbehandeln oder macht das keinen Sinn?
    Ich blick da nicht mehr durch:
    wann kommt an welche Stellen welcher Roststopper drauf ?


    Fertan hab ich noch nie verwendet. Damit wird der Rost vom Blech entfernt und dieses somit zur späteren Grundierung und Lackierung vorbereitet. Owatrol hingegen wird direkt auf den Rost aufgetragen (insbesondere natürlich an solchen Stellen, wo man nicht dran kommt oder nicht dran will :-|)


    Quote

    wann kommt in welchen Hohlraum welches Fett?


    Jederzeit in jeden Hohlraum vorzugsweise Mike Sanders (aufwändig zu verarbeiten) oder eben Elaskon aus der Spraydose. Letzteres gibt's auch mit einer sehr praktischen, langen Sprühsonde zum Aufstecken auf die Spraydose.

    Grüße Kurt

  • moin,


    ich fahre jetzt seit 09/2009 nen 96er T4 und entroste ihn gerade etwas. Dies ist eigentlich nicht möglich, da vw soviel mist gebaut hat. gerade repariere ich ein großes loch hinten links zwischen radhaus und lampenträger. die haben bleche ohne rostschutz übereinander gelegt und einfach verpunktet. und ich wette, das die chaoten bei vw so etwas noch öfters gemacht haben. oder schau dir den querträger unterm reserverad an. da schüttelt man nur mit dem kopf. angeschweißt und dann darüber wachs gegeben aber erstmal metall auf metall... was soll so ein käse eigentlich? das ist mein erste t4 aber er wird auch mein letzter sein.


  • jup, bei mir auch. ich frage mich nur wieso. es kann doch nicht sein, dass ein angeblich verzinktes blech mit rostschutz und diesem steinschlagschutzzeug mit rosten anfängt. und ich rede hier nicht von einer stelle sondern vollständig.


    also der t4 ist echt das schlimmste auto was den rost angeht. vor allem da man den erst spät erkennt.

  • Hi,


    der sternförmige Rostfraß kommt daher, daß die Auflagefläche der Verschraubung zu gering ist. Das Blech wird also in diesem Bereich durchgewalkt. Später sieht das dann so aus:


    mlf_image4556.jpg


    Ich habe damals mit Sikaflex auf der Innenseite des Busses über die gesamte Länge der Schiene einen Edelstahlstreifen (1,5mm) aufgeklebt und in diesen die Befestigungslöcher gebohrt. Damit ist keine Walkarbeit am Blech mehr möglich und der Lack hält länger.


    Gruss


    Guenter

  • Quote


    Quote

    jup, bei mir auch. ich frage mich nur wieso. es kann doch nicht sein, dass
    ein angeblich verzinktes blech mit rostschutz und diesem
    steinschlagschutzzeug mit rosten anfängt. und ich rede hier nicht von
    einer stelle sondern vollständig.


    Stimmt, bei einem verzinkten Blech mit allen möglichen Schichten drauf kann sowas eigentlich nicht sein. Leider gibt es ja bisher immer noch keine verlässlichen Informationen darüber, welche Busse nun in welchem Umfang verzinkt sind.


    Mein AXG aus 2002 hat jedenfalls diverse Lackschäden, zum Beispiel an den Türkanten wo man mal an der Garagenwand angestoßen ist, oder tiefe Steinschläge auf der Motorhaube, und dort bildet sich auch nach Jahren kein Rost. Sieht also ziemlich nach Zink aus....


    Nur gilt das nun für die ganze Karosse, und "wenn ja warum nicht" für alle aus diesem Baujahr...?


    Grüße Kurt

  • Moin,


    also meine Haube und das Blech unter den Lampen rosten nicht...der Rest ist einfach biligstes Blech. Da stehen teilweise solche Billigmarkenautos aus dem Baujahr besser da.


    Auch meine Kotflügel vorn waren am Radlauf schon durchgerostet...verwunderlich war das der Träger darunter absolut keinen Rost hatte. Dieser Träger ist wahrscheinlich verzinkt.


    mlf_image4557.jpg


    Gruß Markus