Sanierung Dehnungsfuge Multivan Fahrerseite

  • Guten Tag,


    Nach dem ich bei meinen 21 Jahre alten Multivan das letzte Mal 2020 auf der Fahrerseite hinten zum ...mal die Dehnungsfuge unterhalb der Längssicke beim Lackierer meines Vertrauen habe sanieren lassen und heute wieder Rostblasen beidseits der Fuge entdeckt habe meine Frage:

    Gibt es Erfahrungen ob man diese Dehnungsfuge so sanieren kann das es länger wie ein Jahr dauert eh der Rost wieder loslegt?

    Ich habe mal in einem älteren Post gelesen in dem es um ein Verzinnen der Fuge geht.

    Konnte aber nicht eroieren ob diese Maßnahme Erfolg hatte.

    Bin für jede Idee dankbar 👍😉

  • Moin,


    konfrontiere doch mal den Lackierer deines Vertrauens damit - er sollte doch eie Garantie auf seine Handwerksarbeit geben ?

    Abhängig von seiner Antwort wäre zu überlegen, ob das Vertrauen vielleicht reduziert werden könnte ...

    Gruß
    MiKo
    ----------------------------------------

    Caravelle 11/98 AHY+, 550940 km;
    (17.06.1999 bis 01.03.2018 - 6833 Tage)

    mittlerweile 46 Monate "auf Entzug" - der Caddy ist seit >100Tkm eine brauchbare "Ersatzdroge"

  • Hi!


    Wenn es knapp neben der Fuge nach kurzer Zeit wieder rostet, sind das meistens "Pinholes", also sehr kleine Löcher, die von innen heraus durchgerostet sind. Der Rost bläht sich auf und drückt den Außenlack weg, was dann diese Bläschen ergibt, die irgendwann aufbrechen.

    Es passiert, wenn entweder nur von außen behandelt wurde, oder wenn es nicht gelungen ist, diese Rostlöcher auch von innen totzulegen, also trocken zu bekommen und zu versiegeln. Dazu braucht man sehr kriechfähige und wasserverdrängende Mittel wie Leinölfirnis (zB. Owatrol) und dann eine dauerflüssige Hohlraumversiegelung wie Mike Sanders, Seilfett oder FluidFilm.

    Verzinnen ist natürlich ebenfalls eine gute Methode, die Pinholes zu versiegeln, dazu muss man es aber schaffen, dass das Zinn trotz Korrosion in die Löcher dringt, was mit Flussmittel möglich ist. Zum Zinnen muss natürlich stark erhitzt werden (an die 300°C), was jegliche Fugendichtmasse, Hohlraumversiegelung, Lack und Unterbodenschutz im Bereich um die Reparaturstelle beschädigt. Flussmittelreste müssen sorgsam vollständig entfernt werden, sonst sind sie Ausgangspunkt erneuter Korrosion. Ist also schon deutlich mehr Aufwand.


    Gruß,

    Tiemo

  • @ miko


    Die von mir beschriebene Dehnungsfuge hat der Lackierer im September 2020 sauber ausgekratzt, Dichtungmasse reingedrückt und überlackiert.

    Muss ja jedesmal wegen des Metalliclackes die gesamte Seite mitlackiert werden😏

    Er hat mich darauf hingewiesen, daß diese Fuge immer wieder reißen kann und somit auch wieder rostet.

    Aber das das schon nach einen knappen Jahr passieren kann damit habe ich nicht gerechnet.


    Ich habe mein Schmuckstück seit 10 Jahren bei diesen Lackierer in Pflege.

    Ebenfalls im September 2020 hat er bei meinem Multivan die komplette rechte Seite saniert inklusive neuer Bleche soweit es diese noch gab.

    Den Rest der Bleche die nicht mehr verfügbar waren hat er von Hand angefertigt.

    Das sind das komplette hintere Radhaus die Durchführung der hinteren Rohre der Klimaanlage die komplett wegefault waren.

    Innen- und Aussenlaufschiene der Schiebetür und das Radhaus vorn rechts, das auch durch war, und inklusive rechten Einstieg.


    Ich habe jeden Schritt fotografiert und bin Insgesamt mit seinen Arbeiten sehr zu frieden!

  • Da hast du es - auskratzen, neu verfugen und überlackieren (nur von außen?) reicht bei Fugenrost nicht, das reicht nur, wenn die Fuge nur gerissen, aber noch nicht verrostet ist (Beim Alter unserer Busse eher unwahrscheinlich). Und der Rost kommt meist von innen, also von der Rückseite der Bleche, wo man auch ganz schlecht hinkommt, ohne die Einrichtung / Isolation zu entfernen. Da kann man dann nur versuchen, von einem zugänglichen Punkt aus mit Hilfe einer langen Sonde eine Hohlraumbehandlung im "Blindflug" zu machen. Solange der Rost innen nicht gestoppt ist, sind alle Bemühungen an der Außenseite leider verlorene Liebesmüh´, auch wenn sie noch so sorgfältig ausgeführt werden...

  • Meine hatte angefangen vor Jahren und ich bin dran geblieben mit Lackstift.

    Aus einer kleinen Stelle wurde 1cm und dann schnell größer mit den Jahren, habe es dann vom Lackierer machen lassen.

    Wurde Gestrahlt, verzinnt und bei Lackiert, seit 3 Jahren nix zu sehen und zwischendurch ist er auch wegen Durchrostung an der Notbelüftung unter der

    der Stoßstange untenherum lackiert.

    Wenn er richtig schön sauber ist sieht man jeden Lackunterschied ( Dunkelblau Metallic) , da kann ich mit leben -hasse aber jeglichen Rost ;)

    Männer werden nicht älter , nur das Spielzeug wird Größer. Natürlich habe ich zugenommen - ich habe mal 3340 Gramm gewogen.

  • würde ja vorschlagen alle erdenklichen Hohlräume und Blechüberlappungen mit Oatrol zu tränken und anschließend an Problemzonen Branth Chemie Lacke zu verwenden.

    Allerdings mögen das die wenigsten Lackierbetriebe, da die dann nie wieder Arbeit mit dem Wagen haben.

  • Du meinst Owatrol und Brantho- Korrux 3 in 1.

    Das beste was ich je in der Hand hatte !

    Männer werden nicht älter , nur das Spielzeug wird Größer. Natürlich habe ich zugenommen - ich habe mal 3340 Gramm gewogen.

  • genau die beiden.

    hab meine beiden Bullis mit Owatrol geflutet und den unteren Bereich innen wie außen komplett nur mit reichlich Brantho behandelt. nach 6x 5L Brantho Eimern hab ich schon aufgehört die verbrauchte Mengen zu zählen.

  • allwoyacks:

    Na das ist/ war ja ein Krater, bei mir waren das nur ein paar Zentimeter nach 18 Jahren.

    Meist haben diese Stellen Fahrzeuge wo oft drin geschlafen wurde- man sieht nur immer die Beschlagenen Scheiben von innen, obwohl es hinter der Verkleidung patsche nass ist.

    Männer werden nicht älter , nur das Spielzeug wird Größer. Natürlich habe ich zugenommen - ich habe mal 3340 Gramm gewogen.

  • hab mir das Bild gerade noch mal angesehen:


    Der Innenkotflügel sieht ja auch sehr bescheiden aus.

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 541000 Verbrauch zur Zeit: 6,7 l / 100 km :)

  • Moin,


    wenn ich solche Bilder sehe, bin ich irgendwie froh, mich vor 4 Jahren nicht zur Wederaufarbeitung meines T4 entschieden zu haben - das wäre über die Zeit ein deutlich tieferes Loch im Geldbeutel geworden, als damals schon abzusehen war ... insbesondere da solche Langzeitbaustellen ja nicht "mal eben (fast) ohne Nutzungsausfall-Zeit" zu erledigen sind, also ein Nebenfahrzeug auch noch vorhanden sein müßte.


    Gleichzeitig wird dadurch die Lust auf den Wiedereinstieg enorm gedämpft, da ja auch die heute noch gut da stehenden, gerade volljährigen, Letztjahres-Wagen ihren deshalb durchaus hohen Einstiegspreis nicht so schnell abbauen sollen ...

    Gruß
    MiKo
    ----------------------------------------

    Caravelle 11/98 AHY+, 550940 km;
    (17.06.1999 bis 01.03.2018 - 6833 Tage)

    mittlerweile 46 Monate "auf Entzug" - der Caddy ist seit >100Tkm eine brauchbare "Ersatzdroge"

  • solche Löcher z.B. hätte ich niemals bemerkt - innen Teppich-Vollverkleidung, außen Innenkotflügel ...

    und wer zerlegt schon jedes Jahr sein Auto, um die Rostnester rechtzeitig zu finden ...?

    Gruß
    MiKo
    ----------------------------------------

    Caravelle 11/98 AHY+, 550940 km;
    (17.06.1999 bis 01.03.2018 - 6833 Tage)

    mittlerweile 46 Monate "auf Entzug" - der Caddy ist seit >100Tkm eine brauchbare "Ersatzdroge"