T4 Interessenten/ Anfänger

  • Hallo,

    Mein Freund und ich möchten uns gern ein T4 anschaffen.

    Leider haben wir dazu nur echt beschränktes Budget und zwar nur knappe 4000 Euro.

    Wir haben jetzt eine Menge an Anzeigen gefunden die dem auch entsprechen würden, da wir aber absolut keine Ahnung haben, genrell von Autos deren Technik und T4 sowieso nicht, dachten wir, wir fragen mal in die Runde, worauf man achten muss und wie man auch als Laie erkennt ob es trotz des günstigen Preises, eine gute Wahl ist.


    Grundsätzlich möchten wir gern ein Multivan haben, damit wir darin über der aufgeklappten Rücksitzbank auch übernachten können.


    Auftstelldach wäre cool, aber wir haben gesehen dass es das nicht für unter 4000 Euro gibt.


    Es soll auf jeden Fall ein Diesel werden, da wir eins unserer beiden Autos verkauft haben und der T4 dann auch ein Tagesauto ist. (Bisher haben wir die letzten Autos und derzeit das 2. Auto, wegen der Kosten, mit LPG gefahren) Benzin wäre uns zu teuer.

    Gelesen haben wir das die 77er PS und die 102er PS Diesel Maschine, wohl die besten sind.


    Bei dem 4000 Euro Budget haben wir dann auch keinerlei Reserven für Reparaturen am Anfang.

    Daher würden wir gern ein Auto sehr gut in Schuss kaufen wollen und natürlich mit TÜV und natürlich ohne Rost.

    Was sind so die laufenden Kosten und welche Prüfungen/ Inspektionen oder Kontrollen sollten auf jeden Fall gemacht werden?


    Über Tipps, Ratschläge und Beratungen würden wir uns super freuen.


    Ich würd gleich mal auch 1-2 Links schicken mit Anzeigen die wir gefunden haben, welche uns am meisten interessieren und vielleicht habt ihr dazu eine Meinung.


    Würden uns super freuen und wären euch sehr dankbar über alles was wir über den T4 wissen sollten und von euch lernen können :-)


    Liebe Grüsse Sabrina & Sven

  • Top Favorit da mit Hochdach


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    Nr. 2, da Laut Anzeige durch Repariert und mit TÜV sowie super Preis


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    Nr. 3, auch laut Anzeige guter Zustand und mit TÜV und mit Klima und Std.-Heizung


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    Nr. 4, hier gefällt uns die Optik/ Farbe einfach sehr gut, TÜV wäre zu klären.


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  • Hallo,


    ich habe mir nur die ersten beiden angesehen...


    Beim ersten sind mir weiße Lackierungen am Schweller aufgefallen.


    Grundsätzlich:

    Bj 1993 ist 25 Jahre alt. Ohne Rost gibt es da nicht.

    T4 werden hoch gehandelt, laufen viele km und sind daher sicher häufiger Tachomanipuliert.

    Bei dem geringen Investitionsbetrag ist es wichtig zu wissen, wieviel der Besitzer investiert hat. Wer seinen Bus gepflegt hat, der hat darüber Rechnungen. Und falls er selbst geschraubt hat gibt es Teilerechnungen. Das kann man telefonisch abfragen. Ansonsten gar nicht erst hinfahren.

    Für ein bis zu 25 Jahre altes Auto keine Reparaturrücklagen + keine Ahnung vom Auto zu haben halte ich für sehr naiv.

    Nach meiner Erfahrung dürfen es im Mittel mindestens 1000,- € im Jahr sein. Der Bus ist kein billiges Auto.

  • Hallo Ralph,

    Danke für deine Nachricht.

    Damit meinte ich eigentlich das wir keine weiteren Rücklagen für Reparaturen haben, in den ersten Monaten, da wir die Summe in Autokauf investieren.

    Natürlich ist nach 3-4 Monaten auch wieder Geld für Reparaturen/ Pflege da.

    Ich meinte damit das wir ein T4 kaufen möchten, ohne direkt am Anfang Geld rein stecken zu müssen, Damit wir überhaupt die ersten 1000 km fahren können.


    Und ja, das ein altes Auto immer was haben kann, das wissen wir natürlich. Und auch das er Rost haben wird.

    Wir möchten eben einen der nicht durchgerostet ist.


    Gerade bei dem 1. Bus, dem weissen, dachten wir das mit den sichtbaren Lackierungen wäre gut, das da nach Schweißarbeiten dann drüber lackiert wurde. Da er geschrieben hatte, das er entrostet sei.

    So war unsere Denke.


    Liebe Grüsse

  • Moin,


    aber wenn bei diesem weißen schon die "große Rostkur" gemacht wurde, warum wurden dann nur immer wenige Quadratzentimeter angepinselt? Das sollte dann eigentlich vom Radlauf bis zur B-Säule durchgängig gemacht worden sein. So sieht es aus wie "ach, da ist eine Blase, die schleifen wir mal auf und pinseln drüber ...". Beim T4 kommt der Rost im Schweller von innen nach außen, und hier sind nur die "Pickel ausgedrückt", anstatt die "Akne medikamentös behandelt".


    Ein AAB (78PS) in Berlin? Je nachdem wo er steht, darf der dort gar nicht mehr fahren ... und wenn ihr ihn als Alltagsfahrzeug wollt, dann definitiv nur in großflächig plakettenlosen Gebieten. Schon der Hamburger mit "gelb" ist ja fast unverkäuflich, allerdings sollte der auf "grün" zu bringen sein.


    Bei diesem wäre noch zu klären "Standheizung Luft oder Wasser"? Denn die Luftheizung muß für den nächsten TÜV grundsätzlich erneuert oder ausgebaut werden, wenn die Brennkammer älter ist als 10 Jahre. Und die Wasserheizung wärmt zwar den Motor im Winter vor, aber taugt nicht zum Übernachten im Campingmobil, da das Gebläse so viel Strom frißt, daß der Aufenthalt am Stellplatz unfreiwillig verlängert wird...

    Gruß
    MiKo
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    Caravelle 11/98 AHY+, 550940 km;
    (17.06.1999 bis 01.03.2018 - 6833 Tage)

  • Hallo Sabrina & Sven


    Das Problem bei so alten Fahrzeugen ist der Rost.

    Und das kann man immer nur vor Ort begutachten, wenn man das Fahrzeug auf die Bühne nimmt, oder sich darunter legt.

    Somit kann eine Ferndiagnose hier wohl nicht erfolgen.

  • Hallo, bei der Vier müsste laut km der Zahnriemenwechsel direkt bevor stehen. Und Syncro, ist das günstig?

    Ich finde die Eins von der Beschreibung und Präsentation schlüssig und nachvollziehbar. Grüne Plakette, jüngeres Baujahr und Langstrecke. Mit den Lackausbesserungen könnte auch ein gutes Zeichen sein, wenn Jemand dem Sicherheit vor Optik geht, jeden Steinschlag sofort beseitigt. Allerdings scheint es an der typischen "Komposterstelle" am Kotflügel schon wie bei allen von Innen zu kommen. Ich würde mir den Bus auf jedem Fall einmal genauer ansehen.


    LG, Jo

  • Hallo Sabrina,


    wie schon erwähnt oben, das erste und wichtigste Kriterium ist und bleibt bei so alten Autos beim Kauf wohl der liebe ROST. Oft nicht sichtbar für Laien, aber nur schwer im Griff zu halten und wenn nicht professionell gemacht (Bleche großzügig raus, neue Bleche rein) ein immer wiederkehrender Besucher. Wichtige Stellen hier z.B. natürlich der Unterboden, Fensterrahmen, Schweller und Kotflügel / Radläufe...


    Als erster Eindruck würde ich sagen macht Nr 2 ne recht gute Figur, allerdings auch hier: Vor Ort genau auf Rost untersuchen. Oft wurde bei so Bussen nur neu lackiert und die Bleche vorher nicht getauscht, dann kommt alles wieder, glaub mir ;)


    Wir haben unseren California vor 4,5 Jahren für gut 8000 Euro gekauft (Damals 22 Jahre und 256tkm) und mittlerweile nochmal das doppelte reingesteckt. Sah für mich super aus der Bus, auch neu lackiert, aber wie sich raus stellte leider schlecht gemacht und somit ständig neue Rost-Problemfelder... Zusätzlich kamen Sachen wie Einspritzanlage, Antriebswellen, Getriebe, Kupplung, etc...


    Allgemein lässt sich sagen, dass es eine Illusion ist zu glauben, man kommt erstmal ohne Reparaturen hin. Bus fahren ist leider teuer, im Vergleich zu meinem Polo z.B. um ein Vielfaches. Klar, mehr Gewicht, viel mehr Laufleistung, hohes Alter. Da geht viel kaputt.


    Wir haben wie gesagt pro Jahr fast 4000 Euro investiert und sind weit entfernt von einem "1A Zustand". Wobei wir halt auch Pech hatten mit der Karre...


    Ich hatte mich vor kurzem auch mal informiert über Preise und Zustände bei Bussen und für mich eher Hausnummern wie Transporter ab 8000 Euro, Multivan ab 10000-12000 Euro und California ab 18000 - 20000 Euro abgesteckt (dafür halt in relativ gutem Zustand), plus jeweils nochmal 2000 Euro für Anfangsreparaturen und danach der "reguläre" teure Unterhalt.


    4000 Euro und kein Budget für Reparaturen klingt für mich sehr gewagt, kann sein, dass ihr euer Geld dann einfach nur verheizt. Würde hier vielleicht eher nochmal bisl sparen, damit euch nicht gleich zu Beginn "Die Luft ausgeht" ;-)


    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es verlockend ist, mit kleinem Budget nen Bus zu kaufen, aber ich musste schmerzlich erfahren, dass Schnäppchen beim Buskauf sich doppelt teuer rächen können (im wahrsten Sinne in unserem Fall).


    Viel Erfolg auf jeden Fall dennoch beim Buskauf und schreib uns dann mal, ob ihr was gekauft habt, welchen Bus genau und wie die Erfahrungen sind nach paar Kilometern auf der Uhr, ist immer interessant dann hinterher sowas hier zu erfahren noch :)


    Ich drück euch die Daumen...


    LG Kilian

  • Nichts für ungut, Jojo, aber von nem weißen würde ich eher Abstand halten.

    Die Rosten tendenziell schneller als andere Farben.


    Ich habe auch bemerkt das Diesel grad günstiger geworden sind, wobei sie aber immer noch hoch im Kurs stehen.


    Ich kenne das Fahrprofil nicht aber selbst mein T5 mit dem 1,9er TDI hat in der Stadt 11-12 Liter gebraucht.

    Auf der AB bin ich nach dem Partikelfilter nicht mehr unter 8 Liter gekommen.


    Beim VR6 hat mir die MFA bei 90kmh 9 Liter angezeigt.


    Wenn man das mit Wartung, Steuern etc aufrechnet spart man meiner Meinung nach nichts.


    Mit LPG fahre ich derzeit mit ca. 10€ auf 100km beim 2,5er.



    Ich würde eher den 4 oder 5 Zylinder Benziner empfehlen und wenn mal wieder Geld da ist in eine Gasanlage investieren.

  • Hallo, bei der Vier müsste laut km der Zahnriemenwechsel direkt bevor stehen. ...

    ist doch "gerade erst", laut Text vor 16Tkm vom Vorbesitzer, gemacht worden.


    Ein AAB mit "gelb" ist schon mal besser als ganz ohne, aber wo gibt es noch gelbe Zonen?


    Und eine "indiskrete Frage": warum verkauft man den "wertgeschätzten Bulli, der treue Dienste geleistet hat" nach max. 15T Kilometern?

    Gruß
    MiKo
    ----------------------------------------

    Caravelle 11/98 AHY+, 550940 km;
    (17.06.1999 bis 01.03.2018 - 6833 Tage)

  • Das weiße schneller Rost ansetzen kann ich nicht bestätigen, meiner hat nur am Heckblech etwas oberflächliches (nicht mehr lange)

    Die erste Generation mit Wasserlack (ca'93 bis '96) waren in allen Farben anfällig. Schweller und Kotflügel sind da noch recht einfach Instand zusetzen, wenn es in den abgedichteten Karrosseriefugen gammelt wird es schlimm. Der silberne wurde auf der Fahrerseite bis in diese Fuge lackiert. Der weise wäre mir zu schwach, auch wenn das Hochdach wiederum interessant ist. Mein Favorit wäre ungesehen wohl der Grüne, allerdings nur, wenn Fotos vor den Lackarbeiten zur Verfügung stehen.

    Es wäre einfacher jemanden vor Ort mitzunehmen, wenn ein Karteneintrag gemacht werden würde. Die Leute mit Ahnung hier sind ja überall verstreut, da hat vielleicht einer in eurer Nähe Zeit, vor Ort objektiv zu helfen.

  • die drei, die ich noch sehen kann, liegen in Berlin,Leipzig und nahe Bremen. Willst du das alles abfahren?

    Schau primär im Umkreis von 100km deines Standortes, dann kannst du schon mal sehen, wie die real aussehen.

    Idealerweise hast du jemanden dabei, der Ahnung hat. Sicher wird dir auch hier - wie bereits erwähnt - gern jemand mal weiterhelfen.

    Andere Fahrzeuge, die weiter weg sind, kannst du in deine Betrachtung mit einbeziehen, aber da sollte man dann schon viel am Telefon erfragen und diese Fragen sollten dann Aufschluss geben über die Sinnhaftigkeit eines Besuches.

    Die Übernachtungsmöglichkeit kann auf vielfältige Art gewährt werden, die Multi-Bank ist dabei nur eine. Auch hier über Alternativen nachdenken. Manchmal hilft auch etwas werkeln mit dem Material Holz.

    Das Budget von 4.000,- € ist sehr schmal und wie bereits berichtet, kann sehr leicht sehr schnell etwas hinzukommen. Andererseits, wenn man etwas findet, was ordentlich ist, sollten die nächsten 1.000-3000km nicht unbedingt gleich die Welt kosten.

    Der 77PS Diesel ist sehr robust, aber wenig umweltverträglich!

    Der 102 PS ist extrem gefragt, aber auch häufig anzutreffen. Es gibt weitere Diesel-Aggregate und eben auch Benziner. Gerade bei den Bussen wurden nicht wenige Benziner auf LPG umgebaut. vllt auch eine Alternative.

    Für mich immer eine Möglichkeit können auch Behördenfahrzeuge sein, Polizei, Wasserschutzamt etc. warten ihre Fahrzeuge sehr gut und die Laufleistung ist teilweise nicht sehr hoch.

    Generell würde ich von Automatikgetrieben abraten.

  • danke für euren vielen Antworten, Tipps und Ratschläge.


    Wir sind so langsam auf dem unschönen Boden der Tatsachen angekommen, bei dem wir nicht wissen ob es sinnvoll ist und es lassen sollten.


    Bei dem weißen fanden wir das Hochdach Klasse und mit den Lackflecken dachten wir als unwissende, super da wurde schon Rost entfernt.

    So weit gedacht, das er innen drinnen beginnt, haben wir leider nicht.


    Das es 2 verschiedene Arten von Standheizung gibt, wusste ich zb auch nicht.


    Das mit dem Umweltzonen stört uns eigentlich nicht. Wir haben noch nen neueren Benziner/ LPG mit dem wir ohne Probleme überall hin können.

    Der Bus wäre für Urlaub, Kurztripps und für den Weg zur Arbeit meines Freundes, da ist aber auch keine Umweltzone.


    Wir dachten eben, ein Bus mit neu tüv und nicht viel Rost, könnte man erstmal nen Jahr fahren ohne gross was reinzustecken und bei KM über 350 tsd würde man was relativ preisgünstig bekommen.

    Aber mit euern Erfahrungen und das ihr auch nach neuem Kauf soviel rein stecken musstet, schreckt natürlich sehr ab.


    Wir sind sehr unschlüssig wie es weiter geht.


    Wir haben jemanden aus der Nähe gefunden der seinen T4 Multivan vermietet. Wir haben ihn mal angeschrieben ob wir ihn mal ausgiebig Probe fahren dürfen und evtl eine Nacht mieten können um einfach mal ein Gefühl dafür zu bekommen.

    Mal sehen ob dass weiter hilft. Vielleicht hat er auch ein paar Tipps.

  • Das ist doch schon mal ein guter Plan:


    1) Einen T4 über einen Bekannten kennenlernen. Der kann dir dann auch schon mal die typischen Schwachstellen zeigen.


    2) Sofern du noch begeistert bist, einen Bulli-Stammtisch in deiner Nähe suchen. Da kann man Kontakte knüpfen, sich noch mehr umhören und, wenn es ernst wird, ggf. jemand zum Besichtigen auftreiben, der Ahnung hat


    3) Als nächstes kann man sich die Busse anschauen. Und die Besitzer befragen: Warum verkaufen die? Kann man den Bus mal auf die nächste Bühne nehmen, und, und...


    4) Und dann guckst du unter der vorhandenen Auswahl, was passt. Wenn man sich den Bus zugelegt hat, sollte man sich etwas mit ihm beschäftigen. Neben Büchern à la "Jetzt helfe ich mir selbst" gibts bei den Bulli-Stammtischen auch Kennenlern-Workshops über einen halben Tag.


    Nur zur Ermunterung: Wir haben unseren 2011 für 1650€ gekauft. Dabei war an der Technik nicht viel zu machen. Wir sind mit ihm danach bis nach Afrika. Ich habe 4 Autos - der Bulli hat bis jetzt durchgängig die geringsten Kosten beim höchsten Nutzwert gemacht. Falls du Lesestoff willst, hier ist die 3-teilige Geschichte dazu.

  • Puh. Jetzt habt ihr den beiden aber Angst gemacht.


    Mein 99er ACV ist mein bissher zweit günstigstes Auto im Verhalten.


    Ich fahr ihn unter 8 Liter und wenn ich so Spielereien wie 18 Zoll im Sommer, 17 Zoll im Winter, Bilstein Stoßdämpfer und Große Einspritzdüsen lassen würde wär nicht viel zu machen.

    Ok der Rost hat einmal gut rein gehauen.

    Da konnte ich aber unter Anleitung vom Fachmann viel selber machen und somit haben mich die Original Bleche und der Lack grade mal 1700€ gekostet.


    Im Verschleiß ist der Bulli ganz genügsam.

    Und man bekommt viel Spaß für sein Geld.