Startproblem T4

  • Hallo zusammen

    Ich bin neu in der T4 Technik( und hier im Forum) und mittlerweile am verzweifeln

    Ich habe hier einen T4 Transporter 1.9 TD stehen der einen Motorschaden hatte und ich habe einen austausch Motor eingebaut .

    Habe den Vörderbeginn jetzt bestimmt schon 5 mal Kontrolliert mir alle nötigen Instrument dafür gekauft .

    Das Abschaltventil kann ich leider nicht ausbauen da die vorherigen Spezialisten es versuat haben und kein Schlüssel mehr drauf hält .

    Ich habe es mit direkt 12 Volt getestet und ich höre es schalten , weiß aber nicht ob es trotzdem defekt sein kann ?

    Ich sehe keine Luftblasen in der Leitung

    Ich habe das Relais 103 gewechselt da es nach testen nicht regelmäßig geschaltet hat

    Es ist so das wenn ich den Bus starten möchte kann es sein das er entweder nur orgelt oder manchmal startversuche vornimmt oder auch mal eine kürze Zeit läuft aber absolut kein Gas annimmt und auch wieder abstirbt

    Nun habe ich den Bus schon seid Wochen stehen lese öfter in Foren und schaue Videos mit einer Lösung aber irgendwie klappt nichts.

    Das Problem ist ich lebe seid einigen Jahren in Bulgarien daher kann ich mich auch hier nirgendwo an eine Person wenden die sich damit auskennt.

    Hier wird halt viel mit Holz und Draht repariert


    Sonnige Grüße aus Bulgarien

    Timo

  • Hallo Timo,


    ich könnte mir vorstellen, dass die Reparatur einige Zeit gedauert hat und die Einspritzpumpe nun ein Förderproblem hat, da sie innen verharzt ist, ein Standschaden.

    Man kann nun versuchen, sie durch beharrliches Probieren wieder frei zu bekommen, ohne sie auszubauen und zu zerlegen. Dabei hilfreich ist es, einen Dieselverbesserer hinzuzugeben und die Pumpe erst mal nicht aus dem tieferliegenden Tank, sondern aus einem Kanister zu speisen, der höher steht, sodass der Kraftstoff per Schwerkraft die Pumpe füllt. Dabei muss man Vor- und Rücklauf der Pumpe in einen sauberen Kanister mit sauberem Kraftstoff mit dem Verbesserer führen und diesen Kanister etwa hinter der geöffneten Motorhaube gegen Um- und Herunterfallen sichern, etwa mit einem Zurrgurt. Hilfreich kann es auch sein, dazu in den Vorlauf noch eine Gummiball-Handpumpe einzubauen, mit der man das System schon vor dem Start manuell entlüften kann.

    Dann den Motor warmlaufen lassen und, wenn er warm ist, immer wieder auf Drehzahl bringen, bis zur Abregeldrehzahl (ich gehe jetzt mal davon aus, dass er einwandfrei gewartet ist, also einen aktuellen Zahnriemen und Motoröl + Filter hat). Oft bekommt man so die Pumpe wieder frei.

    Falls nicht, bleibt leider nur die Überholung.


    Gruß,

    Tiemo

  • Also seid dem Start bis jetzt sind garantiert 3 Monate vergangen da ich 24 Stunden am Tag mit anderen dingen beschäftigt gewesen bin.

    Zahnriemen alle Filter , Öl Antriebswellenmanschetten und vieles mehr ist neu gegekommen .

    Vor rund 3 Wochen hatte ich einmal etwas mehr Zeit dort sprang er auch an und lief etwas länger nahm aber absolut kein Gas an.


    Für mich ist die Frage was macht mehr sinn die Dieselpumpe direkt ausbauen und überholen oder erstmal weiter probieren ?

    Wenn ich jetzt weitere stunden probiere die Dieselpumpe frei zu bekommen oder der Zeitaufwand ist nicht der größte Unterschied und ich baue die Pumpe direkt aus


    Gruß Timo

  • Funktioniert der Gaszug? Die Dichtungen und Schläuche am Dieselfilter sind drauf und richtig angeschlossen.
    Wir hatten hier aus dem Gedächtnis auch schon:

    • Zulauf und Rücklauf an der Pumpe vertauscht
    • Hohlschrauben für die Befestigung der Leitungen an der Pumpe vertauscht oder zugegsetzt
    • Kupferscheiben an den Anschlüssen vergessen / alt
    • Gas'hebel' falsch aufgesetzt

    Hat der 1.9l TD wirklich nur 50Kw?

  • Zulauf und Rücklauf ist definitiv richtig angeschlossen hatte mir auch vorher von allem Fotos gemacht

    Hohlschrauben wäre etwas zum kontrollieren

    Kupferscheiben sind neu montiert

    Gas sollte auch definitvi richtig montiert sein


    Das komische ist das er manchmal nach einigen versuchen vielleicht Startversuche macht und es auch vorkommen kann das er einige Sekunden läuft dann aber wieder abstirbt


    Ja der hat 50kw - 68PS offiziel Laut Dokumenten und alles was ich bisher im Internet herausgefunden habe

  • Hallo,

    Bist Du Dir ganz sicher, daß du den Motor richtig eingestellt hast? Nichts für ungut, aber ich könnte mir bei den Symptomen auch einen falschen Förderbeginn vorstellen. Hast Du das einteilige Pumpenrad (Einstellen mit Meßuhr), oder das zweiteilige (Einstellen per Abstecken)? Ich würde die Einstellung 100% ausschließen bevor ich z.b. die Pumpe ausbaue!

    Grüße

    • • ->2017 : T4 ABL - 1.9 TD MV Westfalia MJ: '93
    • • 2017-> : T4 AAB - 2.4 D MV Westfalia MJ: '93
  • Wenn ein Motor komisch läuft, man aber sicher ist, das Timing richtig eingestellt zu haben und auch die ESP als Ursache ausschließen kann, dann könnte die ESP bei 180° verstellter Nockenwelle eingestellt sein. Da die Nockenwelle sich nur halb so schnell wie die Kurbelwelle dreht, wäre diese um exakt 360° "verdreht", also wieder im OT. So ein Motor ist dann nur ein Schatten seiner selbst, allerdings geht er normalerweise dadurch nicht aus.


    Gruß,

    Tiemo

  • Also ich habe ein zweiteiliges Pumpenrad habe die Pumpe abgesteckt und mit Messuhr wie im T4 Wiki eigestellt.

    Ich werde heute noch einmal den Zahnriemen runter nehmen schauen das ich vom ersten Zylinder die Glühkerze ausbaue um den OT auch so zu ermitteln .


    Den Ventildeckel runter nehmen und auch die Nockenwelle wieder fixieren und schauen ob das alles passt


    Den OT am Schwungrad hab ich auch gut sichtbar da ich bei dem Austausch Motor alles komplett gereinigt hatte


    Dann werde ich die Pumpe wieder abstecken und noch einmal mit der Messuhr einstellen

  • Hallo nochmal,

    Bin jetzt gerade verwirrt: Wird die Pumpe mit zweiteiligem Rad nicht ohne Meßuhr, nur durch Abstecken eingestellt? Ich hatte einen ABL mit einteiligem Rad, der wurde mit der Uhr eingestellt, den Vorgang beim zweiteiligen Rad kenne ich nur theoretisch (und habe ihn ehrlich gesagt auch noch nicht 100% verstanden).

    Den „richtigen“ OT hast du, wenn die Markierung auf dem Schwungrad paßt, und die Nocken der Nockenwelle von Zylinder 1 beide schräg nach oben zeigen (Ventile geschlossen), und die Nockenwelle abgesteckt ist.

    Vielleicht solltest Du Dir mal den VW Reparaturleitfaden Diesel-Einspritz- und Vorglühanlage (1,9 l-Motor) besorgen, nachdem ich den gelesen und verstanden hatte, habe ich es hinbekommen.

    Viel Erfolg und nicht verzweifeln, zur Not einfach weiterfragen!

    Viele Grüße

    • • ->2017 : T4 ABL - 1.9 TD MV Westfalia MJ: '93
    • • 2017-> : T4 AAB - 2.4 D MV Westfalia MJ: '93
  • Also alles was ich bisher gelesen hab reicht abstecken alleine nicht .

    Aber ich bin jetzt soweit das er nach einigem orgeln anspringt und auch recht gut läuft und Gas annimmt


    Nun habe ich noch 2 Probleme zu lösen


    1 Öldruck er zeigt mir an das ich keinen Öldruck habe ,ich bin mir nicht sicher ob das an der Ölpumpe liegt da ich die von dem Austausch Motor gelassen habe .Ich denke ich werde für alle Fälle die alte Ölpumpe von dem alten Motor einbauen dann kann ich das ganz sicher ausschliessen .


    Das andere ist er raucht noch ziemlich weiß ,wo ich denke das das vielleicht nocht mit dem Vörderbeginn zutun haben könnte und vielleicht zu spät einspritzt ,ich hoffe jedenfalls das es das ist und nicht die Zylinderkopfdichtung


    Mal hoffen das ich das heute irgendwie noch erledigt bekomme und der Bus ab nächste Woche wieder auf die Straße kann


    Gruß

  • Hi,

    - Öldruck kann ja auch der Öldruckschalter sein, bzw. die Verkabelung dahin. Ist häufiger en Problem

    - stärksten Weißrauch wie ein Panzer beim Nebelwerfen also die ganze Strasse zu, hatte ich schon mal als der Temperaturschalter im MSG defekt war und damit falsche Einspritzung (bzw. Förderbeginn). Also auch hier Temperaturgeber, Verkabelung, Förderbeginn prüfen.

  • Aber ich bin jetzt soweit das er nach einigem orgeln anspringt und auch recht gut läuft und Gas annimmt.

    Öldruck er zeigt mir an das ich keinen Öldruck habe ,ich bin mir nicht sicher ob das an der Ölpumpe liegt da ich die von dem Austausch Motor gelassen habe .


    Wenn Du wirklich keinen Öldruck hast, dann wird er nicht mehr recht lange das Gas annehmen. Schau Dir mal die Öldruckschalter + deren Verkabelung an.
    Wegen Nebel: Funktioniert die Vorglühanlage? Das würde auch das 'Orgeln' erklären.

  • Also habe jetzt gerade noch einmal etwas Zeit mit dem Bus verbracht


    Ventildeckel runter genommen und gesehen etwas Öl kommt da auf jeden Fall aber bin mir nicht sicher ob das die Menge ist die es sein sollte


    Habe die Verkabelung von den Öldruckschaltern gemessen und bei beiden kommt Strom an


    Werde morgen früh die Pumpe wechseln und 2 neue Öldruckschalter kaufen


    Mit dem Rauch riecht das für mich nach unverbranntem Diesel also gehe ich nicht davon aus das das die Zylinderkopfdichtung ist


    Nun denke ich werde ich die ESP noch einmal wieder mit der Messuhr kontrollieren müssen


    Oder kann das auch an der Fördermengenschraube liegen ? Ganz rein bedeutet wenig ?

  • Es kann aber nicht an der Menge liegen. Zu viel Menge verbrennt trotzdem, halt mit viel schwarzem Ruß. Ich würde da nicht voreilig an der Pumpe rumdrehen.

    Weißer Nebel, der nach Diesel riecht, ist unverbrannter Kraftstoff. Oft, weil nicht alle Zylinder gleich arbeiten, weil die eine oder andere Glühkerze nichts mehr tut. Über eine einfache Strommessung kann man das feststellen, zB. mit DC-Zangenamperemeter: Eine "gesunde" Glühkerze startet bei ca. 14A und geht dann auf ca. 11A zurück, beim Vierzylinder also knapp 60A fallend auf 44A.

    Anstelle des Öldruckschalters kann man ein Manometer anschließen, dann sieht man, wie es um den Öldruck steht. Auch da würde ich vor blindem Aktionismus erst mal feststellen, was überhaupt Sache ist. Ein einfacher Test ist das Abziehen des blau/schwarzen Kabels am 0.3bar-Öldruckschalter: Nun muss die Lampe aus gehen, wenn die Elektrik in Ordnung ist. Der 1.6bar mit dem gelben Kabel wird erst bei höherer Drehzahl abgefragt und ist erst mal egal.


    Wenn er jetzt ganz gut Gas annimmt: Was hast du getan? Worauf führst du es zurück?

    Ich vermutete ja, dass die Nockenwelle um 180° verdreht ist. Dann stimmt dein Förderbeginn trotzdem, weil du den ja nach der OT-Marke der Kurbelwelle und nicht nach der Nockenwelle einstellst. Nur ist der Motor eine Umdrehung verdreht. Das kannst du erkennen, indem du den Motor so hindrehst, dass die Kurbelwelle auf OT ist und die Pumpe auf Förderbeginn Zyl. 1, und dann unter die Ventilhaube schaust: Der Zyl. 1 (Beifahrerseite) muss nun im Verdichtungstrakt (beide Nocken oben wie die Ohren vom Osterhasen, Ventile geschlossen) und nicht im Ladungswechseltakt (Nocken unten, "Ventilüberschneidung", dh. Auslass schließt gerade und EInlass öffnet) stehen. Ich weiß jetzt grad nicht, ob man beim ABL die Nut für das Lineal sehen kann, aber wenn ja, dann muss sie in der oberen Position stehen, wo das Lineal reingehen würde und nicht, ebenfalls parallel zum Zylinderkopf, in der unteren.


    Gruß,

    Tiemo

  • Also ich bae mit einer Vorspannung von 2mm eingestellt die ich aus einem Video entnommen habe wo Gesellen ausgebildet werden.


    Nun habe ich mit 2,5 mm wie im T4 Wiki die ESP eingestellt und er sprang direkt an


    Naja also die Öldruckschalter werde ich auf jeden Fall neu einbauen da hier Ersatzteile wesentlich günstiger sind wie in Deutschland und das für mich die schnellere Zeitsparende Lösung ist

    Manometer habe ich zur Zeit nicht zur Hand und das hier in Bulgarien zu erklären und ein Geschäfft finden was so etwas hat dauert länger und ist echt nervig


    Und zu der Fördermengenschraube wenn das die ist wo die Dieselleitungen raus kommen die ist komplett drin , also das sollte nicht so sein ?

  • Das mit der Schraube der Fördermenge ist zumindest 'ungewöhnlich'. Wie Timeo schon schrieb müsstest Du da eigentlich durch die Heckscheibe vor lauter Ruß nichts mehr sehen können. Ich vermute, dass die Schraube so reingedreht wurde um ein anders Problem zu überdecken. Es könnte das von Timeo beschriebene sein, es könnte ein falsches Aufsetzen des 'Gashebels' sein, oder ein Problem in der Kraftstoffzuführung.
    Daher in Ruhe eins nach dem anderen checken.

  • Also der Bus war hier bei einer Reperatur die haben an allem gedreht und geschraubt und verstellt.


    Danach hatte er einen Motorschaden und die haben die Schraube dann auch wohl ganz reingedreht bei ihrer Reparatur


    Und hinter dem Bus kann man absolut nichts sehen wenn der läuft


    Das war auch alles bevor ich den Bus hatte


    Es wurde auch der alte Turbo gegen noch einen viel älteren getauscht von dem einige Teile wohl in den alten Motor gekommen sind

  • Wie gesagt, hinter einem fast neuen ACV 2.5 TDI konnte man auch nichts mehr sehen, wenn der Motor nur im Stand lief. Die gesamte Straßenbreite komplett voll weißem Nebel.


    Ich war damals noch unerfahren und der Bus auf Garantie. VW Nutzfahrzeuge sagte der Temperatursensor, bei dem Modell im MSG, sei defekt gewesen.


    Damit will ich dir nur sagen, eine falsche Motoreinstellung oder falsche Umgebungsparameter können solche extremen Effekte schon hervorrufen. Und da war mechanisch sonst alles in Ordnung.

  • umfangreiche Kommunikation jetzt.

    Und ihr scheint vereint wenigstens vorwärts zu kommen.


    Ich habe jetzt zum Schluss nur noch überflogen.


    Was mir aufgefallen ist:


    Gebrauchte Ölpumpe würde ich nicht einbauen.
    An so sensiblen Stellen im Motor lohgnt es sicher nicht das Risiko eones erneuten Ausfalls einzugehen.

    alla dann - Fridi 1.9D(1X) 12/91 LR, LKW (03/1994 bis 07/2010) von 20 500 bis 610 000 2.5D(ACV-ABT)05/00 LR, PKW, Syncro (seit 10/2009) von 238 000 bis jetzt 533000 Verbrauch zur Zeit: 6,7 l / 100 km :-)